Author: Trotzendorff

Der Chaos Blogger Club

Ich gebe zu, ich habe es ziem­lich leicht. Mein Blog besuchen tagtäglich eine Hand voll Leute, manche kom­men wieder, einige kenne ich per­sön­lich. Doch die Zahlen bleiben über­schaubar, und insofern brauche ich mir um die Ver­wal­tung mein­er Kom­mentare keine beson­ders großen Sor­gen zu machen. Ein Spam­fil­ter tren­nt Gut von Böse, und selb­st wenn ein­mal zehn oder mehr Kom­mentare untere­inan­der ste­hen, find­et man sich immer noch recht gut zurecht. Bei anderen Blog­gern, ins­beson­dere bei denen, die in diversen Ran­glis­ten die oberen Plätze ein­nehmen, sieht das schon ganz anders aus, kom­men bei diesen doch leicht ein­mal 20 oder 30, manch­mal sog­ar 100 oder mehr Kom­mentare zusam­men, wenn das The­ma es hergibt. Das freut mich, aber es führt auch zu unnöti­gen Problemen.

Von Küste zu Küste — von Meppen bis Mexico

Seien Sie gewarnt, es fol­gen ein paar All­ge­mein­plätze, und das, obwohl ich es bereuen würde, Sie gle­ich im ersten Absatz wieder zu ver­lieren. Doch was soll man schreiben über einen Mann, der seine Heimat Mep­pen ver­lassen hat, um in Berlin und Paris Design zu studieren, der heute zwis­chen der deutschen, der franzö­sis­chen und der mexikanis­chen Haupt­stadt pen­delt, der nach einem klas­sis­chen Singer-Song­writer-Album mit »Shore To Shore« eine Pop-Elek­tro-Plat­te aufgenom­men hat und das auch noch mit Janne Lounatvuori, einem Finnen? Man muss ihn wohl einen Kos­mopo­liten nen­nen, einen Wel­tenbumm­ler, einen Tausend­sas­sa. All das ist Nor­man Palm und doch wird ihm keine der drei Beschrei­bun­gen wirk­lich gerecht. Nor­man Palm selb­st sagt über sich, er sei ein »Fre­und des Gesamtkunst­werks«. Das kann man so ste­hen lassen. Und bess­er über die Musik sprechen, die der 29-Jährige macht.

»Don’t mention the four!«

»Don’t men­tion the four«, titelt die Sun, wie ich finde, äußerst ele­gant und stellt eine herzzer­reißende Foto­strecke online. Mein Lieblings­bild: Ser­e­na und Dave bei ihrem »World­cup Hon­ey­moon 2010«. By the way: Nie hätte ich eine so faire englis­che Presse erwartet. Kudos to you! Ach ja: Der Boston Globe wid­met der WM sog­ar eine sein­er großar­ti­gen Big-Picture-Strecken.

Kein ctrl+z

Das Ver­hält­nis zwis­chen Blog­gern und Zeitun­gen war und ist nicht immer das beste. Seit einiger Zeit aber hat die FAZ mit ihren Blogs ihren Teil dazu beige­tra­gen, das zu ändern. Eines der Blogs, das von Michael See­mann alias mspro, hat es nun erwis­cht. Es ist gelöscht wor­den, ver­mut­lich, weil sich die FAZ es nicht gefall­en lassen wollte, dass mspro einen Artikel, den die Redak­tion aus bil­drechtlichen Grü­nen offline genom­men hat, ohne Bilder eigen­mächtig wieder ins Netz gestellt hat (mspros Darstel­lun­gen find­et sich hier). Man kann nun darüber stre­it­en, ob das ver­hält­nis­mäßig war, man kann darüber spekulieren, ob hin­ter dem kleinen Eklat Frank Schirrma­ch­er steckt, man kann sich Sor­gen um die Texte machen, in denen See­mann vom Kon­trol­lver­lust im Netz geschrieben hat (und sich freuen, dass sie dank der Errun­gen­schaften des Inter­nets nicht ver­loren sind). Doch das alles ist nur halb so wild, denkt man an die Konsequenzen.