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Yahoo! macht Delicious platt

Inzwis­chen scheint sich zu bestäti­gen, was ein paar Stun­den lang nur ein Gerücht war: Yahoo! schließt den Social-Book­­mark­ing-Dienst Deli­cious. Nun ist das auf der einen Seite kein Dra­ma und so manch­er, der das bedauert, wird auf Twit­ter nur mitlei­dig belächelt. Es gibt ja auch genü­gend Alter­na­tiv­en zu Deli­cious, so manche davon ist sog­ar aus­gereifter, schön­er, what­ev­er. Für mich aber hat Deli­cious einen unschlag­baren Vorteil gehabt, den ich bei den in Frage kom­menden Dien­sten jet­zt erst­mal wieder suchen darf: Ich kon­nte meine Book­marks automa­tisch hier im Blog als Artikel posten lassen. Vielle­icht hat das den ein oder anderen auch gen­ervt, die Zugriff­szahlen aber sprechen dafür, dass diese kom­men­tierten Linksamm­lun­gen gerne gele­sen wer­den. Dass ich mich nun wohl nach ein­er neuen Lösung umse­hen muss, ärg­ert mich ins­beson­dere, weil mich das Prozedere, Word­Press und Deli­cious zusam­men­zubrin­gen, im Som­mer 2009 einige Zeit und Ner­ven gekostet hat. Wer also Tipps und Hin­weise für mich hat, wie man für Zootool, Diigo oder Instapa­per ein ähn­lich kom­fort­a­bles Auto-Post­ing auf­set­zen kann: immer her damit.

»Ich hoffe, wir haben die Pubertät hinter uns«

Gestern Abend haben sich die Mach­er des Gesellschafts-Mag­a­zins FROH! in Essen ihren Red-Dot-Award abge­holt. Nur ein Zeichen von vie­len, das zeigt: Dieses Pro­jekt wird wahrgenom­men. Erst kür­zlich wurde in Köln die fün­fte Aus­gabe des wer­be­freien non-prof­it-Mag­a­zins vorgestellt, das für mich zu den großar­tig­sten jour­nal­is­tis­chen Pro­jek­ten gehört, die es in den ver­gan­genen Jahren gegeben hat. Und weil ich mich jedes Mal wieder freue, wenn die Her­aus­ge­ber Dirk Brall und Michael Schmidt, Chefredak­teur Sebas­t­ian Pranz und Art-Direk­­tor Klaus Neuburg eine neue Aus­gabe machen (obwohl sie eigentlich nach der ersten gle­ich wieder aufhören woll­ten), habe ich Michael und Sebas­t­ian einige Fra­gen zu FROH! gestellt. Her­aus­gekom­men ist ein Inter­view über Geld und Ide­ale, Cred­i­bil­i­ty und christliche Werte, Angela Merkel und David Has­sel­hoff. Und eines, das mit ein­er offe­nen Frage endet.

Vielleicht zieh ich in mein iPhone um?

Das Ate­lier Pfis­ter aus dem schweiz­erischen Suhr macht Möbel, schöne Möbel — Punkt. Damit hat es in Sachen Gestal­tung ohne­hin schon mein Herz erobert, inzwis­chen aber bin ich schlicht über bei­de Ohren ver­liebt. Schuld daran: die iPhone-App des Unternehmens. Halb Möbelkat­a­log, halb Hochglanz­magazin bietet sie über das hin­aus die Möglichkeit, Pro­duk­te am Bild­schirm in der eige­nen oder auch ein­er virtuellen Woh­nung zu platzieren und zu testen, wie sie wirken. Noch schön­er wäre es eigentlich nur noch, wenn sie zeit­gle­ich auch noch die Preise der Möbel­stücke mit dem eige­nen Kon­to abgle­ichen und gegebe­nen­falls eine Warn­mel­dung aus­geben würde. So ist man zwar immer wieder entzückt — aber eben auch ent­täuscht zugleich.

»Wir brauchen vor Facebook keine Angst zu haben«

Wollte Twit­ter noch wis­sen, was wir ger­ade machen, inter­essieren sich Loca­tion Based Ser­vices vor allem für das Wo. Und während sich Anbi­eter wie Foursquare oder Gowal­la schon etabliert haben, die Wer­bein­dus­trie bere­its mit den Hufen schar­rt und inzwis­chen auch Face­book mit seinem Places-Dienst auf dem Geo­­dat­en-Markt mit­mis­cht, steckt loca.li noch in den Kinder­schuhen. Aufge­baut haben das in Wies­baden behei­matete Pro­jekt Son­ja Lud­schei­dt und Jesse Adler. Doch ist da noch Platz zwis­chen all den Anbi­etern? Lässt sich mit Loca­tion Based Ser­vices Geld ver­di­enen? Und wie hält es loca.li mit dem Daten­schutz? Das und mehr habe ich Son­ja gefragt. Über manch­es hat sie offen gesprochen, über manch­es aber schweigt sie auch — noch.

FROH! macht Licht macht froh

Geschenke, sagt der Autor Thomas Kas­tu­ra, das zeige schon die Ver­pack­ung, dien­ten seit der Kind­heit der Beschäf­ti­gungs­ther­a­pie. Vielle­icht funk­tion­iert das FROH!-Magazin auch aus diesem Grund so gut, weil all die Autoren, Fotografen und Illus­tra­toren dem Non-Prof­it-Pro­­jekt nicht nur ihre Texte und Bilder (und dem Leser »neue und über­raschende Blick­winkel«) schenken, son­dern sie mit ihrer Arbeit zugle­ich auch sich selb­st etwas gutes tun. Auch ich habe das schon zweimal erleben dür­fen, mit »Licht« jedoch ist am Fre­itag wieder eine Aus­gabe erschienen, an der ich nicht beteiligt war. Und so hätte ich den Mach­ern an diesem so ver­reg­neten Abend eigentlich nicht viel mehr schenken kön­nen, als meine Anwe­sen­heit bei der Release-Par­­ty, vielle­icht ein biss­chen Mund-Pro­­pa­­gan­­da und eine kleine Spende. Wäre mir nicht, kurz bevor ich aufge­brochen bin, doch noch eine Idee gekom­men, über die ich im Nach­hinein umso glück­lich­er bin, als Chefredak­teur Spu diesen Abend nicht miter­leben durfte, son­dern ihn mal­ad im Bett ver­bracht hat. Und so ist dieses Video, mein Geschenk an FROH!, neben scham­los­er Wer­bung vor allem ein Geschenk für ihn und all diejeni­gen, die …