Monate: September 2005

Linux2Go

Damn Small Linux (DSL) ist nun in Version 1.5 erschienen, das Betriebssystem, für jede noch so kleine Handtasche. Gerade einmal 50MB groß, passt es sogar auf kleine USB-Sticks und bietet, neben einer lauffähigen (auf Knoppix basierenden) Linux-Distribution alles, was das User-Herz begehrt. Auf FluxBox laufen unter anderem XMMS, ein FTP-Client, Firefox, der Sylpheed E-Mail-Client, FLwriter, Xpaint, Xpdf, Naim (AIM, ICQ, IRC), ein SSH/SCP-Server und -Client, ein DHCP-Client, ein Web-Server, USB- und PCMCIA-Support und in einigen Fällen Wireless-Support. Besonders für Crossover-Nutzer dürfte DSL interessant sein, ist es doch in der Lage, aus Linux uns sogar aus Windows heraus zu booten. Einen Screenshot von DSL gibt es hier, es können auch fertig konfigurierte und bootfähige Systeme auf CD oder USB-Stick bestellt werden.

Pützchens Markt

Mehr als 1.000.000 Besucher, 550 Karussels, Losbuden, Saufzelte et aliter auf 4,5 Kilometern Frontlinie, fünf Tage Ausnahmezustand »op d’r Schäl Sick«. Das ist Pützchens Markt, wie jedes Jahr Publikumsmagnet der Region Bonn im September. Et bliev, wie et is, nur eins ändert sich jedes Jahr — und das sind die Preise. Als wirklich fairen Ausgleich gibt’s schon traditionell kräftig Keilerei um Rang und Ansehen umsonst. Treffpunkt: natürlich das Bayern-Zelt. Viel Spaß …!

Vorsicht …!

Sie stehen auf Platz 1 der deutschen Singlecharts und sind in aller Munde: die Nachwuchsband Tokio Hotel. Gerade einmal zwischen 13 und 18 Jahren alt, sind sie für die BILD-Zeitung schon zu Sex-Symbolen geworden, von vielen jedoch werden sie meist nur verspottet und ein kleiner Sechszeiler auf popkulturjunkie.de hat inzwischen 600 Kommentare überschritten. Zu intensive Beschäftigung mit den Rockerknaben scheint jedoch gefährlich werden zu können. Obwohl die Betreiber der Pseudo-Fanpage tokio-hotel-fanpage.de.vu vor Betreten der Seite den Hinweis an den Mann gebracht hatten, kann man dort inzwischen lesen: Ganz koscher scheinen die fünf Jungs irgendwie nicht zu sein. Nur so ist es schließlich zu erklären, dass das Tokio-Hotel Fanblog myblog.de/tokio-hotel nur mit Passwort zugänglich ist. Vielleicht schützt man sich aber auch nur vor kritischen Kommentaren. Nun ist die Frage, ob Tokio Hotel wirklich so lächerlich sind oder nicht, ob »Leadsänger und Songwriter Bill« (www.tokio-hotel.de) die »für manchen vielleicht überraschend erwachsen« (Bill, zitiert nach www.tokio-hotel.de) klingenden Texte auch wirklich selbst schreibt, vielleicht gar nicht so bedeutend. Vielmehr zeigen all diese Diskussionen, wie geschickt die Plattenfirma Universal diese …

In den Sand gesetzt?

Bildung ist teuer, das ist inzwischen in den meisten Köpfen angekommen. Aber die Investitionen sind doch oft auch gut angelegt. Mut in dieser Richtung beweist nun die Verwaltung der kroatischen Adria-Insel Molat. Für die sage und schreibe drei Schüler der Insel — allesamt Kinder des ortsansässigen Bäckers — wird, nachdem diese bisher noch am Unterricht auf der Nachbarinsel teilgenommen hatten, eine eigene Schule gebaut. Für schlappe 170.000 Euro. Also, Herr Kanzler, hier ein Vorschlag gegen den deutschen Bildungsnotstand: Universitäten für Hausen-Oes und Charlottenhof. Damit es aufwärts geht!

Aua, mein Arm …!

Lange Jahre haben eingefleischte Fans warten müssen, um (vermutlich) den schon legendären Satz »Aua, mein Arm!« wieder im Kino zu hören. Irgendein Ganove wird ihn aussprechen, wenn ihm Tarzan, Held und Protagonist der TKKG-Bande selbigen umgedreht oder ausgekugelt hat. Im Herbst 2006 soll Kinostart sein. Verfilmt wird das Abenteuer der vier Freunde Tim (Jannis Niewöhner) Karl (Jonathan Dümcke), Klößchen (Lukas Eichhammer) und Gaby (Svea Bein) seit dem 23. August von Regisseur Tomy Wigand (»Das fliegende Klassenzimmer«) unter dem vielversprechenden Titel »TKKG und die rätselhafte Mind-Maschine«. Na endlich!