Author: Trotzendorff

Zeitschriftendesign

Anlässlich der Ausstel­lung »Die Kun­st des SPIEGEL — Titel-Illus­­tra­­tio­­nen aus fünf Jahrzehn­ten«, die am Son­ntag in der Münch­n­er Pinakothek der Mod­erne zu Ende geht, find­et mor­gen ein Sym­po­sium zum The­ma »Zeitschriftengestal­tung: Kun­st — Kom­merz — Kom­mu­nika­tion« statt. Ab 18 Uhr find­en sich dazu Dominik Wich­mann, Chefredak­teur desSZ-Mag­a­zins, Man­fred Hasen­beck von Bur­daYukom Pub­lish­ing und Flo­ri­an Huf­nagl, lei­t­en­der Samm­lungs­di­rek­tor der Neuen Samm­lung ein. Dominik Wich­mann wird über »Her­aus­forderun­gen der poli­tis­chen Kul­tur an mod­erne Zeitschriftengestal­tung« sprechen, Man­fred Hasen­beck hält einen Vor­trag zur Frage, »Wie eine neue Medi­en­gat­tung den Zeitschriften­markt aufmis­cht«. Der Ein­tritt ist frei.

Status Quo

Die Unesco gewährt dem Köl­ner Dom weit­er­hin den Sta­tus als »Weltkul­turerbe«. Diese Entschei­dung hat das zuständi­ge Komi­tee heute im südafrikanis­chen Dur­ban getrof­fen. Das im 13. Jahrhun­dert begonnene und Ende des 19. Jahrhun­derts fer­tiggestellte Bauw­erk bleibt jedoch weit­er­hin auf der roten Liste der gefährde­teten Wel­terbe-Stät­ten. Somit ist die eigentliche Entschei­dung lediglich vertagt wor­den — in Köln hat man so ein weit­eres Jahr der Unsicher­heit vor sich. Die Aberken­nung dro­ht dem Dom, seit auf der gegenüber­liegen­den Rhein­seite, am Deutzer Ufer, vier Hochhäuser geplant und begonnen wor­den sind, die nach Ansicht einiger Unesco-Experten vor allem den optis­chen Ein­druck der Kathe­drale in Frage stellen. Schon länger mehren sich jedoch die kri­tis­chen Stim­men, zu denen sich auch der Zen­­tral-Dom­bau-Vere­in mit einem offe­nen Brief gesellte. Ein Bauw­erk wie der Köl­ner Dom dürfe nicht aus rein optis­chen Grün­den in sein­er Gesamtbe­deu­tung in Frage gestellt wer­den. Inzwis­chen will die Stadt Köln zur Schlich­tung soge­nan­nte Puffer­zo­nen ein­richt­en, um den freien Blick auf den Dom zu gewährleisten.

Wer ist schon Grafiker?

Seit heute Mor­gen in meinem Bücher­re­gal: »Grafik für Nicht-Grafik­er« von Frank Koschem­bar. Der Art Direc­tor und Hochschul­dozent gibt auf über 250 Seit­en eine Ein­führung in Sachen Schrift, Farbe, Bild und Lay­out. Dazu gibt es einen tech­nis­chen Diskurs, der sich unter anderem um Papier­her­stel­lung, Druck­ver­fahren und Ver­ar­beitung dreht und viele Prax­is­beispiele, sowohl vor­bildlich gute als auch abschreck­end schlechte. So will Koschem­bar beweisen, dass es so etwas wie objek­tive Regeln für gutes Design gibt, er zeigt auf, wie man gute Gestal­tung erken­nt und vor allem, wie man selb­st qual­i­ta­tiv gestal­tet. Wer also in den näch­sten Wochen selt­same Verän­derun­gen auf dieser Seite bemerkt, darf die get­rost dem Autor in die Schuhe schieben.

Home Sweet Home

Kaum meldet man sich zurück aus dem fer­nen und son­ni­gen Schot­t­land wird man mit diversen Zustän­den kon­fron­tiert. Als da wären die Nominierung meines Blogs für das Preis­bloggen der Zeit in der Sparte Kul­tur (klas­sis­ch­er Fall von erst mit­meck­ern und sich dann doch still ins Fäustchen freuen), das schwül-warme Wet­ter oder Diskus­sio­nen um Spiel­bergs neues Meis­ter­w­erk »Krieg der Wel­ten«. Dafür gibt es mor­gen einige schicke Bilder (so hoffe ich), so manchen Reise­bericht und Tips für den unentschlosse­nen Schot­t­­land-Urlauber sowie diverse lohnenswerte Links. Bis dahin erst ein­mal die her­zlich­sten Glück­wün­sche an das Bild-Blog für den gewonnenen Grimme Online Award und das Fraun­hofer Insti­tut für Inte­gri­erte Schal­tun­gen (Erfind­er des MP3-For­­mats), das heute mit dem Fraun­hofer-Insti­­tut für Inte­gri­erte Sys­teme und Bauele­mentetech­nolo­gie seinen 20. Geburt­stag feiert.

Tìoraidh agus chi mi sibh!

Ich ver­ab­schiede mich nun für eine Woche nach Schot­t­land, ein wenig Hochzeit feiern, — wenn auch nicht die eigene — neue Whisky-Sorten pro­bieren, in den High­lands wan­dern und den ein oder anderen Kul­turbericht ein­sam­meln. So gibt es ab näch­sten Fre­itag vielle­icht Nachricht­en aus der Scot­tish Nation­al Gallery of Mod­ern Art in Edin­burgh, von Bal­moral Cas­tle — der Som­mer­res­i­denz der britis­chen Roy­als — oder der Glen­­tur­ret-Dis­­tillery. Bis dahin ein her­zlich­es Tìo­raidh agus chi mi sibh (Auf Wieder­se­hen und bis bald)!