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Brauchen wir ein iTunes für Nachrichten?

Keine Frage, das Inter­net hat so manche Branche in den ver­gan­genen Jahren mächtig durcheinan­dergewirbelt — allen voran die Musikin­dus­trie. Zunächst von Raubkopier­ern gepiesakt, war es vor allem Apples iTunes-Store, der die Nutzer weltweit dazu brachte, auch für dig­i­tale Musik wieder Geld auf den Tisch zu leg­en. Wie David Carr in der New York Times schreibt, ist das Geschäft der großen Labels zwar um einiges klein­er gewor­den, doch seien sie schließlich immer noch im Geschäft. Auch dank Steve Jobs. In seinem Artikel «Let’s Invent an iTunes for News» schreibt Carr weit­er: «Diejeni­gen von uns, die im Nachricht­engeschäft sind, kön­nen wohl kaum für die Hoff­nung getadelt wer­den, jemand wie er käme des Weges und würde unser Geschäft mit dem sel­ben Trick ruinieren: Indem er die Mil­lio­nen Nutzer, die ihre Nachricht­en jeden Tag umson­st bekom­men, davon überzeugt, dass es Zeit ist, dafür zu zahlen.» Was Carr hier anstößt, ist die lange schwe­lende Debat­te darüber, wie Nachricht­en im Inter­net bezahlt wer­den kön­nen. Dafür zitiert er unter anderem den Telekom­mu­nika­tion­s­an­a­lytik­er Craig Mof­fett mit den Worten, die Ansicht, die enor­men Kosten …

Hätte, Wenn und Aber stehen nicht auf dem Platz

Viralen Mar­ket­ing im Todesstern Stuttgart hat sich Dominik Kuhn einen Namen gemacht, jet­zt hat er für den SWR nachgelegt. In «Was wäre, wenn? — Die Welt auf Schwäbisch» mit Malte Arkona. Nun gut, Arkona hätte man für die Sendung nicht gebraucht, die Clips aber sind nach wie vor großar­tig. Die Tagess­chau mit Jan Hofer, die Wei­h­nacht­sansprache der Bun­deskan­z­lerin oder «Oba­ma isch oin­er von ons!». Wem diese kurzen Auss­chnitte nicht genü­gen, der kann sich die gesamte Sendung, die der SWR am 11. Jan­u­ar aus­ges­trahlt hat, auch auf Youtube noch ein­mal anguck­en, in drei Teilen. Zwar mit Malte Arkona, aber den kann man ja vorspulen.

A short history of marketing

Als stolz­er Vorzeigekap­i­tal­ist liebe ich Kon­sum und Wer­bung. Natür­lich. Und ich liebe dieses Video, «A short his­to­ry of mar­ket­ing» von Michael Reissinger (Deli Pic­tures), das er für Scholz & Friends gemacht hat. Es ist ein wun­der­bar­er Abriss (3:30 Minuten) einiger Jahrzehnte Kon­sumkul­tur inklu­sive Aus­blick in die Zukun­ft. Auch wenn ich die Moral am Ende etwas seicht finde. Aber auch das ist eben Mar­ket­ing. To pro­tect your per­son­al data, your con­nec­tion to Vimeo has been blocked.Click on Load video to unblock Vimeo.By load­ing the video you accept the pri­va­cy pol­i­cy of Vimeo.More infor­ma­tion about Vimeos’s pri­va­cy pol­i­cy can be found here Vimeo.com Pri­va­cy Pol­i­cy. Do not block Vimeo videos in the future any­more. Load video Melih Bil­gil: His­to­ry of the Inter­net Und da wir ger­ade schon bei den Kurz­abris­sen sind, hier noch ein zweit­er Tipp: Der Film von Melih Bil­gil, der in gut acht Minuten die Geschichte des Inter­nets erzählt. Bil­gil hat im Rah­men sein­er Diplo­mar­beit an der FH Mainz eine diverse Pro­jek­te entwick­elt, darunter auch ein Blog und eben diesen Film. To pro­tect your personal …

140 Zeichen, 140 Fragen

Was ist Twit­ter? Ist Twit­ter Kom­mu­nika­tion? Ist Twit­ter reine Kom­mu­nika­tion? Ist Twit­ter echte Kom­mu­nika­tion? Wer bei Twit­ter ist echt? Ist es wichtig, wer bei Twit­ter echt ist? Ist Kom­mu­nika­tion wertvoll? Kann eine Kom­mu­nika­tion wertvoller sein als eine andere? Machen sich Twit­ter­er abhängig? Ist Twit­ter abhängig von anderen Kom­mu­nika­tions­for­men? Hält twit­tern vom echt­en Leben ab? Ist Twit­ter das echte Leben? Ist das Leben bess­er gewor­den durch Twit­ter? Muss twit­tern witzig sein? Sind Witze über Twit­ter witziger? Wieviel von dem, was getwit­tert wird, wür­den Twit­ter­er ohne Twit­ter für sich behal­ten? Wie viele Men­schen twit­tern? Twit­tern nur Men­schen? Twit­tern Men­schen wegen der Men­schen oder wegen Twit­ter? Wäre Twit­ter ohne Men­schen denkbar? Muss man beim twit­tern denken? Darf man beim twit­tern denken? Ist Twit­ter wichtig? Was ist das Wichtige an Twit­ter? Wie wertvoll ist Twit­ter? Ist Twit­ter wertvoll? Was macht Twit­ter wertvoll? Muss Twit­ter kosten­los sein? Hat Twit­ter Macht? Wer hat bei Twit­ter die Macht? Ist Twit­ter eine Macht? Wer macht was bei Twit­ter? Was macht Twit­ter mit wem? Wem nützt Twit­ter? Wer nützt Twit­ter? Wer nutzt Twit­ter? Wird …

Der Krieg der Bilder

Jeden Tag wer­den den Redak­tio­nen dieser Welt dutzende, vielle­icht hun­derte Fotos von den Krisen­her­den rund um den Globus ange­boten. Die wenig­sten davon schaf­fen es in die Zeitun­gen oder auf Nachricht­en­por­tale. Immer wieder schaue ich diese Fotos durch, in let­zter Zeit vor allem aus dem Gaza­s­treifen, und frage mich, welch­es davon für den jew­eili­gen Artikel geeignet wäre. Die Bilder der Agen­turen zeigen alles: die Zer­störung, das Elend, Leichen, verzweifelte Men­schen. Doch wenn die Medi­en dieser Tage über den Gaza­krieg bericht­en, wer­den meist Fotos aus­gewählt, die aus sicher­er Ent­fer­nung aufgenom­men sind. Manch­mal sog­ar roman­tisch wirk­ende Bilder, mit Sol­dat­en vor Son­nenun­tergän­gen. Sel­ten aber sind die Auf­nah­men nah dran. Das hat seinen Grund. Anders als Robert Basic Anfang des Jahres geschrieben hat, geht es näm­lich nicht nur um die Frage, was Lesern zuzu­muten ist oder was man ihnen voren­thält. «Was wir in den Nachricht­en sehen, ist meis­tens nur Kinder­­garten-Mist, das viel zu scho­nend mit Krieg umge­ht», schreibt Basic und ver­weist auf eine Bilder­strecke auf boston.com, die keinen Halt vor dem ganzen Grauen macht. Doch das ist nur die eine Seite.