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Free Burma!

Robert Basic hat für heute die Blog­ger zur Sol­i­dar­ität mit den Men­schen in Bur­ma aufgerufen. Eine gut gemeinte Aktion, deren Nutzen aber umstrit­ten ist. Daher verbinden wir sie mit eini­gen guten Nachrichten.

Machtinstrument

Der Zeichen­s­tift ist ein mächtiges Werkzeug, vor allem für diejeni­gen, die keine Bilder ken­nen und wollen — sie fühlen sich belei­digt und ange­grif­f­en. Die in der Jyl­­lands-Posten veröf­fentlicht­en Mohammed-Karika­­turen erfüllen aber keinen strafrechtlichen Tatbe­stand und sind unan­tast­bar durch die Presse­frei­heit legit­imiert, die in Däne­mark noch um einiges bess­er geschützt ist, als hierzu­lande. Durch das Unver­ständ­nis auf bei­den Seit­en bleiben die Fra­gen nach Recht­fer­ti­gung und Sat­is­fak­tion die wichtig­sten Tage­sor­d­nungspunk­te im eskalieren­den Stre­it. Während es der logis­che Schritt für die Regierun­gen des Iran oder Libyens war, auf den ver­lock­end langsam fahren­den Zug aufzus­prin­gen und die Zeich­n­er (und mit ihnen gemein­sam die Zeitung, den Ver­lag und die Regierung) an den Pranger zu stellen, hätte der Umkehrschluss nicht gel­ten, die Karika­turen keine poli­tis­che Frage wer­den dür­fen. Erst durch die teils hil­flosen Beschwich­ti­gungsver­suche von europäis­ch­er Seite ist der Stre­it zu einem Poli­tikum gewor­den. Erst durch dieses Schuldeingeständ­nis hat man den Fun­da­men­tal­is­ten die Bühne zum Protest bere­it­et. Wie wohl hätte man im Nahen und Mit­tleren Osten reagiert, wenn die Europäer nach den Holo­­caust-Leug­­nun­­gen eines Mah­mut Ahmadined­schad auf die Straße gegan­gen wären, Muslime …