Jahr: 2005

iKuschelei™

Es wird hoffentlich nicht mehr allzu lange dauern, dann bevölkert ein kleiner Freund namens iPod mein Leben. Aber auch dieser possierliche Geselle soll natürlich nicht nur Kontakt mit Menschen, geschweige denn Computern haben, sondern sich ab und an auch mal so richtig ausleben dürfen. Und so entdecke ich heute die Lösung dieses vermeintlichen Dilemmas: iCopulate™. Ein kleiner Gummiring, der — einmal mit der mitgelieferten iLube© eingeschmiert, für die Zweisamkeit eines iPod-Pärchens sorgt. Ob es dann auch zum Austausch kommt, darf man getrost den beiden überlassen. Ich starte also jetzt schon einmal den Aufruf zum iPod-Verkuppeln, man könnte sich zum Kaffekränzchen oder auf der Minigolfbahn treffen, währenddessen sich die jeweiligen iPods in ein nahegelegenes Gebüsch verziehen dürfen. Klassisches Freizeitvergnügen für schlappe 69.69$. Freiwillige vor …!

Stirb, Harry. Stirb!

Hatty Potter soll sterben, im siebten Band, zumindest meldet das der »Daily Mirror«. Was in der eingefleischten Fangemeinde für einen Aufschrei sorgt — schließlich musste man schon den Tod so geliebter Menschen wie Sirius Black oder Albus Dumbledore verkraften — erweist sich auf den zweiten Blick wohl eher als clevere Marketingstrategie. Eröffnet doch nur Harrys Tod die Möglichkeit, eine zweite Serie schicker Bücher zu schreiben. Im Jenseits, vereint mit den Eltern und seinen Liebsten (wo sich natürlich auch Lord Voldemort wieder rumtreiben wird) nämlich kann der Jungmagier dann neue Abenteuer erleben. Die Brüder Löwenherz lassen grüßen. Welch schaurige Vorstellung, Harry Potter doomed, inmitten von Untoten und engelsgleichen Gestalten, im neuerlichen Kampf gegen das Böse, nur eben unsterblich. Nun aber genug mit den Gruselmärchen, bestätigt ist bis dato noch nichts. Und bis jetzt zumindest lebt der gute Harry ja noch.

Hanns Dieter Hüsch ist tot

Hanns Dieter Hüsch ist gestorben. Letzte Nacht erlag der 80-jährige Kabarettist in seinem Haus bei Köln den Folgen einer Krebserkrankung und eines Schlaganfalls. Er war über Jahrzehnte einer der wichtigsten Unterhalter des Landes, bekannt als »Schwarzes Schaf vom Niederrhein«. Er gewann den Deutschen Kleinkunstpreis und war Träger des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland. Was bleibt, ist die Erinnerung an seinen sympathischen Humor und sein WDR-Markenzeichen: »Na, wie is et denn? Gut? Hauptsache, sach ich immer!«

Kostproben

In meiner Küche wird so manches Mal gebruzzelt und gekocht, genascht und geschlemmt. Daher sollen an dieser Stelle ab heute Rezepte und Ideen ausgetauscht werden, Neuerfindungen und Althergebrachtes, von internationalen Klassikern bis zur traditionellen rheinischen Küche. Den Anfang macht eine Kreation, die unter den Top 10 meiner Lieblinsrezepte einen Platz ganz weit oben verdient hat: Risotto. Es ist einfach gemacht, erfordert aber ein wenig Zeit und vor allem ständige Aufmerksamkeit, um zu gelingen. Heute gab es das italienische Reisgericht mit Mangold und Mandelpilzen, es funktioniert jedoch genauso gut mit jeder anderen Form frischer Pilze und Spinat als Mangold-Alternative. Man nehme für zwei Personen:

Maßarbeit

Britischer Stil gehört zur feineren Art, ob Anzüge, Tischmanieren oder Möbel — das Inselvolk ist in vielen Bereichen Vorreiter. Und gerade in Kleidungsfragen kann so mancher Bürger hierzulande wohl noch ein wenig Nachhilfe vertragen. Welcher Mantel zu welchem Anzug passt, welcher Hut zu welchem Mantel und welche Schuhe zu welchem Gürtel, all das sind die kleinen Geheimnisse, die den Gentleman von Welt auszeichnen. Kurz vor Weihnachten, wo Familienabende und Gottesdienstbesuche warten, kann ein kleiner Blick in den Kleiderschrank also nicht schaden. Und woher, wenn nicht von einem britischen Schneider, lassen sich die perfekten Stiltipps einholen? Thomas Mahon, Schneider in der Londoner Savile Row plaudert in seinem Weblog »english cut« so manches Mal aus dem Nähkästchen, im wahrsten Wortsinn. Für den Mann von Welt — denn der klassische Mahon-Anzug wird leider nur für Männer geschneidert — lohnt dieser Blick hinter die Kulissen. Doch auch, wer eher Jeans und Turnschuhe mag, findet hier eine Menge netter Geschichten.