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A Year of Edits

Obwohl es nur um etwas so ratio­nales wie eine Land­karte geht, ein wun­der­schönes Video. Irgend­wie so glob­al-roman­tisch. Das Pro­jekt dahin­ter ist übri­gens eben­falls sehr zu empfehlen: Bei Open­StreetMap han­delt es sich um eine Wiki-Karte, einen Atlas also, der — ähn­lich wie Wikipedia — von den Nutzern edi­tiert wird und dadurch frei und kosten­los ver­füg­bar ist: «Dieses Pro­jekt wurde begonnen, weil so ziem­lich alle Karten, von denen man glaubt, dass sie von jedem für alle Zwecke und kosten­los ver­wend­bar sind, tat­säch­lich aus tech­nis­chen und rechtlichen Grün­den lei­der nur eingeschränkt nutzbar sind. Dadurch wird ver­hin­dert, dass Leute diese Karten in kreativ­er und pro­duk­tiv­er Weise ein­set­zen kön­nen. Open­StreetMap möchte diesem unglück­lichen Zus­tand abhelfen.» Und wer sehen will, wie rasend schnell sich dieses Pro­jekt alleine im Jahr 2008 weit­er­en­twick­elt hat, der schaue sich das Video an. Beeindruckend.

Brauchen wir ein iTunes für Nachrichten?

Keine Frage, das Inter­net hat so manche Branche in den ver­gan­genen Jahren mächtig durcheinan­dergewirbelt — allen voran die Musikin­dus­trie. Zunächst von Raubkopier­ern gepiesakt, war es vor allem Apples iTunes-Store, der die Nutzer weltweit dazu brachte, auch für dig­i­tale Musik wieder Geld auf den Tisch zu leg­en. Wie David Carr in der New York Times schreibt, ist das Geschäft der großen Labels zwar um einiges klein­er gewor­den, doch seien sie schließlich immer noch im Geschäft. Auch dank Steve Jobs. In seinem Artikel «Let’s Invent an iTunes for News» schreibt Carr weit­er: «Diejeni­gen von uns, die im Nachricht­engeschäft sind, kön­nen wohl kaum für die Hoff­nung getadelt wer­den, jemand wie er käme des Weges und würde unser Geschäft mit dem sel­ben Trick ruinieren: Indem er die Mil­lio­nen Nutzer, die ihre Nachricht­en jeden Tag umson­st bekom­men, davon überzeugt, dass es Zeit ist, dafür zu zahlen.»

Was Carr hier anstößt, ist die lange schwe­lende Debat­te darüber, wie Nachricht­en im Inter­net bezahlt wer­den kön­nen. Dafür zitiert er unter anderem den Telekom­mu­nika­tion­s­an­a­lytik­er Craig Mof­fett mit den Worten, die Ansicht, die enor­men Kosten für echte Berichter­stat­tung kön­nten von Wer­be­ban­nern am Seit­en­rand, ein­er Google-Such­box oder Wer­beteasern vor Nachricht­en­videos abgesichert wer­den, sei auf den ersten Blick idi­o­tisch. Und Carr macht gle­ich noch ein zweites Fass auf, indem er das, was in Deutsch­land gerne Bürg­er­jour­nal­is­mus genan­nt wird, kurz­er­hand abwatscht. Aufhänger für ihn ist ein Artikel von Michael Hirschorn im «Atlantic», in dem dieser nicht nur so «töricht» ist, das Ende der New York Times vorherzusagen, son­dern gle­ich auch noch nach­schiebt, es sei gar kein so großes Ding, dass Tweets und Blogs in der Berichter­stat­tung etwa aus Mum­bai oder New Orleans eine jour­nal­is­tis­che Lücke füllen. Carr kon­tert, wie Jour­nal­is­ten gerne kon­tern und vertei­digt seine Times und ihre jour­nal­is­tis­chen Anstren­gun­gen. Diese wür­den nicht durch eine Avant­garde unbezahlter Con­tent-Liefer­an­ten erset­zt. Punkt. Read More

