Latest Posts

500 Tage Apple

Die gefühlt ersten 400 mein­er bish­er 500 Tage mit Apple habe ich damit ver­bracht, nach der richti­gen Soft­ware zu suchen. Wom­it sur­fen, mailen, Bilder bear­beit­en, twit­tern, lesen, schreiben? Wom­it all die Rou­ti­nen erledi­gen, an die man unter Win­dows gewöh­nt war? Inzwis­chen habe ich für die meis­ten Auf­gaben Favoriten gefun­den. Nicht immer sind diese das Non­plusul­tra, im Laufe der Zeit aber haben sie sich als beste Lösung her­aus­gestellt. Nicht alle Tools sind Free­ware, teuer aber ist keines. Und da zu erwarten ist, dass die Zahl der Umsteiger von Win­dows auf Apple in den kom­menden Jahren stark ansteigen wird (Der umgekehrte Fall jeden­falls … Ach, egal …), hier ein paar Tipps. Ohne Anspruch auf All­ge­me­ingültigeit, Voll­ständigkeit und ohne Gewähr. Meine Lieblinge nach 500 Tagen Apple: Read More

Im Schloss (5)

Igor!
Mylord?
Igor, Ich möchte eine Frau sein. Ich möchte, dass Sie … dass Sie mich von jet­zt an Loret­ta nennen.
Sir?
Das ist mein Recht als Mann!
Ja, aber Sir, warum möcht­en Sie Loret­ta sein, Sir?
Weil ich Babies haben möchte.
Was möcht­en Sie haben, Sir? Babies?!
Jed­er Mann hat das Recht, Babies zu haben, wenn er sie haben will.
Aber … aber … Sir! Sie kön­nen keine Babies haben.
Unter­drück­en Sie mich bitte nicht.
Sir?! Wollen Sie mich auf den Arm nehmen?
Ach Igor … Es wird Zeit, dass Sie mal rauskommen.

Ein ♥ für Blogs

Es gibt Ideen, die steck­en sofort an. Diese (Artikel lei­der offline) ist eine davon: Ein ♥ für Blogs. Warum? Weil die deutsche Blo­gosphäre vor sich hinkreb­st, ohne recht­es Ziel, ohne große Neuigkeit­en. Ab und wann schläft mal ein größeres oder kleineres Blog ein, ab und zu erwacht ein neues, so recht aber ver­mag mich nur wenig zu begeis­tern. Da bin ich mit Ste­fan Nigge­meier ein­er Mei­n­ung: Deutsche Blogs pro­duzieren zu wenig eige­nen Con­tent. Beson­ders trau­rig: Spätestens nach dem drit­ten Link begin­nt man sich in der deutschen Blo­gosphäre im Kreis zu drehen. Num­mer 1 ver­linkt Num­mer 2 ver­linkt Num­mer 3 ver­linkt Num­mer 1. Der Kater leckt sich eben selb­st die Eier. Nun aber soll ich zehn Blogs empfehlen, die mir gefall­en. Was gar nicht so ein­fach ist, da ich ja schon eine Blogroll habe, und die hier noch ein­mal hinzurotzen, wäre ziem­lich faul. Doch von Ver­linkun­gen lebt das Inter­net. Nie­mand erfährt von Deinem Blog, wenn es nie­mand ver­linkt. Und ich weiß auch: Da draußen gibt es genug gute Blogs, es gibt tal­en­tierte Schreiber und unent­deck­te Nis­chen. Zehn davon will ich aufdeck­en. Also habe ich mich eine Nacht lang auf die Suche gemacht, nach Blogs, die hier noch nicht stattge­fun­den haben. Das Ergeb­nis? Bitteschön: Read More

