Author: Trotzendorff

Kuttner adé

Es passiert nicht oft, dass ich so etwas tue. Und ich ver­spreche, es wird so schnell nicht wieder vorkom­men. Aber heute muss es sein. Kut­tner, die Show geht nach diesem Som­mer bei MTV vom Netz. Soweit so gut, und auch Frau Kut­tner scheint das eher gelassen zu sehen. Doch muss an dieser Stelle ein Aufruf erfol­gen an all die Fernsehsender, die Madame K. noch nicht im Pro­ramm haben, mit eini­gen Aus­nah­men vielle­icht. Gibt es nicht irgend­wo einen clev­eren, zukun­ft­slieben­den Chefredak­teur, der für die einzig intel­li­gente, char­mante (um nicht zu sagen hüb­sche) und nicht vol­lkom­men maulfaule Talk­mas­terin im deutschen Fernse­hen (oder hat irgendw­er in let­zter Zeit Char­lotte Roche auf dem Bild­schirm gese­hen?) eine Sendung zurechtschnibbeln lassen kann? Muss ja nicht zusam­men mit ihrem Kom­pan­ion sein, sowas wie Schmidt für Stu­den­ten und solche, die es bleiben wollen täte es ja. Nein wirk­lich. Sarah Kut­tner aus dem Pro­gramm zu nehmen (wegen der Quote! Ha!) ist nicht in Ord­nung. Und hier gibt es natür­lich keinen Auf­schrei. Nur eine kleine Mel­dung vom Spiegel. Frau Merkel schweigt. Alle anderen auch. Und was …

Rock!

Heute abend wird im Bon­ner Haus der Geschichte mal wieder eine lohnenswerte Ausstel­lung eröffnet. Der pro­gram­ma­tis­che Titel: »Rock! Jugend und Musik in Deutsch­land«. Das kön­nte eine plat­te, stereo­type Ver­anstal­tung sein — ist es aber nicht. 1.200 Exponate aus 50 Jahren Musikgeschichte, von Elvis und den unver­mei­dlichen Ner­ven­sä­gen Stones über Fehl­far­ben(die im August zusam­men mit den H‑Blockx auch auf ein Gast­spiel kom­men) bis hin zuTokio Hotel. Oder, auf der anderen Seite des Vorhangs von City über die Klaus Ren­ft Com­bobis hin zu den Puhdys. Ein wenig selt­sam zwar, dass zwis­chen­drin auch Hip Hop oder dieLove Parade behan­delt wer­den, aber gut; Neues entste­ht aus Altem, soweit kann man das Konzept nachvol­lziehen. Und auch über die Tren­nung zwis­chen echtem Rock und anderen Stilen kön­nte man tre­f­flich stre­it­en. Ob das aber Sinn macht? Span­nend sind ein­fach die kleinen Geschicht­en, die in der Ausstel­lung erzählt wer­den. Zum Beispiel die von dem Brief, den Elvis via Bra­vo an seine deutschen Fans geschrieben hat. Oder die von dem BAP-Konz­ert in der DDR, das eines Songs wegen wieder abge­sagt wer­den musste. Oder die von …

GCMC Cologne

Noch gut eine Woche, dann find­en am kom­menden Pfin­gst­woch­enende in Köln dieDeutschen Meis­ter­schaften der Fahrrad­kuriere statt. Das vol­lkom­men bek­loppte Team hat sich die Aben­teuer­hallen in Kalk als Ver­anstal­tung­sort aus­ge­sucht und das fol­gende, ful­mi­nante Pro­gramm auf die Beine gestellt: Nun wird die Frage aufkom­men, wer solche Events macht, braucht, besucht. Schauen Sie ein­fach hier vor­bei und fol­gen Sie den Links. Übri­gens: Trotz über 100 Anmel­dun­gen bis dato ist zu bezweifeln, dass auch nur ein­er der auswär­ti­gen Gäste den Ver­suchun­gen der Kölschen Gast­fre­und­schaft wider­ste­hen und das Haup­tren­nen nüchtern bestre­it­en kann. Daher find­et Ihr mich am Son­ntag abend wohl oder übel alleine bei der Siegerehrung. Zum ersten Mal auf dem Trep­pchen, ich freu mich drauf!

Afiyet Olsun

Das SZ-Mag­a­zin muss zwar in let­zter Zeit etwas häu­figer ohne mich als Leser auskom­men, doch wozu hat man seine Fam­i­lie? In ein­er der let­zten Aus­gaben hat Axel Hacke in sein­er Kolumne auf eine wun­der­volle Inter­net­seite (inzwis­chen offline) hingewiesen, die mir in der E‑Mail mein­er Schwest­er so vorgestellt wurde: Der Tipp stammt von einem Her­rn K. aus Mit­ten­wald und macht doch neugierig. So also habe ich mir als Fre­und der türkischen Küche gle­ich ein­mal einige der leck­er klin­gen­den Rezepte angeschaut. Da wären so her­rliche Spezial­itäten wie »Schenkel der Frau Kofte«, »Atem Mit Pilz« oder »Kun­stiEr­würgt Salat«. Ich muss Sie allerd­ings vor­war­nen. Um solche Gerichte zuzu­bere­it­en, sollte man so einiges an Vorken­nt­nis­sen mit­brin­gen. Ohne einen gescheit­en »Hieb-Salat«, eine »gestellte Soße« oder »Blut­geschwür-Reis« hinzubekom­men, wird das alles nichts wer­den. Auch von Vorteil ist es, an Tal­en­ten von Haus aus einiges mitzubrin­gen: Ver­ständi­gung »auf einem einge­fet­teten Back­­en-Bet­­tuch«, sich selb­st mit Hack­fleisch ver­mis­chen oder »die pis­ta­chio Wahnsin­ni­gen« schleifen gehört noch zu den leichteren Übun­gen. Dabei fällt mir ein — hat hier nebe­nan nicht let­zte Woche ger­ade ein türkisches Restau­rant eröffnet?