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Steven Paul Jobs

Es gibt Bilder, deren Geheim­nis ist erst auf den zweit­en Blick erkennbar. Das von Design­er Dylan Roscov­er gemachte Porträt von Apple-Chef Steve Jobs ist eines davon. Roscov­er hat es nicht ein­fach hingepin­selt, er hat es aus Wörtern der Apple-Kam­pagne «Think Dif­fer­ent» zusam­menge­set­zt. Auf Deviantart schreibt er dazu: «This is a type­face-dri­ven design based on the «Here’s to the crazy ones» ad cam­paign from Apple in the 90s, using Mot­ter Tek­tu­ra, Apple Gara­mond, Myr­i­ad, Univers, Gill Sans, and Volk­swa­gen AG Round­ed, fonts present in Apple brand­ing and prod­ucts.» Nicht nur, dass mir die Zeit und vor allem eine gehörige Por­tion Tal­ent und Handw­erk fehlen wür­den, um so etwas zu basteln. Allein schon die Idee macht mich nei­d­los nei­disch. Das Porträt in Orig­i­nal­größe, zum Ganz­ge­nauhin­guck­en, gibt es hier.

Die Sache mit der Telearbeit

Aus einem Artikel («Ungeliebte Infobahn») von Uwe Jean Heuser aus der Zeit von 1995:

Beson­ders stark wird die Telear­beit in das gewohnte Leben viel­er Men­schen ein­greifen. Immer mehr Beruf­stätige wer­den zu Hause oder unter­wegs am Com­put­er arbeit­en und die Früchte ihres Wirkens nur noch per Daten­leitung in die Fir­ma schick­en. Oft genug wer­den sie nur für kurze Zeit angestellt sein, Teilzeit arbeit­en oder als Selb­ständi­ge operieren. Die Fol­gen sind gewaltig: Die Gren­ze zwis­chen Arbeit­nehmern und Selb­ständi­gen wird ver­wis­cht, vielfach lassen sich die Schutzregeln aus Arbeits­ge­set­zen und Tar­ifverträ­gen nicht mehr anwenden.

Und heute? Heute («Unser Leben im Netz», 2008) schreibt Heuser gemein­sam mit Gero von Randow:
Nehmen wir die Arbeit. Als das Inter­net aufkam, dacht­en viele Experten, nun löse sich die alte Arbeitswelt auf, und wir wür­den alle zu selb­st­ständi­gen Anbi­etern unser­er eige­nen Arbeit­skraft wer­den — online, im Büro, im Wohnz­im­mer und, ganz toll, am Strand. Doch das war zu ein­fach gedacht, es kam nicht so. Die meis­ten von uns haben nach wie vor einen Arbeit­ge­ber, haben Arbeit­szeit­en und einen außer­häus­lichen Arbeitsplatz.

[sic]

Russische U‑Boot-Musik

Gary Light­body, Sänger von Snow Patrol, macht endlich ein Solo-Pro­jekt. Der Mann, der mich wie kein zweit­er bish­er bei einem Liveauftritt wirk­lich sprach­los gemacht hat, sagte der BBC: «Vieles von dem Zeug, dass ich vor kurzem geschrieben habe, ist so abge­dreht, dass es ein­fach nicht auf eine Snow-Patrol-Plat­te passen würde.» Nicht, dass ich Snow Patrol nicht schon großar­tig genug find­en würde, in diesem Mann aber steckt offen­sichtlich noch so viel Energie (Man höre sich nur so großar­tige Pro­jek­te wie «The Rein­deer Sec­tion» oder «Mog­wai» an), dass es mehr braucht als nur eine Band. Die bei­den Plat­ten sollen fer­tig sein und als «Lis­ten Tank» — wie auch schon die let­zten drei Snow-Patrol-Alben mit Jack­nife Lee pro­duziert — und «Tired Pony», eine — Obacht! — Coun­try-LP, auf den Markt kom­men. «Ich nenne es rus­sis­che U‑Boot-Musik», sagt Light­body zu «Lis­ten Tank», seine Stimme, die er, viel mehr noch als die Gitarre, als Instru­ment einge­set­zt habe, klinge wie ein Unter­wasser­chor. Wann die Alben erscheinen, ist noch nicht raus, allen, die die Ungeduld wie mich aber jet­zt schon auf­frisst, sei neben­ste­hen­des Video emp­fohlen (Cut La Roc fea­tur­ing Gary Light­body: «Fall­en»), das einen Ein­druck davon ver­mit­telt, was kom­men könnte.(Update) Gary Light­body hat sich übri­gens hin­ter die Betreiber von Pirate Bay gestellt, nachzule­sen unter anderem bei nme.com.

Das Internet? Egal …!

(Update) Um es vor­weg zu sagen: Dies kann noch kein Faz­it sein. Nur ein erster Ein­druck, vom ersten Tag beim Medi­en­t­age Mit­teldeutsch­land. «Verän­dern und Ver­ant­worten» heißt das Mot­to, von Verän­derung habe ich heute noch nicht viel gehört, lediglich das Wort «Bedro­hung» fiel im Zusam­men­hang mit dem Inter­net des Öfteren. Doch wenn «Ver­ant­worten» in diesem Fall etwas mit Bewahren des Sta­tus Quo zu tun hat, gibt es nicht wenige, die das Ziel der drei Tage wohl schon erre­icht haben. Zwei Pan­els, in Leipzig heißt das noch «Diskus­sio­nen», habe ich mir ange­hört («Poli­tik­er und Jour­nal­is­ten — Wie wirken Zahlen und Stim­mungen in der Krise?» und «Jugendliche in neuen Medi­en­wel­ten — Wohin geht die Jugend?»), vielver­sprechende Titel bei bei­den inklu­sive, einen muf­fi­gen Nachgeschmack auch. Read More

50 zu 37 für das Böse

Vor knapp drei Monat­en habe ich einen Artikel zum nofol­low-Attrib­ut geschrieben, der sich seit­dem zu einem der meist­ge­le­se­nen dieses Blogs entwick­elt hat. Doch das Attrib­ut hat promi­nente Unter­stützer und dass der Kampf dage­gen kein­er der Sorte «Quick & Dirty» ist, war mir dur­chaus klar. Auf die Frage, für welche Links das Attrib­ut genutzt wer­den sollte, antwortet etwa das offizielle Google-Blog:

We encour­age you to use the rel=«nofollow» attribute any­where that users can add links by them­selves, includ­ing with­in com­ments, track­backs, and refer­rer lists. Com­ment areas receive the most atten­tion, but secur­ing every loca­tion where some­one can add a link is the way to keep spam­mers at bay.

Da darf man sich nicht wun­dern, dass nofol­low immer noch durch einen Großteil der Blo­gosphäre geis­tert. Ich habe mir ein­fach mal die Mühe gemacht, die laut Blogcharts 100 pop­ulärsten Blogs zu durch­suchen und eine Sta­tis­tik aufzustellen. Das Ergeb­nis ist zwar bess­er, als ich dachte, aber immer noch ernüchternd:

Blogs mit nofol­low: 50
Blogs ohne nofol­low: 37

Die übri­gen 13 Blogs lassen entwed­er gar keine Kom­mentare zu, ver­linken sie prinzip­iell nicht oder lassen sich aus anderen Grün­den nicht in ein­er solchen Sta­tis­tik führen. Obwohl sich inzwis­chen vielerorts die Ansicht durchge­set­zt hat, dass sich ins eigene Fleisch schnei­det, wer nicht ver­linkt, ist hier offen­sichtlich noch eine Menge Aufk­lärungsar­beit zu leisten.