Es gibt Bilder, deren Geheimnis ist erst auf den zweiten Blick erkennbar. Das von Designer Dylan Roscover gemachte Porträt von Apple-Chef Steve Jobs ist eines davon. Roscover hat es nicht einfach hingepinselt, er hat es aus Wörtern der Apple-Kampagne «Think Different» zusammengesetzt. Auf Deviantart schreibt er dazu: «This is a typeface-driven design based on the «Here’s to the crazy ones» ad campaign from Apple in the 90s, using Motter Tektura, Apple Garamond, Myriad, Univers, Gill Sans, and Volkswagen AG Rounded, fonts present in Apple branding and products.» Nicht nur, dass mir die Zeit und vor allem eine gehörige Portion Talent und Handwerk fehlen würden, um so etwas zu basteln. Allein schon die Idee macht mich neidlos neidisch. Das Porträt in Originalgröße, zum Ganzgenauhingucken, gibt es hier.
Latest Posts
Die Sache mit der Telearbeit
Aus einem Artikel («Ungeliebte Infobahn») von Uwe Jean Heuser aus der Zeit von 1995:
Und heute? Heute («Unser Leben im Netz», 2008) schreibt Heuser gemeinsam mit Gero von Randow:
[sic]
Russische U‑Boot-Musik
Gary Lightbody, Sänger von Snow Patrol, macht endlich ein Solo-Projekt. Der Mann, der mich wie kein zweiter bisher bei einem Liveauftritt wirklich sprachlos gemacht hat, sagte der BBC: «Vieles von dem Zeug, dass ich vor kurzem geschrieben habe, ist so abgedreht, dass es einfach nicht auf eine Snow-Patrol-Platte passen würde.» Nicht, dass ich Snow Patrol nicht schon großartig genug finden würde, in diesem Mann aber steckt offensichtlich noch so viel Energie (Man höre sich nur so großartige Projekte wie «The Reindeer Section» oder «Mogwai» an), dass es mehr braucht als nur eine Band. Die beiden Platten sollen fertig sein und als «Listen Tank» — wie auch schon die letzten drei Snow-Patrol-Alben mit Jacknife Lee produziert — und «Tired Pony», eine — Obacht! — Country-LP, auf den Markt kommen. «Ich nenne es russische U‑Boot-Musik», sagt Lightbody zu «Listen Tank», seine Stimme, die er, viel mehr noch als die Gitarre, als Instrument eingesetzt habe, klinge wie ein Unterwasserchor. Wann die Alben erscheinen, ist noch nicht raus, allen, die die Ungeduld wie mich aber jetzt schon auffrisst, sei nebenstehendes Video empfohlen (Cut La Roc featuring Gary Lightbody: «Fallen»), das einen Eindruck davon vermittelt, was kommen könnte.(Update) Gary Lightbody hat sich übrigens hinter die Betreiber von Pirate Bay gestellt, nachzulesen unter anderem bei nme.com.
Das Internet? Egal …!
(Update) Um es vorweg zu sagen: Dies kann noch kein Fazit sein. Nur ein erster Eindruck, vom ersten Tag beim Medientage Mitteldeutschland. «Verändern und Verantworten» heißt das Motto, von Veränderung habe ich heute noch nicht viel gehört, lediglich das Wort «Bedrohung» fiel im Zusammenhang mit dem Internet des Öfteren. Doch wenn «Verantworten» in diesem Fall etwas mit Bewahren des Status Quo zu tun hat, gibt es nicht wenige, die das Ziel der drei Tage wohl schon erreicht haben. Zwei Panels, in Leipzig heißt das noch «Diskussionen», habe ich mir angehört («Politiker und Journalisten — Wie wirken Zahlen und Stimmungen in der Krise?» und «Jugendliche in neuen Medienwelten — Wohin geht die Jugend?»), vielversprechende Titel bei beiden inklusive, einen muffigen Nachgeschmack auch. Read More
50 zu 37 für das Böse
Vor knapp drei Monaten habe ich einen Artikel zum nofollow-Attribut geschrieben, der sich seitdem zu einem der meistgelesenen dieses Blogs entwickelt hat. Doch das Attribut hat prominente Unterstützer und dass der Kampf dagegen keiner der Sorte «Quick & Dirty» ist, war mir durchaus klar. Auf die Frage, für welche Links das Attribut genutzt werden sollte, antwortet etwa das offizielle Google-Blog:
Da darf man sich nicht wundern, dass nofollow immer noch durch einen Großteil der Blogosphäre geistert. Ich habe mir einfach mal die Mühe gemacht, die laut Blogcharts 100 populärsten Blogs zu durchsuchen und eine Statistik aufzustellen. Das Ergebnis ist zwar besser, als ich dachte, aber immer noch ernüchternd:
Blogs ohne nofollow: 37
Die übrigen 13 Blogs lassen entweder gar keine Kommentare zu, verlinken sie prinzipiell nicht oder lassen sich aus anderen Gründen nicht in einer solchen Statistik führen. Obwohl sich inzwischen vielerorts die Ansicht durchgesetzt hat, dass sich ins eigene Fleisch schneidet, wer nicht verlinkt, ist hier offensichtlich noch eine Menge Aufklärungsarbeit zu leisten.