Author: Trotzendorff

Kopfkino

Es ist ein ekliges Gefühl, nach einem lan­gen Woch­enende nach Hause zu kom­men und festzustellen, dass jemand da war. Jemand, der da nicht hinge­hört. Hil­flosigkeit, Gedanken­chaos, der Bauch zieht sich zusam­men. Noch ekliger als das Gefühl, wenn der Woh­nungss­chlüs­sel nicht mehr passt. Fast zwei Minuten ste­he ich fas­sungs­los vor der Tür, bis ich den Zettel der Polizei finde. Ein­brech­er. Der Film beginnt.

Bei jeder gesperrten Seite hat der Staat versagt

Nochmal Fremd­in­halt, nochmal zum The­ma Net­zsper­ren. Tor­ben Friedrich, 22-jähriges SPD-Mit­glied, hat gestern auf seinem Blog einen offe­nen Brief an die SPD geschrieben, der nicht nur lesenswert ist, son­dern auch bemerkenswert deut­lich zeigt, wie tief der Graben zwis­chen den «Volksparteien» und der «Gen­er­a­tion C64» inzwis­chen ist. Respekt.

»Damit sind wir wieder bei gelebter Demokratie«

Im Leipziger Gewand­haus gab es gestern eine Diskus­sion mit Ursu­la von der Leyen, während der auch einige Zen­surgeg­n­er protestiert haben, teil­weise mit Erfolg, teil­weise mit Mühe. Beson­ders inter­es­sant dabei ist es zu sehen, mit welchen Schwierigkeit­en man zu kämpfen hat, wenn man Men­schen die Prob­lematik der Inter­netsper­ren näher­brin­gen möchte. Ich veröf­fentliche hier daher daher auszugsweise einen Text von Andreas Romeyke, der bei der Piraten­partei Sach­sen im Orig­i­nal zu find­en ist. Dieser Text sowie das Orig­i­nal ste­hen unter CC-by-SA-Lizenz und dür­fen gerne weit­er­ver­bre­it­et werden.

Rio de Janeiro — lux. wohnen in Villa — 7 Tage gratis

Unter genau oben notiert­er Über­schrift läuft bei eBay derzeit eine Auk­tion, auf die mich ein Kol­lege aufmerk­sam gemacht hat. Man lese die Beschrei­bung und staune: «Deutsche Fam­i­lie in Rio de Janeiro bietet Gästez­im­mer in ihrem kom­fort­ablen Haus für eine Woche gratis an wenn der Anreisende einen Kof­fer mit pri­vat­en Gegen­stän­den und Bau­mark­tar­tikeln wie Türklinken, Türschlöss­er, Staub­saugertüten usw. von Deutsch­land nach Rio de Janeiro mit­bringt. Der Kof­fer wiegt 32kg und ist so das Lim­it bei fast allen Flugge­sellschaften die Rio anfliegen (pro Per­son 2 x 32 kg + Handgepäck).» Nun denkt man natür­lich gle­ich an irgendwelche halb­sei­de­nen Geschäfte. Denn mal ehrlich: Türklinken? Staub­saugertüten? Klar. Was aber kön­nte wirk­lich alles in diesem Kof­fer sein! Dro­gen? Leichen­teile? Schmuggel­ware? Aber nein: «Es wird aus­drück­lich betont, dass keine der Gegen­stände ver­boten sind. Der Anreisende wird sich bei der Über­nahme des Kof­fers und ein­er Pack­liste selb­st davon vergewis­sern. Abreise ist nur vom Air­port Frank­furt möglich da mein Brud­er die Gegen­stände übergeben wird und selb­st in Frank­furt wohnt. Für diesen Ser­vice kann der Bietende eine Woche kosten­frei in unserem Haus wohnen und …