Aufstehen für ein freies Internet

Der Chaos Com­put­er Club (CCC) stat­tet Ursu­la von der Leyen (»Zen­sur­su­la«) am Fre­itag einen Besuch ab. Der Grund: An diesem Tag wer­den sich fünf der größten deutschen Inter­ne­tan­bi­eter im Bei­sein der Fam­i­lien­min­is­terin verpflicht­en, Kinder­porno­seit­en auf aus­ländis­chen Servern zu block­ieren. Nach Ansicht des CCC aber han­delt es sich dabei um knall­harte Erpres­sung der Anbi­eter. Wie auch immer man das Vorge­hen der Min­is­terin nen­nt, es bleibt, was Hol­ger Ble­ich und Axel Kos­sel in der c’t geschrieben haben: «Nie­mand kann kon­trol­lieren, ob die ges­per­rten Seit­en nach Ent­fer­nung der bean­stande­ten Inhalte wieder freigeschal­tet wer­den. Ein der­art undurch­sichtiger, unkon­trol­lier­bar­er Mech­a­nis­mus ist beden­klich, weil die Sper­rmaß­nah­men Grun­drechte wie Infor­ma­tions­frei­heit und all­ge­meine Per­sön­lichkeit­srechte berühren.» Ihr Faz­it: «Es erstaunt, dass Min­is­terin von der Leyen kom­pro­miss­los an ihren Plä­nen fes­thält und Bedenken von Experten bei­seite wis­cht, ohne darauf sach­lich zu antworten. Ein Gutacht­en des wis­senschaftlichen Dien­sts des Bun­destags etwa bescheinigt dem Sper­rvorhaben, weit­ge­hend wirkungs­los und gle­ichzeit­ig grun­drechts­ge­fährdend zu sein.» Man wird sehen, wie groß der Auf­schrei wirk­lich wird, wie viele Inter­net­nutzer diesen Ver­trag als Zen­sur betra­cht­en — unab­hängig von den Inhal­ten, die da aus hehren Motiv­en ges­per­rt wer­den sollen. Für alle, die Zeit haben, heißt es am Fre­itag um 9 Uhr jeden­falls: «Auf­ste­hen für ein freies Inter­net».

Update 16.04.2009: Von der Zen­sur­su­la-Sch­ablone hat Simon Colum­bus auch eine SVG-Vari­ante gebastelt.

Brichst Du auf gen Halbfinale …

Brichst du auf gen Halbfinale,
wün­sch dir eine lange Partie,
voller Elfme­ter und gelun­gener Abseitsfallen.
Die Mes­sis und Henrys,
den zorni­gen Rober­to Roset­ti fürchte nicht,
solcher­lei wirst du auf dein­er Fahrt nie finden,
wenn dein Denken hochges­pan­nt, wenn edle
Regung deinen Geist und Kör­p­er anrührt.
Den Mes­sis und Henrys,
dem wüten­den Rober­to Roset­ti wirst du nicht begegnen,
falls du sie nicht in dein­er Seele mit dir trägst,
falls deine Seele sie nicht vor dir aufbaut.

Wün­sch dir eine lange Partie.
Der Abende möcht­en viele sein,
da du, mit welch­er Freude und Zufriedenheit!
in nie zuvor gese­hene Sta­di­en einfährst;
halte ein bei den Are­nen der Spanier
und erziel die schö­nen Tore,
Eck­en und Flanken, Abseits­fall­en, Hackentricks
und erre­gende Spielzüge aller Art,
so reich­lich du ver­magst, erre­gende Spielzüge;
besuche viele Sta­di­en in England,
damit du von den Eingewei­ht­en lernst und wieder lernst.

Immer halte Rom im Sinn.
Dort anzukom­men, ist dir vorbestimmt.
Doch beeile nur nicht deine Reise.
Bess­er ist, sie dauere viele Minuten;
und alt gewor­den lege am Sta­dio Olimpi­co an,
reich an dem, was du auf dein­er Fahrt gewannst,
und hoffe nicht, dass das Finale dir Reich­tum gäbe.

Das Finale gab dir die schöne Reise.
Du wärest ohne es nicht auf die Fahrt gegangen.
Nun hat es dir nicht mehr zu geben.

Auch wenn es sich dir ärm­lich zeigt, das Spiel bet­rog dich nicht.
So weise, wie du wur­dest, und in solchem Maß erfahren,
wirst du ohnedies ver­standen haben, was die 90 Minuten bedeuten.

Kon­stan­ti­nos Kavafis: »Brichst du auf gen Ithaka … «