Alle Artikel mit dem Schlagwort: Musik

Nahaufnahme eines Schallplattenspielers

2 x 10: Ein musikalisches Stöckchen

»Immer ran, bedienen Sie sich!« Eine solche Aufforderung lässt man sich doch nicht zweimal sagen. Aus zwei Stöckchen hat Frau Serotonic eins gemacht und über zehn Alben respektive Songs gebloggt, die in ihrem Leben eine besondere Rolle gespielt haben. Einige davon knipsen bei mir Erinnerungen an (Joyride! Stranger Than Fiction! Von hier an blind! Set Down Your Glass!), anderen wiederum Fragezeichen (Chirpy Chirpy Cheep Cheep?! The Power of Good-Bye?!).

Ein Glas dunkles Bier steht auf einem Holztisch

Über was man nach zwei Bier alles nicht mehr bloggen mag

Eigentlich wollte ich gestern Abend bloggen. Ich hatte schon zwei Bier getrunken — von dem leckeren bayrischen (nicht im Bild) — und von DuckDuckGo gerade eine sympathisch-schnelle Reaktion auf eine Beschwerde bekommen. Da fiel mir auf, dass DuckDuckGo mich keinen Cent kostet. Nicht die Suchmaschine, nicht die (wirklich sensationell nützliche) App, nicht der Support. Und deshalb wollte ich bloggen — darüber, dass mir dieser Service und diese App und dieser Support durchaus ein paar Euro im Monat wert wären. Andere Dienste aber nicht.

Schwarz-Weiß-Foto von Menschen, die an einem Strand ein Trinkgelage feiern

Die Revolution als Party-Desaster

Es gibt Bands, die können keine Balladen. So wie Köch*innen, die keinen Nachtisch können oder Fußballer*innen, die einfach keinen Kopfball hinkriegen. Kraftklub sind so eine Band. Was sie anpacken, wird laut und rauh und knochentrocken, selbst wenn es von Liebe und Schmerz und Melancholie handelt. Zum Glück. Jetzt haben die Chemnitzer mit »In Schwarz« ihr zweites Studio-Album veröffentlicht, das um Längen besser geworden ist als der Erstling. Und der war schon richtig gut.

Nahaufnahme von Fans des 1. FC Köln aus dem Video »Der Tag wird kommen«

Der Tag wird kommen

Ich glaube, selten ist ein neues Musikvideo so oft in meiner Timeline aufgetaucht wie Markus Wiebuschs »Der Tag wird kommen«. So viele haben schon darüber geschrieben — von kleinsten Blogs bis hin zum Stern. Es ist ein Song über den Fußball und all die »homophoben Vollidioten« in den Stadien, ein Song über feige Funktionär*innen und gescheiterte Karrieren. Ein Song, dessen Video per Crowdfunding enstanden ist, das in wenigen Tagen mehr als 50.000 Euro sammeln konnte. Es ist ein Song, der den Mund aufmacht und der unter die Haut geht, der an jedem Spieltag in jedem Stadion laufen sollte, den man aufdrehen muss und bei dem man die Lautsprecher auf die Fensterbank stellen und all den Menschen da unten auf der Straße zurufen will: »Hört hin! Das geht auch an Euch!«

Eine Frau steht bei der Luftgitarren-Weltmeisterschaft in Finnland auf der Bühne

Wenn die Nichte des Teufels auf Rockin’ Rabbit trifft

Virtuose Gitarrist*innen? Da werden Sie jetzt an Mark Knopfler denken oder Jennifer Batten, an Al Di Meola oder John McLaughlin, an El Hefe oder Dave Murray. Aber sagen Ihnen Eric »Mean« Melin« Melin oder Emmanuelle »Miss Issipy« Stempniakowski etwas? Oder Doug »The Thunder« Stroock und Aline »The Devil’s Niece« Westphal, Altair »Rockin’ Rabbit« Kassymov oder Vladlena »Ivana Rock« Kaminskaya? Sie alle sind Stars und virtuose Gitarrist*innen — unter ihnen sind sogar waschechte Weltmeister*innen. Aber eins haben die meisten von ihnen nicht: eine Gitarre.