Alles in schönster Ordnung
Es soll Menschen geben, die gehen ohne Listen nicht mehr aus dem Haus. Und da geht es nicht nur um Klassiker, die Einkaufsliste etwa. Es soll Menschen geben, die haben für alles Listen, sogar für Listen. Vielleicht sogar nach Prioritäten geordnet und zur Not noch eine Prio-Liste für die Prio-Listen. Lange Zeit gab es, wenn ich mich an etwas unbedingt erinnern musste, ein probates Mittel. Es war preiswert und praktisch, sogar ästhetisch akzetabel und mobil: Post-Its. Heute aber schreiben Menschen keine Listen mehr. Sie betreiben Selbstmanagement. Eigentlich bedeutet das nichts anderes, als sich selbst in den Arsch zu treten. Das Management zu nennen, ist clever, denn es klingt modern, effektiv, sauber. Und natürlich kann man das nicht mehr mit Stift und Zettel machen. Also haben findige Erfinder Tools erfunden, die das Modell »Getting Things Done« von David Allen für den Selbstmanager in die Realität umsetzen. Einfach gesprochen: Der von seinen Aufgaben und Ideen überforderte Mensch notiert sich alles Wichtige, und ein entsprechendes System stellt für ihn Verknüpfungen und Kontexte her. Und: Es tritt ihm in …