Author: Trotzendorff

Möge der Saft mit Euch sein (5)

Ern­tezeit in der Chilizucht von Bauer Trotzen­dorff. Fast auf den Tag genau acht Monate nach der Aus­sat sind die ersten Früchte reif, ziem­lich pünk­tlich, wenn man den ein­schlägi­gen Infor­ma­tion­s­seit­en glaubt, die von ein­er Ernte zwis­chen August und Okto­ber sprechen, manch­mal kann sich das Ganze offen­bar auch bis in den Novem­ber ziehen. Vor eini­gen Wochen sind alle fünf Sorten putz­munter von ihrem Urlaub auf einem son­ni­gen Balkon am Rhein zurück­gekom­men, gut erholt und zum Teil in größeren Töpfen. Schon dort, an der frischen Luft, kamen die ersten Blüten, Anfang Sep­tem­ber dann die ersten Früchte.

Lieber Stefan Niggemeier!

Wie das mit dem Musikver­bre­it­en ganz ohne Daten­träger gehen soll, von dem Du hier (inzwis­chen offline) schreib­st, würde mich ern­sthaft inter­essieren. Ich kratze schon­mal mein Erspartes zusam­men, das Kind schaukeln wir zu ein­er Kul­tur­rev­o­lu­tion! Doch zum Ern­sthaften: Ein wenig von dem Enthu­si­as­mus, dem Ärg­er, vielle­icht sog­ar der Wut, die in diesem Text steckt (bei dem ich ein­fach mal davon aus­ge­he, dass er weniger Zeit in Anspruch genom­men hat als das viel disku­tierte Inter­net-Man­i­fest), hät­ten sich viele glaube ich auch beim Man­i­fest gewünscht.

Ich bin stolz, ein Sachse zu sein

Gut, ich weiß. Eigentlich bin ich gar kein Sachse. Eigentlich bin ich Rhein­län­der. Aber ich lebe hier, seit drei Jahren, und das gerne. Und das soll noch ein biss­chen so bleiben. Jet­zt aber kom­men sie wieder, all die klu­gen Köpfe, und zeigen mit dem nack­ten Fin­ger in den Osten, auf «die Sach­sen», auf «die Thüringer». Was wurde da aber auch wieder gewählt, die NPD in Sach­sen scheint die Fünf-Prozent-Hürde zu knack­en, in Thürin­gen bleibt sie knapp darunter. So zumin­d­est sieht es derzeit aus. Bei Twit­ter gibt es genü­gend Kom­mentare, die das allen Sach­sen in die Schuhe schieben. Teil­weise dumpfe Polemik wie hier oder hier, die kein Men­sch braucht und die die Debat­te gewollt in eine unsach­liche Ecke treibt. Und einige hauen gle­ich auch noch auf Sach­sen-Anhalt ein, obwohl dort gar nicht gewählt wurde. Unerträglich.