Hätte, Wenn und Aber stehen nicht auf dem Platz

Viralen Mar­ket­ing im Todesstern Stuttgart hat sich Dominik Kuhn einen Namen gemacht, jet­zt hat er für den SWR nachgelegt. In «Was wäre, wenn? — Die Welt auf Schwäbisch» mit Malte Arkona. Nun gut, Arkona hätte man für die Sendung nicht gebraucht, die Clips aber sind nach wie vor großar­tig. Die Tagess­chau mit Jan Hofer, die Wei­h­nacht­sansprache der Bun­deskan­z­lerin oder «Oba­ma isch oin­er von ons!». Wem diese kurzen Auss­chnitte nicht genü­gen, der kann sich die gesamte Sendung, die der SWR am 11. Jan­u­ar aus­ges­trahlt hat, auch auf Youtube noch ein­mal anguck­en, in drei Teilen. Zwar mit Malte Arkona, aber den kann man ja vorspulen.

A short history of marketing

Als stolz­er Vorzeigekap­i­tal­ist liebe ich Kon­sum und Wer­bung. Natür­lich. Und ich liebe dieses Video, «A short his­to­ry of mar­ket­ing» von Michael Reissinger (Deli Pic­tures), das er für Scholz & Friends gemacht hat. Es ist ein wun­der­bar­er Abriss (3:30 Minuten) einiger Jahrzehnte Kon­sumkul­tur inklu­sive Aus­blick in die Zukun­ft. Auch wenn ich die Moral am Ende etwas seicht finde. Aber auch das ist eben Marketing.

Melih Bilgil: History of the Internet

Und da wir ger­ade schon bei den Kurz­abris­sen sind, hier noch ein zweit­er Tipp: Der Film von Melih Bil­gil, der in gut acht Minuten die Geschichte des Inter­nets erzählt. Bil­gil hat im Rah­men sein­er Diplo­mar­beit an der FH Mainz eine diverse Pro­jek­te entwick­elt, darunter auch ein Blog und eben diesen Film.

