Month: February 2009

Plus mal Minus macht Minus

Ich mag Apples Safari, selb­st nach vie­len Ver­suchen mit Opera, Fire­fox, Shi­ira oder Camino bin ich immer wieder zum Haus­brows­er zurück­gekehrt. Eines aber hat Safari bis heute nicht: eine anständi­ge Cook­ie-Ver­wal­­tung. Das, was Apples Brows­er in diesem Bere­ich leis­tet, ist gelinde gesagt eine Frech­heit. Bis zur Mac-OS-Ver­­sion 10.4 und der Safari-3-Beta gab es dafür eine geniale Lösung: Safari Plus. Ein kleines Plu­g­in, mit dem sich nicht nur Cook­ies kom­fort­a­bel ver­wal­ten ließen, son­dern das auch noch einen aus­gereiften Ad-Block­­er mit­brachte. Pro­gram­miert hat­te Safari Plus John Chang, seit Apple jedoch Leop­ard auf den Markt gebracht hat, schweigt er. Sein Blog ist seit Juni 2007 tot, als Rand­no­tiz zu Leop­ard und Safari Plus ste­ht auf der Pro­jek­t­seite seit­dem «under inves­ti­ga­tion». Lange Zeit habe ich beina­he wöchentlich dort vor­beigeschaut, nur, um jedes­mal wieder ent­täuscht zu wer­den. Nun ist es schon pein­lich genug, dass es Apple bish­er nicht gelun­gen ist, seinem Brows­er eine anständi­ge Cook­ie-Ver­wal­­tung mitzugeben. Warum Chang aber die Entwick­lung dieses genialen und äußerst beliebten Plu­g­ins still und heim­lich eingestellt hat, bleibt mir ein eben­so großes Rät­sel. Und ein …

Soviel Wein und keine Berge

Man sollte ja meinen, eine Region wie das Bur­gund, in dem laut dem 2007er-Baedek­er mehr als 1,7 Mil­lio­nen Hek­to­liter AOC-Weine pro­duziert wer­den, sollte auch voller Wein­berge sein. Wir haben wirk­lich gründlich hinge­se­hen, als uns die Route von Dijon nach Nord­west­en über Flav­i­gny-sur-Ozerain , Fonte­nay und Chablis nach Pon­tigny und retour geführt hat. Doch wenn es in diesem Teil der Bour­gogne etwas nicht gibt, dann Wein­berge. Vom recht isoliert gele­ge­nen Chablis ein­mal abge­se­hen, diesem knapp 200 Quadratk­ilo­me­ter großen Kan­ton um die gle­ich­namige Kle­in­stadt, aus der der so sünd­haft teure Weißwein kommt. Wenn es im Nord­west­en des Bur­gund mit seinen weit­en Hochebe­nen noch etwas nicht zu geben scheint, dann Men­schen (aber es ist ja auch Neben­neben­sai­son). Man möchte beim Durch­fahren der kleinen, ver­lassen wirk­enden Dör­fer mit ihren herun­tergekomme­nen, teil­weise ver­fal­l­enen Höfen und Häusern manch­mal etwas von «roman­tisch» und «pit­toresk» brabbeln. Doch dann muss man an zu Hause denken, an den Osten, und daran, dass ver­lassene Dör­fer und ver­fal­l­ene Höfe nur sel­ten etwas mit Roman­tik zu tun haben, son­dern eher mit hartem Leben und Land­flucht. Doch die Seele …

Einmal die Treppe rauf

Ganz still und heim­lich habe ich gestern Abend alles in diesem Blog ein Stock­w­erk höher getra­gen. Statt wie bish­er im Unter­verze­ich­nis «blog» find­et sich der ganze Klad­der­a­datsch nun direkt unter www.trotzendorff.de, inklu­sive den RSS-Feeds. Und die, darauf wies mich ein net­ter Kol­lege hin, haben den Umzug anscheinend nicht so gut verkraftet. Zwar wer­den sie seit einiger Zeit von Feed­burn­er ver­wal­tet, und dort habe ich auch schon Laut gegeben, dass sich an der Adresse etwas geän­dert hat, den­noch musste besagter Kol­lege die Dinger von Hand neu laden. An was man nicht alles denken muss. Hier also noch ein­mal die Adressen: Der Umzug bet­rifft natür­lich auch alle Links von außen, wobei über­triebene Hek­tik vielle­icht fehl am Platze wäre. Von kleinen Änderun­gen in der ein oder anderen Blogroll ein­mal abge­se­hen. Die Unan­nehm­lichkeit­en tun mir wirk­lich leid. Aber auch kleine Schön­heit­sko­r­rek­turen fordern eben ihren Tribut.

Der Teufel ist ein Eichhörnchen mit Lohntüte

Doch, ich mag diesen Min­dest­lohngedanken. Klingt gut, nach Gerechtigkeit, nach men­schen­würdi­gen Arbeits­be­din­gun­gen. Zwar auch ein biss­chen nach Weltverbesser­ertum, aber das nur am Rande. Trotz­dem kann ich mit einem geset­zlich geregel­ten Min­dest­lohn, zumin­d­est für alle Beschäftigten, nichts anfan­gen. Es sträubt sich in mir. Nicht, weil ich glaube, dass er sich nicht durch- und umset­zen ließe, wie etwa das bedin­gungslose Grun­deinkom­men, das eine Utopie für Tagträumer bleibt. Nein, ein Min­dest­lohn wäre mach­bar und mit Sicher­heit für viele betrof­fene Beschäftigte ein Segen. Aber er würde auch Opfer fordern. Keine volk­swirtschaftlichen vielle­icht, aber ide­al­is­tis­che. Er würde Nis­chen bedrohen.