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Ich weiß, was ich letzten Sommer getan habe

Am 8. Juli 2010 etwa, dem Tag nach der so bit­teren 0:1‑Niederlage gegen Spanien, habe ich etwas über Aut­ofäh­nchen mit Halb­mast­funk­tion getwit­tert. Auf Face­book war an diesem Tag Funkstille, genau­so wie am Tag davor und am Tag danach. Sauber aufge­fädelt wie an ein­er Schnur liegen sie vor mir, meine Tweets, Posts und Fotos — »Mem­olane«, nach Angaben der Mach­er (die übri­gens in Kopen­hagen sitzen gegrün­det wur­den und in San Fran­cis­co sitzen) eine »time machine for the web«, hat heute wieder einige sein­er Beta-Invites ver­schickt. Und nach dem ersten Blick bleibt mir nicht viel als Begeis­terung, wenn auch mit einem Schuss Zurück­hal­tung. Das Konzept kön­nte aufge­hen, dabei ist es eigentlich recht simpel.

Heimatlose Orchester

To pro­tect your per­son­al data, your con­nec­tion to Twit­ter has been blocked.Click on Load post to unblock Twit­ter.By load­ing the post you accept the pri­va­cy pol­i­cy of Twit­ter.More infor­ma­tion about Twit­ter’s pri­va­cy pol­i­cy can be found here Twit­ter Pri­va­cy Pol­i­cy. Do not block Twit­ter posts in the future any­more. Load post Nebras­ka ist wohl nicht ger­ade der Bun­desstaat, den man als den Hort der US-amerikanis­chen Kreativ­ität beze­ich­nen wür­den. Wer jedoch Tim Siedell schon ein­mal über den dig­i­tal­en Weg gelaufen ist, beispiel­sweise in Form seines Twit­ter-Accounts @badbanana, der weiß, dass Nebras­ka irgen­det­was haben muss. Aus­gerech­net hier näm­lich hat Siedell (dessen Avatar aus­gerech­net Wer­bele­gende David Ogilvy zeigt), vor zehn Jahren seine Kom­mu­nika­tion­sagen­tur Fuse Indus­tries gegrün­det, die durch den Siedell eige­nen Humor und einen kräfti­gen Schuss Under­state­ment glänzt: »Our stu­dio was fea­tured in the July, 2005 edi­tion of Com­mu­ni­ca­tion Arts. We also became the first Amer­i­cans to win the Finan­cial Times of Lon­don’s World’s Tough­est Briefs com­pe­ti­tion. I’ve won a bunch of oth­er cre­ative awards, but not since 2000 (our stu­dio does not enter cre­ative award shows). Mostly, …

Der Chaos Blogger Club

Ich gebe zu, ich habe es ziem­lich leicht. Mein Blog besuchen tagtäglich eine Hand voll Leute, manche kom­men wieder, einige kenne ich per­sön­lich. Doch die Zahlen bleiben über­schaubar, und insofern brauche ich mir um die Ver­wal­tung mein­er Kom­mentare keine beson­ders großen Sor­gen zu machen. Ein Spam­fil­ter tren­nt Gut von Böse, und selb­st wenn ein­mal zehn oder mehr Kom­mentare untere­inan­der ste­hen, find­et man sich immer noch recht gut zurecht. Bei anderen Blog­gern, ins­beson­dere bei denen, die in diversen Ran­glis­ten die oberen Plätze ein­nehmen, sieht das schon ganz anders aus, kom­men bei diesen doch leicht ein­mal 20 oder 30, manch­mal sog­ar 100 oder mehr Kom­mentare zusam­men, wenn das The­ma es hergibt. Das freut mich, aber es führt auch zu unnöti­gen Problemen.

Als das Heute noch morgen war

Horst W. Opaschows­ki ist so etwas wie der Kurzzeit-Nos­­tradamus unser­er Tage. Man nen­nt ihn auch Mr. Zukun­ft, schlicht deshalb, weil er so gut wie alles voraus­sagt, was sich so voraus­sagen lässt. Natür­lich nicht mehr anhand eines Blicks in die Sterne oder irgendwelch­er Séan­cen, son­dern auf­grund von soli­den, wis­senschaftlichen Berech­nun­gen. 1997, vor 13 Jahren also, hat Opaschows­ki ein Buch geschrieben, das den Titel «Deutsch­land 2010: Wie wir mor­gen leben — Voraus­sagen der Wis­senschaft zur Zukun­ft unser­er Gesellschaft» trägt. Man darf sich nun nicht davon verun­sich­ern lassen, dass dieses Buch sein­erzeit die British Amer­i­can Tobac­co her­aus­gegeben hat, deren Stiftung unter­hält das Freizeit­­forschungs-Insti­­tut, für das Opaschows­ki damals gear­beit­et hat, so ein­fach ist das. Heute nun haben wir 2010, Zeit also, ein­mal nachzuschauen, was man 1997 alles gedacht hat über unser heutiges Heute. Was man erwarten darf und was nicht, schreibt Opaschows­ki schon in der Ein­leitung: «Große gesellschaftliche Ereignisse sind nicht prog­nos­tizier­bar, auch Kriege und Krisen nicht — voraus­sag­bar aber sind die Lebens­ge­wohn­heit­en der Men­schen.» Nun gut, dann eben die. Und neben der Arbeitswelt, der Konsum‑, Sport‑, Urlaubs‑, Kultur- …

Der Berg der Schnee und Er

Das mit den Pro­duk­tion­sprozessen und dem Netz ist ja inzwis­chen ein alter Hut. Wir alle haben inzwis­chen Teil an der Entste­hung von dig­i­talem Zeug. Tobias Wim­bauer aber hat jet­zt ein Pro­jekt ges­tartet, das ich neugierig beäuge: Er schreibt an ein­er Erzäh­lung mit dem Arbeit­sti­tel «Der Berg der Schnee und ich». Und: Er lässt uns teil­haben. Denn er ver­sucht es ein­mal mit öffentlichem Schreiben, wie er schreibt: «Ich twit­tere mit einem neuen Twit­ter (Zweit-)Account die Erzäh­lung, Satz für Satz.» So sind bish­er 20 Tweets zus­tande gekom­men. Der erste Satz nach Über­schrift und der Kapitelz­if­fer «1» lautete: «Haaal­lo…», der let­zte bish­er: « ‹Scheis­skalt, nicht wahr›, sagte er.» Ver­fol­gen. Bitte.