Mir ist echt keine Überschrift eingefallen, sorry …
Woher wir uns denn nun wieder kennen würden, fragte uns — als ich vor einigen Jahren auf Facebook die Freundschaftsanfrage einer Bloggerin annahm, die ich bis dahin nur online kannte — eine gemeinsame Freundin. Ihre Antwort war so spontan wie einfach wie schön: »Digital Sympathy«. Seit diesem Tag liebe ich diesen Begriff, er beschreibt wie kein zweiter, dass es Menschen gibt, bei denen die digitalen Spuren genügen, um sie zu schätzen oder zu mögen, um eine Verbindung zu ihnen aufzubauen — das, was sie in ihr Blog schreiben, was sie auf Facebook posten oder wie ihr Avatar aussieht zum Beispiel. Dieses Phänomen gilt für beinahe alle Netzwerke, auf Twitter aber haben die Menschen ganz besonders interessante Verhältnisse untereinander — ja, vielleicht kann man sogar von Beziehungsstrukturen sprechen. Auf den ersten Blick mögen das alles lose Bindungen sein, auf den zweiten aber entdeckt man die Feinheiten. Jede_r auf Twitter spielt in diesem riesigen Netzwerk seine Rolle, und die Meisten gleich mehrere. Da gibt es Cliquen und Pärchen, Dreiecksbeziehungen und Trennungen, da gibt es die unerwiderte Liebe, …