Author: Trotzendorff

Unterwegs

Das Leben ist immer woan­ders, einen Häuserblock, eine Hal­testelle, ein Land weit­er. Vielle­icht auch deshalb sind Men­schen so gerne unter­wegs, weil sie ständig suchen. Nach einem Leben. Und da Men­schen ihr Leben derzeit auch noch unheim­lich gerne anderen mit­teilen, ist — ganz pro­saisch gesprochen — das mobile Bloggen so beliebt. Denn so wird diese Suche zum Plot für das eigene Drehbuch, und an diesem Leben da draußen kön­nen plöt­zlich mehr oder weniger viele Fremde teil­haben. Da draußen lauert aber nicht nur das eigene Leben, son­dern auch das Leben von Mil­lio­nen anderen, es lauern Begeg­nun­gen, Geschicht­en, Beobach­tun­gen. Auch für das iPhone, sozusagen die Eier leg­ende Wollmilch­sau des mod­er­nen Men­schen auf Achse, gibt es eine kleine Anwen­dung, die das Bloggen mit­tels Word­Press erlaubt. Und obwohl ich das Platzieren selb­st geschossen­er Fotos in einem Artikel noch nicht hin­bekom­men habe (sie lan­den immer unter dem Artikel und zer­schießen mir mein ohne­hin noch frag­iles Lay­out), bin ich ganz hin und weg. Bis auf Weit­eres gibt es also ein Sym­bol­fo­to für Geschicht­en von unter­wegs, die Hoff­nung auf das näch­ste Update und …

Ab heute

Es wird Herb­st und ich fange wieder an zu bloggen. Eigentlich kann da kein Zusam­men­hang beste­hen. Herr und Frau Langeweile ste­hen derzeit recht sel­ten vor mein­er Tür, und selb­st an kalten, trüben Tagen liegen meist noch genü­gend Dinge auf einem mein­er Tis­che, als dass ich unbe­d­ingt auch noch in mein­er Freizeit schreiben müsste. Und doch: Da ist es, dieses neue, so her­rlich leere, inzwis­chen dritte Weblog. Vielle­icht sollte ich gar nichts hinein­schreiben, vielle­icht ist sein Charme umso größer, desto mehr noch vor mir liegt. Doch das ist wohl die Her­aus­forderung, diesen Punkt hin­auszuzögern, an dem die Zeit, die Ideen und die Aus­dauer nicht mehr reichen, um diesem nim­m­er­sat­ten kleinen Viech den Wanst vol­lzuschla­gen. Vielle­icht sind aber auch an die Anderen Schuld, all diejeni­gen, die ihre und meine Zeit damit ver­schwen­den, ihre Blogs so lieb­los mit Zitat­en, Links und frem­den Geschicht­en zuzuk­leis­tern. Gute Weblogs, in denen Autoren eigene Geschicht­en, eigene Artikel schreiben und eigene Mei­n­un­gen verkün­den, finde ich jeden Tag sel­tener. Vielle­icht ist das der Zeit­geist? Dass Schnipsel alles sind? Hier ein Schnipsel aus meinem Bett, …

WTF?

Ver­mut­lich müssen wir einiges von dem rev­i­dieren, was wir über das Anse­hen von Jour­nal­is­ten in der Öffentlichkeit bis heute dacht­en. Denn eine aktuelle Umfrage der For­sa beweist: So schlecht ste­ht es um uns gar nicht.