Author: Trotzendorff

Fass!

Es ist wirk­lich span­nend, was bei ein­er genauen Betra­ch­tung und Auswer­tung der Log­files so alles her­auskom­men kann. Nicht nur mehr oder weniger falsche Besucherzahlen, Ref­er­er und Sta­tis­tiken, son­dern auch so manche Kuriosität. Gut, der Illu­sion, dass nur Men­schen aus Fleisch und Blut diese ehren­werte Seite besuchen, gebe ich mich schon lange nicht mehr hin. In Blogs wird gepingt, was das Zeug hält und so klopft eben auch der ein oder andere Robot an meine Tür. Doch heute bin ich auf etwas gestoßen, das ich noch nicht kan­nte. Es trägt den selt­samen Namen »Microsoft URL Con­trol«, schaute um 16:30:56 Uhr für eine Sekunde vor­bei und ver­schwand dann wieder. Das beun­ruhigte mich. Nach ein wenig der Nach­forschun­gen über diesen obskuren Gast kam ich zu der unschö­nen Ver­mu­tung, dass es sich um einen unge­bete­nen han­delt, der sich auf die Suche nach für Spam nutzbaren Scripten (z.B. Form-Mail­er) und ähn­lichen Din­gen macht. Will ich hier nicht haben. Und so hat sich nun ein recht nüt­zlich­es Hausti­er, näm­lich mod_rewrite bei mir vor dem Kamin zusam­mengerollt und bewacht hier nun alles. Ist …

Schmock!

Das kleine Wörtchen »Schmock« stammt aus dem Jid­dis­chen und bedeutet ursprünglich soviel wie Tölpel oder Idiot, im mod­er­nen deutschen Sprachge­brauch wird es ähn­lich ver­wen­det. Der Münch­n­er Lokalbe­sitzer Flo­ri­an Gleibs hat es sich aus­geliehen und als Namen an sein Restau­rant gepappt, anscheinend nicht zu unrecht, wie man nun merken kann. Dieser cle­vere Geschäfts­mann hat näm­lich tat­säch­lich die Chuzpe und wirbt mit Plakat­en in der Münch­n­er Innen­stadt für seine Küche, auf denen die Sätze »Deutsche esst bei Juden« und »Deutsche trinkt bei Juden« zu lesen sind. Das Wort »Deutsche« ist dabei in his­torisieren­der Frak­tur geset­zt, eine Tat­sache, die die Assozi­a­tion mit dem Drit­ten Reich ger­adezu aufzwingt. Ent­wor­fen wur­den diese Pracht­stücke von zwei Mitar­beit­ern der Agen­tur Ser­vi­ce­plan, jedoch unter eigen­em Namen. Agen­­tur-Chef Flo­ri­an Haller wollte die Fir­ma in einem solchen Zusam­men­hang lieber nicht offiziell auftreten lassen, alleine das gibt zu denken. Nun muss man sich ohne­hin fra­gen, wie fern die deutsche Geschichte gerückt sein muss, damit eine solche Idee wirk­lich in die Tat umge­set­zt wird — nach Parolen wie »Deutsche, kauft nicht bei Juden« und ihren schreck­lichen Folgen. …

Elchsuppe

99 Dosen Elch­suppe, das ist der größte Bestandteil der Ehrung, die der Schrift­steller und Titan­ic-Mit­­grün­der Hans Traxler im kom­menden Jahr im Rah­men des Deutschen Satirepreis­es »Göt­tinger Elch« erhält. Daneben gibt es zwar auch noch eine Brosche und 3333,33 Euro, aber das erscheint bei ein­er solchen Mahlzeit doch neben­säch­lich. Ich empfehle, als Vor­speise Paula, die Leucht­gans zu schlacht­en und zum Nachtisch entwed­er das Fromme Krokodil oder Pro­peller tra­gende Kühe zu ver­putzen. Nur Spaß, liebe Tier­schützer und Kinder­buch­leser. Meine Verehrung!

Frohe Weihnachten!

Ich weiß, Wei­h­nacht­en hat kein beson­ders gutes Renom­mee mehr in dieser Gesellschaft. Und wenn es um Kri­tik an diesem Fest geht, ist man mit Argu­menten schnell bei Fuß. Sei es der Kon­sum, der vorgeschoben wird, die man­gel­nde Besin­nung auf den Ursprung oder die Tat­sache, dass der Wei­h­nachts­mann eine Erfind­ung von Coca Cola ist — Wei­h­nacht­en ist out. Aber seien wir mal ehrlich. Wird man zum Kon­sum gezwun­gen? Muss Wei­h­nacht­en wirk­lich ein Fest sein, dessen einziger Zweck im Beschenken ander­er Men­schen liegt? Oder belü­gen wir uns mit diesen Ausre­den selb­st? Sind wir nicht mehr in der Lage, die kom­menden Tage nach unseren eige­nen Wün­schen und Tra­di­tio­nen zu gestal­ten? Ich jeden­falls freue mich darauf. Ich freue mich auf leuch­t­ende Augen beim Aus­pack­en, auf einen gedeck­ten Tisch am Heili­gen Abend und auf die Kirchen­glock­en. Und ich denke an all die Men­schen, die solche schö­nen Tage nicht erleben dür­fen. An all die Men­schen, die Hunger lei­den und Gewalt fürcht­en, die ein­sam sind und verzweifelt. Es gehört mit zu Wei­h­nacht­en, etwas für diese Men­schen übrig zu haben, in welch­er Form …

Apfelauflauf

Es gibt Rezepte, die sind mul­ti­funk­tion­al. Zu diesen gehört auch Apfe­lau­flauf, ein Gericht, dass sich prob­lem­los sowohl zum Früh­stück, als auch zum Kaf­fee, als Haupt­speise oder Nachtisch machen lässt. Da er im Win­ter am besten schmeckt, gibt es hier jet­zt meine Vari­ante (auf­bauend auf Mamas Ver­sion), aus­re­ichend für vier Personen: