Gassenhauer
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In the red

Der Herbst ist da, die Blätter fallen, und während Haribo Kastanien hortet, warten zu Hause gemütlich Abende und heißer Tee. Passend dazu hat die dänische Sängerin Tina Dico gerade ihr erstes Album herausgebracht. Und auch, wenn der Titel »In the red« (»Im roten Bereich«) ziemlich in die Irre führt, hat es die Platte in sich. Kuschelweiche Melancholie, unangestrengter Folkpop mit toller Stimme vorgetragen, was will man mehr? Keine hochgesteckten Ambitionen, keine großen Erwartungen, einfach eine Platte, um lange Tage mit noch längeren Abenden ausklingen zu lassen. Dabei hat die 23-Jährige durchaus einiges auf dem Kerbholz: In Dänemark kurzerhand U2 und Coldplay in den Charts entthront, Musikpreise als Best Songwriter (beim Dänischen Grammy) sowie Beste Komponistin (Danish Music Critics Award) abgestaubt und bereits ein eigenes Label gegründet. Das alles scheint sie gut zu verkraften, das zeigt das Album. Auch, wenn man es sich leisten könnte — es muss nicht immer Extravaganz sein…

Tina Dico: »In the red«, Island (Universal)
14 Songs, Hörtipp: »Long goodbye«, € 12.99

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