Die Debatte um Qualitätsjournalismus, Blogger und das Internet ist nicht neu, wird derzeit aber so heftig geführt wie selten zuvor. Die viel zitierten Artikel von Susanne Gaschke (Der Artikel ist bei faz.net leider nicht mehr zu finden) oder Miriam Meckel sind da nur zwei Beispiele. Stefan Niggemeier hat genau zu diesem Thema gestern einen langen und in vielen Punkten wahren Blogbeitrag (inzwischen offline) verfasst, den er selbst «Wutmäander» nennt. Eine schöne Wortschöpfung. Was Stefan Niggemeier jedoch nicht thematisiert — und das soll überhaupt kein Vorwurf sein — ist ein neuer Graben, der sich derzeit seinen Weg durch die Medienlandschaft bahnt. Read More
Latest Posts
Dieter Bohlen und das Filesharing
Es gibt schon viele Menschen, die sich ähnlich zum Thema Filesharing geäußert haben, von Dieter Bohlen aber hätte ich wahrlich anderes erwartet. Vor allem vor eineinhalb Jahren.
Im Schloss (6)
Plus 90,5 Prozent
Zitat Meedia: «Erstaunlich ist der unglaubliche Zuwachs des noch frischen Angebotes News.de. Das Plus von 90,5% kann selbstverständlich nicht mit natürlichem Wachstum begründet werden. Stattdessen liegt nahe, dass Betreiber Unister massiv für News.de geworben hat oder in Sachen SEO und SEM nachgelegt hat. Wie auch immer: Mit nun 2,00 Mio. Visits gelang es, den direkten Netz-Nachrichten-Konkurrenten netzeitung.de zu überholen. Bitter für die Netzeitung.»
Wie mächtig ist das Netz?
Die einen halten den Erfolg der Online-Petition gegen die geplanten Kinderpornosperren für ein Strohfeuer, die anderen feiern ihn als einen Triumph des Internets. Doch kann das Netz wirklich die Demokratie verändern? Dieser Frage bin ich für news.de heute nachgegangen.
Innerhalb von vier Tagen hat die Online-Petition gegen die Internetsperren mehr als 55.000 Unterstützer gefunden, mobilisiert auch durch Blogbeiträge und Twitter. «So langsam können wir anfangen, mit Blogs Politik zu machen», sagt auch der Gründer von Spreeblick, einem der meistgelesenen deutschen Blogs, Johnny Haeusler. Doch stimmt das auch?
Zunächst die Fakten: Die derzeitige Petition ist eine der erfolgreichsten überhaupt, nicht wenige fristen ein klägliches Dasein mit einer Handvoll Unterzeichner. Zwar bekam im Juni 2008 die Petition zur «Halbierung der Besteuerung von Diesel und Benzin» mit 128.193 Unterstützern deutlich mehr Zuspruch. Für diese aber war noch keine Anmeldung mit Name und E‑Mail-Adresse nötig. Seit Oktober 2008 ist das Pflicht, «dadurch ist die Online-Petition restriktiver, aber auch wahrhaftiger geworden», so ein Sprecher des Petitionsausschusses im Bundestag. Und: Für die aktuelle Petition sind noch zwei Wochen Zeit.
Nun muss man sich das Internet anders vorstellen, als viele das offensichtlich tun. So etwas wie eine «Internetgemeinde» oder «die Blogosphäre» gibt es nicht. Doch es bilden sich Strukturen, sagt Blogger Markus Beckedahl (netzpolitik.org): «Die so genannten Early Adopters, die mit dem Internet aufgewachsen sind und die sich sonst politisch nicht äußern würden, fungieren inzwischen als Multiplikatoren an den wichtigen Schnittstellen im Netz.»
Weiterlesen? Den gesamten Text finden sie auf news.de, wie auch einen Kommentar zum selben Thema («Der Knoten ist geplatzt»).