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Vatikan strikes back

Es ist kaum drei Monate her, dass sich halb Europa, allen voran Deutsch­land, über einige fun­da­men­tal­is­tis­che Religiöse aufgeregt hat, die Kri­tik in Form von Satire nicht ertra­gen wollte. »Damals« war die Rede vom Vor­recht der Mei­n­ungs­frei­heit, von Satire- und Presse­frei­heit und den ach so tollen Vorzü­gen der Demokratie. Das ist nun vergessen. SeitMTV ab dem 03. Mai seine Car­­toon-Serie »Popetown« ausstrahlen will, ste­ht das Krisen­zen­trum kon­ser­v­a­tiv­er Katho­liken nicht mehr still. Hier der Inhalt in Kurz­form: Der Diöze­san­rat der Katho­liken des Köl­ner Erzbis­tums beze­ich­nete das als »wider­wär­tige Ver­höh­nung der katholis­chen Kirche«, die CDU/C­­SU-Bun­destags­frak­­tion und inzwis­chen sog­ar die Evan­ge­lis­che Kirche haben sich gegen die Ausstrahlung gewandt. Und das, obwohl fraglich ist, ob ein einziger der Kri­tik­er die Serie auch nur in Auszü­gen gese­hen hat. Was unter­schei­det aber einen Mohammed mit Bombe auf dem Kopf von einem blutrün­stel­nden Papst? Ist es nicht legit­imes Recht der Satire, sich — wenn ihr denn Frei­heit gegeben ist — an allem und jedem auszu­lassen? Oder muss ein Sender wie MTV, der unfraglich Vor­bild­sta­tus für einige Jugendliche haben dürfte, Rück­sicht auf die größeren der …

Apples Boot Camp

Apple öffnet sich dem Markt, und seine Rech­n­er für das Betrieb­ssys­tem Win­dows. Was eini­gen Bastlern schon gelun­gen ist, gibt es jet­zt offiziell, unter dem Namen »Boot Camp«. Ein Feld­lager also, in dem Steve Jobbs das Konkur­ren­zsys­tems zivil­isieren möchte. Und schon gehen einge­fleis­chte Fans auf die Bar­rikaden, die Kumpanei mit dem ver­has­sten Erzfeind aus Red­mond wird nicht gerne gese­hen. Man wäre lieber unter sich geblieben, der Test mit dem Fremdsys­tem sollte Spiel­erei bleiben. Hat man dabei noch neugierig zuge­se­hen, hört nun der Spaß auf. Dabei bietet der Ein­stieg Apples in die Welt von Intel, Win­dows & Co. doch eigentlich nur Vorteile. Denn schließlich muss nie­mand umsteigen, die Wahl von MacOS oder Win­dows bleibt jedem selb­st über­lassen. Und es wird kaum zu erwarten sein, dass auch nur ein­er der alt einge­sesse­nen Apple-Nutzer frei­willig auf das anfäl­ligere Win­dows umsteigt. Das wird auch die in den Startlöch­ern ste­hende Ver­sion »Win­dows Vista« nicht ändern kön­nen. Es gibt also wieder ein­mal nur viel Feind, viel Ehr, viel Geschrei. Via Süddeutsche

Von der Feigheit der Leit*

Es scheint, als wären in den let­zten Tagen einige wichtige Dinge an mir vorüber gegan­gen. So zum Beispiel, dass es eini­gen NPD-Poli­tik­ern im Land­kreis Hal­ber­stadt gelun­gen ist, ein Konz­ert des Lie­der­ma­ch­ers Kon­stan­tin Weck­er abzusagen. Aus poli­tis­chen Grün­den — das muss man sich ein­mal auf der Zunge zerge­hen lassen. Die Argu­mente der recht­spop­ulis­tis­chen Partei klin­gen selt­sam bekan­nt. Man wolle (und das wurde wohl zurecht als Dro­hung ver­standen) an der Ver­anstal­tung aktiv teil­nehmen (die unter dem Mot­to »Nazis raus aus dieser Stadt« stand!) und zudem das Recht ein­fordern, zukün­ftig eigene Ver­anstal­tun­gen in der Schu­laula durchzuführen, in der Weck­er sein Konz­ert ver­anstal­ten wollte. Das scheint den Ver­ant­wortlichen doch ein wenig zu heikel gewor­den zu sein, man hat sich schlicht feige geduckt, das Konz­ert fiel aus. Dass so etwas in eini­gen Teilen Ost­deutsch­lands inzwis­chen zur Tage­sor­d­nung gehört, lässt sich übri­gens nach­le­sen, in dem seit August 2005 erhältlichen Buch »Mod­erne Nazis« von Toralf Staud. Es scheint aber auch immer noch einige zu geben, die sich mit solchen Vorkomm­nis­sen nicht abfind­en wollen. Zumin­d­est die Presse reagierte größ­ten­teils mit schar­fer Kri­tik an der …

iBuzzzzzzz …

Soll­ten Ihnen in den näch­sten Tagen in der U‑Bahn oder auf der Straße Men­schen mit kleinen weißen Stöpseln im Ohr auf­fall­en, die selt­sam hin und her wip­pen oder merk­würdig das Gesicht verziehen, kön­nte das an iBuzz liegen. Dabei gibt es doch soviel sin­nvolles Zube­hör für den iPod… Via Blick