140 Zeichen, 140 Fragen

Was ist Twit­ter? Ist Twit­ter Kom­mu­nika­tion? Ist Twit­ter reine Kom­mu­nika­tion? Ist Twit­ter echte Kom­mu­nika­tion? Wer bei Twit­ter ist echt? Ist es wichtig, wer bei Twit­ter echt ist? Ist Kom­mu­nika­tion wertvoll? Kann eine Kom­mu­nika­tion wertvoller sein als eine andere? Machen sich Twit­ter­er abhängig? Ist Twit­ter abhängig von anderen Kom­mu­nika­tions­for­men? Hält twit­tern vom echt­en Leben ab? Ist Twit­ter das echte Leben? Ist das Leben bess­er gewor­den durch Twit­ter? Muss twit­tern witzig sein? Sind Witze über Twit­ter witziger? Wieviel von dem, was getwit­tert wird, wür­den Twit­ter­er ohne Twit­ter für sich behal­ten? Wie viele Men­schen twit­tern? Twit­tern nur Men­schen? Twit­tern Men­schen wegen der Men­schen oder wegen Twit­ter? Wäre Twit­ter ohne Men­schen denkbar? Muss man beim twit­tern denken? Darf man beim twit­tern denken? Ist Twit­ter wichtig? Was ist das Wichtige an Twit­ter? Wie wertvoll ist Twit­ter? Ist Twit­ter wertvoll? Was macht Twit­ter wertvoll? Muss Twit­ter kosten­los sein? Hat Twit­ter Macht? Wer hat bei Twit­ter die Macht? Ist Twit­ter eine Macht? Wer macht was bei Twit­ter? Was macht Twit­ter mit wem? Wem nützt Twit­ter? Wer nützt Twit­ter? Wer nutzt Twit­ter? Wird Twit­ter aus­genutzt? Woraus ist Twit­ter ent­standen? Was wird aus Twit­ter wer­den? Was wird aus den Twit­ter­ern wer­den? Kann man als Twit­ter­er was wer­den? Wie wird man Twit­ter­er? Ist Twit­ter sin­nvoll? Wie twit­tert man sin­nvoll? Muss twit­tern sin­nvoll sein? Twit­tern Twit­ter­er, weil sie müssen? Gibt es ein Leben ohne Twit­ter? Gibt es ein Leben nach Twit­ter? Lebt Twit­ter? Ist Twit­ter ein Chat? Chat­ten Twit­ter­er? Kann jed­er twit­tern? Twit­tert meine Mut­ter? Fol­gt mir meine Mut­ter? Weiß ich, ob meine Mut­ter mir fol­gt? Wäre es schlimm, wenn meine Mut­ter mir fol­gt? Weiß ich, wer mir fol­gt? Kann ich wis­sen, wer mir fol­gt? Ist es wichtig, wer mir fol­gt? Ist es wichtig, wie viele mir fol­gen? Muss ich jedem fol­gen, der mir fol­gt? Woher weiß ich, wem ich fol­gen sollte? Wem sollte ich bess­er nicht fol­gen? Ist es wichtig, wem ich folge? Fol­gt Twit­ter bes­timmten Regeln? Regelt sich Twit­ter selb­st? Ist Twit­ter nur See­len­striptease? Hat twit­tern Seele? Ist twit­tern emo­tion­al? Darf man Emo­tio­nen twit­tern? Was darf man twit­tern? Was muss man twit­tern? Muss man twit­tern? Ist twit­tern Stress? Sind Twit­ter­er Mitläufer? Läuft Twit­ter ein­fach so mit? Gibt es einen Unter­schied zwis­chen Twit­ter und Blogs außer der Länge? Gibt es einen Unter­schied zwis­chen Twit­ter und identi.ca? Macht Twit­ter den Unter­schied? Kann man Twit­ter ver­ste­hen? Muss man Twit­ter ver­ste­hen? Ver­ste­ht mich Twit­ter? Löst Twit­ter Prob­leme? Ist Twit­ter ein Prob­lem? Ist Twit­ter das Prob­lem? Ist Twit­ter ein Zeitvertreib? Wie viel Zeit vertreiben sich Twit­ter­er durch Twit­ter? Wie viel Zeit bleibt neben Twit­ter? Spielt Zeit eine Rolle für Twit­ter? Was spielt eine Rolle für Twit­ter? Ist twit­tern spon­tan? Wie spon­tan kann man trotz Twit­ter sein? Macht Twit­ter Spaß? Muss twit­tern Spaß machen? Was an Twit­ter macht Spaß? Darf man erwarten, dass Twit­ter Spaß macht? Was erwartet man von Twit­ter? Lenkt Twit­ter ab? Lenkt Twit­ter die Nutzer? Nutzen die Nutzer Twit­ter oder nutzt Twit­ter die Nutzer? Stört Twit­ter? Wird Twit­ter gestört? Sind Twit­ter­er gestört? Kann man sich mit Tweets länger beschäfti­gen? Wom­it beschäfti­gen sich Tweets? Wann beschäftigt mich ein Tweet? Wen beschäftigt Twit­ter? Wie viele Men­schen beschäftigt Twit­ter? Twit­tert man aus Langeweile? Hil­ft Twit­ter gegen Langeweile? Wird Twit­ter lang­weilig? Wann wird Twit­ter lang­weilig? Wie lange wird Twit­ter über­leben? Wer­den wir Twit­ter über­leben? Wie ist Twit­ter organ­isiert? Gibt es Twit­ter-Cliquen? Kann man Twit­ter erset­zen? Ist Twit­ter ein Ersatz? Wofür ist Twit­ter ein Ersatz? Ist Twit­ter Web 2.0? Kann man Twit­ter ler­nen? Was ler­nen wir von Twit­ter? Macht Twit­ter düm­mer oder klüger? Wie dumm oder klug sind Twit­ter­er? Wie dumm oder klug ist Twit­ter? Lässt sich mit Twit­ter Geld ver­di­enen? Darf man mit Twit­ter Geld ver­di­enen? Ist Twit­ter Kun­st? Ist Twit­ter angemessen? Ist Twit­ter nur ein Hype? Wie lange dauert ein Hype? Ist Twit­ter bekan­nt? Wer ken­nt Twit­ter? Ist Twit­ter eine Her­aus­forderung? Wen fordert Twit­ter her­aus? Kommt Twit­ter auf den Punkt? Ist Twit­tern Narzis­mus? Ret­tet Twit­ter die Welt? Ist Twit­ter noch zu ret­ten? Ist Twit­ter logisch?