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Gefallene Engel

Bei «Ger­many’s Next Top­mod­el» gehört das Fremd­schä­men ja irgend­wie zum guten Ton. Wenn junge, oft recht ansehn­liche Mäd­chen über den Lauf­steg stak­sten und sich von Bruce «Hand­tasche» Dar­nell ob ihrer Grob­mo­torik zusam­men­fal­ten ließen, schmun­zel­ten bis zu sechs Mil­lio­nen Zuschauer daheim auf dem Sofa. Und dass ein Stolper­er sog­ar zu Wel­truhm führen kann, zeigte sich erst zum Jahreswech­sel wieder bei «Din­ner for One». Allerd­ings stolpert Fred­die Frin­ton auch erstaunlich präzise, bei Mod­els hinge­gen scheint die Formel zu gel­ten: Anmut plus Absatzhöhe geteilt durch Ein­schaltquote mal Hei­d­i­fak­tor gle­ich Bums. Oder: Je grazil­er ein Mäd­chen läuft, desto unbe­holfen­er legt es sich lang. Ein klas­sis­ch­er Fall von Schaden­freude? «Es ist die Lust an frem­dem Unglück — und viel mehr als nur eine kleine, ger­ade noch akzep­tierte Bösar­tigkeit», schrieb Katrin Wilkens in der Zeit über dieses Gefühl. «Schaden­freude ist die kleine Schwest­er der Nieder­tra­cht, sie ist ver­wandt mit dem Neid und wird gespeist von dem Min­der­w­er­tigkeits­ge­fühl.» Na was ein Glück, Neid und Min­der­w­er­tigkeits­ge­fühl gegenüber Mod­els kann ich bei mir auss­chließen. Daher schmun­zel ich jet­zt noch ein wenig weit­er — einige …

Twitterhasser

Die Jungs von MegaWhatTV, bekan­nt dafür, wirk­lich alles zu testen, was es an neuen Gad­gets, Gim­micks und tech­nis­chem Schnickschnack gibt, haben ein Video gedreht, das etwas aus der Rei­he tanzt — inhaltlich: «We Hate: Twit­ter». Eine Abrech­nung en gros mit dem von mir so geliebten, von vie­len nicht ver­stande­nen und von manchen anscheinend sog­ar gehas­sten Microblog­ging-Dienst. Großar­tig, wie der Inhalt auch filmisch umge­set­zt wird — schnelle Schnitte, kom­plett ihn Schwarzweiß und mit einem gut aufgelegten Stu­art Miles. Tweet it!

Hätte, Wenn und Aber stehen nicht auf dem Platz

Viralen Mar­ket­ing im Todesstern Stuttgart hat sich Dominik Kuhn einen Namen gemacht, jet­zt hat er für den SWR nachgelegt. In «Was wäre, wenn? — Die Welt auf Schwäbisch» mit Malte Arkona. Nun gut, Arkona hätte man für die Sendung nicht gebraucht, die Clips aber sind nach wie vor großar­tig. Die Tagess­chau mit Jan Hofer, die Wei­h­nacht­sansprache der Bun­deskan­z­lerin oder «Oba­ma isch oin­er von ons!». Wem diese kurzen Auss­chnitte nicht genü­gen, der kann sich die gesamte Sendung, die der SWR am 11. Jan­u­ar aus­ges­trahlt hat, auch auf Youtube noch ein­mal anguck­en, in drei Teilen. Zwar mit Malte Arkona, aber den kann man ja vorspulen.

Wiiiiiiiiii …!

Von wem Wall‑E gebaut wurde, ist nicht schw­er zu errat­en. Bei jedem Sys­tem­start macht der kleine Schrot­tro­bot­er ein sehr verdächtiges Geräusch. Doch er scheint nicht an Marken gebun­den zu sein, wie diese Wer­bung zeigt. Bis jet­zt fand ich die Wii ja ganz schick, wirk­lich haben wollte ich aber noch keine. Das hat sich ger­ade geändert.

Skål!

«Din­ner for One» ist die am häu­fig­sten wieder­holte Sendung im deutschen Fernse­hen, jedes Jahr zu Sil­vester läuft sie gle­ich mehrfach auf allen möglichen Sendern und gehört für viele Fam­i­lien zum fes­ten Rit­u­al. Laut Wikipedia lief der Sketch am 31. Dezem­ber vor sechs Jahren noch 200 Minuten, im let­zten Jahr waren es schon 300. Bei ein­er Länge von 18 Minuten ergibt das 16,6 Ausstrahlun­gen. Irgen­dein Sender muss also unter­wegs abge­brochen haben, genau nach zwei Drit­teln. Oder diese Sta­tis­tik bein­hal­tet auch die Schweiz­er Ver­sion (die einzige übri­gens, die sich auf YouTube find­et) ohne Tis­chdecke und um sieben Minuten gekürzt. Wer nun in diesem Jahr keine Zeit, keine Lust oder keinen Fernse­her hat, kann sich dort aber auch eine neue Vari­ante des Klas­sik­ers anschauen: eine Lego-Stop-Motion-Ver­­sion inklu­sive neuer Ver­to­nung. Geschaf­fen hat den genialen Streifen das Team von Brick­Movies, zwar haben sie den Film auf ganze 8:42 Minuten eingedampft, das macht ihn allerd­ings kaum weniger sehenswert. Und so wün­sche auch ich mit diesem kleinen Video einen gepflegten Über­gang in das neue Jahr volle Tassen und eine pri­ma Sause heute …