Author: Trotzendorff

So sieht guter Service aus

Es gibt nicht viele Fir­men, die mich mit ihrem Ser­vice bis jet­zt wirk­lich begeis­tern kon­nten, ins­beson­dere mit Call­cen­tern ste­he ich eher auf dem Kriegs­fuß. Und man liest ja auch son­st wenig Gutes. Doch manch­mal gibt es auch da pos­i­tive Über­raschun­gen, so etwa heute mit einem Anruf beim Kun­denser­vice von Bur­da. Vor einem Jahr hat­te ich dort ein Geschenk­abo von «Meine Fam­i­lie & Ich» bestellt, das ich heute kündi­gen wollte. Lei­der ohne eine Kun­den­num­mer oder etwas ähn­lich­es zur Hand zu haben, also musste ich es auf gut Glück ver­suchen. Nach ein­er kurzen Ban­danasage hat­te ich eine junge Dame an der Strippe, der ich mein Prob­lem schilderte. Ihre Antwort? «Das ist gar kein Prob­lem, Herr Blaschke, ich hab hier schon alles auf dem Schirm, die Kündi­gung habe ich aufgenom­men, die Bestä­ti­gung bekom­men sie dann per Post.» Ich war wohl tat­säch­lich zu baff, um zu fra­gen, wie sie das gemacht hat. Wahrschein­lich ist die Antwort ganz ein­fach, wahrschein­lich anhand mein­er Tele­fon­num­mer. Den­noch: So sieht guter Ser­vice für mich aus. Da kon­nte ich es auch verkraften, dass sie mir am …

Ich ging in die Wälder

Soll heißen: Urlaub, Som­mer­pause und vor allem: drei Wochen Offline. Ich werde Zeit haben für Gedanken, darüber, wie ich das kün­ftig hal­ten will mit dem Bloggen, dem Twit­tern, dem Inter­net, worüber es sich lohnt, eine Mei­n­ung zu haben und wann es sich lohnt, sie auszu­plap­pern. Ich werde einen Film drehen und anfan­gen, einen Roman zu schreiben. Ich werde einen Artikel für einen guten Zweck ver­fassen und ein Buch lesen, bei dem ich Trä­nen in den Augen hat­te, als ich es bekam. Ich werde angeln, grillen, schwim­men, Beeren sam­meln, Elche suchen, jeden Abend Son­nenun­tergänge bestaunen, Boot fahren, Piroggen essen, in die Sauna gehen, Bier auf dem Steg trinken, mit der Sonne auf­ste­hen und mit ihr ins Bett gehen. Ich werde mich nicht darum scheren, was irgend­wo auf dieser Welt passiert, dafür aber umso mehr um mich. Es wird Momente geben, in denen ich dankbar bin, nichts zu hören, außer der Stille, dafür aber inten­siv­er zu riechen, zu sehen, zu schmeck­en, zu fühlen. Es wird ein­sam sein, ich aber nicht alleine. Dafür gehe ich in die Wälder.

Tetris is for Sissies

Seien wir doch mal ehrlich: Ver­schiedene Klötzchen inner­halb eines fest­gelegten Rasters ineinan­derzustapeln, ist eigentlich keine große Her­aus­forderung. Ja, gut, es macht Spaß. Mehr aber irgend­wie auch nicht, oder? Trotz­dem ist Tetris eines der erfol­gre­ich­sten Com­put­er­spiele über­haupt gewor­den. Doch es gibt Konkur­renz, zumin­d­est für das iPhone. Zwar nicht so ziel­grup­pe­nun­ab­hängig wie das Orig­i­nal, dafür aber sich­er einen Hap­pen orig­ineller: Kern (App lei­der nicht mehr erhältlich). Die Entwick­ler von For­ma­tion nen­nen es eine «min­i­mal­ist typog­ra­phy expe­ri­ence» und genau das ist es auch. Ziel: Einen fehlen­den Buch­staben möglichst pass­ge­nau in einem Wort platzieren, das, ähn­lich wie die Tetris-Klötzchen, nach unten sinkt. Dabei wer­den die Platzierungs­ge­nauigkeit gemessen und die Punk­te anhand der Schrift­größe errech­net. Bei zu viel Abwe­ichung von der per­fek­ten Lin­ie ver­liert man einen von fünf «lig­a­ture tokens», sind alle Token aufge­braucht, ist man tot. Sozusagen. Wer sich das ein­mal in Echt anschauen will, kann sich entwed­er bei Vimeo die Videode­mo zu Gemüte führen oder das Spiel ein­fach für 79 Cent im App-Store run­ter­laden. Doch Vor­sicht! Es macht abhängig. Und wer das dann irgend­wann gewor­den ist, der kann …