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Plus 90,5 Prozent

Zitat Mee­dia: «Erstaunlich ist der unglaubliche Zuwachs des noch frischen Ange­botes News.de. Das Plus von 90,5% kann selb­stver­ständlich nicht mit natür­lichem Wach­s­tum begrün­det wer­den. Stattdessen liegt nahe, dass Betreiber Unis­ter mas­siv für News.de gewor­ben hat oder in Sachen SEO und SEM nachgelegt hat. Wie auch immer: Mit nun 2,00 Mio. Vis­its gelang es, den direk­ten Netz-Nachricht­en-Konkur­renten netzeitung.de zu über­holen. Bit­ter für die Netzeitung.»

Wie mächtig ist das Netz?

Die einen hal­ten den Erfolg der Online-Peti­­tion gegen die geplanten Kinder­pornosper­ren für ein Stro­hfeuer, die anderen feiern ihn als einen Tri­umph des Inter­nets. Doch kann das Netz wirk­lich die Demokratie verän­dern? Dieser Frage bin ich für news.de heute nachge­gan­gen. Inner­halb von vier Tagen hat die Online-Peti­­tion gegen die Inter­netsper­ren mehr als 55.000 Unter­stützer gefun­den, mobil­isiert auch durch Blog­beiträge und Twit­ter. «So langsam kön­nen wir anfan­gen, mit Blogs Poli­tik zu machen», sagt auch der Grün­der von Spree­blick, einem der meist­ge­le­se­nen deutschen Blogs, John­ny Haeusler. Doch stimmt das auch? Zunächst die Fak­ten: Die derzeit­ige Peti­tion ist eine der erfol­gre­ich­sten über­haupt, nicht wenige fris­ten ein kläglich­es Dasein mit ein­er Hand­voll Unterze­ich­n­er. Zwar bekam im Juni 2008 die Peti­tion zur «Hal­bierung der Besteuerung von Diesel und Ben­zin» mit 128.193 Unter­stützern deut­lich mehr Zus­pruch. Für diese aber war noch keine Anmel­dung mit Name und E‑Mail-Adresse nötig. Seit Okto­ber 2008 ist das Pflicht, «dadurch ist die Online-Peti­­tion restrik­tiv­er, aber auch wahrhaftiger gewor­den», so ein Sprech­er des Peti­tion­sauss­chuss­es im Bun­destag. Und: Für die aktuelle Peti­tion sind noch zwei Wochen Zeit. Nun muss man …

Das Internet? Egal …!

(Update) Um es vor­weg zu sagen: Dies kann noch kein Faz­it sein. Nur ein erster Ein­druck, vom ersten Tag beim Medi­en­t­age Mit­teldeutsch­land. «Verän­dern und Ver­ant­worten» heißt das Mot­to, von Verän­derung habe ich heute noch nicht viel gehört, lediglich das Wort «Bedro­hung» fiel im Zusam­men­hang mit dem Inter­net des Öfteren. Doch wenn «Ver­ant­worten» in diesem Fall etwas mit Bewahren des Sta­tus Quo zu tun hat, gibt es nicht wenige, die das Ziel der drei Tage wohl schon erre­icht haben. Zwei Pan­els, in Leipzig heißt das noch «Diskus­sio­nen», habe ich mir ange­hört («Poli­tik­er und Jour­nal­is­ten — Wie wirken Zahlen und Stim­mungen in der Krise?» und «Jugendliche in neuen Medi­en­wel­ten — Wohin geht die Jugend?»), vielver­sprechende Titel bei bei­den inklu­sive, einen muf­fi­gen Nachgeschmack auch.

50 zu 37 für das Böse

Vor knapp drei Monat­en habe ich einen Artikel zum nofol­low-Attrib­ut geschrieben, der sich seit­dem zu einem der meist­ge­le­se­nen dieses Blogs entwick­elt hat. Doch das Attrib­ut hat promi­nente Unter­stützer und dass der Kampf dage­gen kein­er der Sorte «Quick & Dirty» ist, war mir dur­chaus klar. Auf die Frage, für welche Links das Attrib­ut genutzt wer­den sollte, antwortet etwa das offizielle Google-Blog: Da darf man sich nicht wun­dern, dass nofol­low immer noch durch einen Großteil der Blo­gosphäre geis­tert. Ich habe mir ein­fach mal die Mühe gemacht, die laut Blogcharts 100 pop­ulärsten Blogs zu durch­suchen und eine Sta­tis­tik aufzustellen. Das Ergeb­nis ist zwar bess­er, als ich dachte, aber immer noch ernüchternd: Die übri­gen 13 Blogs lassen entwed­er gar keine Kom­mentare zu, ver­linken sie prinzip­iell nicht oder lassen sich aus anderen Grün­den nicht in ein­er solchen Sta­tis­tik führen. Obwohl sich inzwis­chen vielerorts die Ansicht durchge­set­zt hat, dass sich ins eigene Fleisch schnei­det, wer nicht ver­linkt, ist hier offen­sichtlich noch eine Menge Aufk­lärungsar­beit zu leisten.