Author: Trotzendorff

Gute Nacht, Freunde …!

Heute abend ver­ab­schieden sie sich vom Fernse­hbild­schirm und ihren Fans in Deutsch­land: Die Friends. Mit der let­zten Folge geht eines der erfol­gre­ich­sten Fernse­hfor­mate aller Zeit­en zu Ende — alleine in den USA sahen über 52 Mil­lio­nen Zuschauer die Abschiedssendung. Sagen wir also Auf Wieder­se­hen zu Ross und Rachel, Chan­dler und Mon­i­ca, Joey und Phoebe. Sagen wir Auf Wieder­se­hen zum Cen­tral Perk. Mit feucht­en Augen blick­en wir zurück auf die let­zten Jahre mit Phoebes Liedern, Joeys Cast­ings und all den schö­nen Gas­tauftrit­ten — von Tom Sel­l­eck bis Bruce Willis. Wir sind wirk­lich zu Fre­un­den gewor­den, haben mit­gelit­ten und mit­geliebt. Wir haben mit­ge­fiebert und mit­ge­wohnt. Wir haben die Bet­ten geteilt mit sechs Ver­rück­ten und sagen »Danke, Ihr Lieben«! Wir haben viel von Euch gel­ernt und viel mit Euch gelacht. Ihr werdet uns fehlen …! Nach­trag 21:17:18 Uhr: Schnief …!

Arme Sünderlein

Män­ner gehen fremd — einige zumin­d­est — das ist kein Geheim­nis. Die meis­ten Sün­der wün­schen sich jedoch, ihre Tat bliebe geheim. Dem hat lei­der eine Gruppe Frauen aus den USA den Kampf ange­sagt und mit dontdatehimgirl.com eine Art Sün­den­por­tal ges­tartet. Mit Name, Alter und Wohnort, teils sog­ar mit Foto wer­den hier Män­ner an den Pranger gestellt — immer mit der War­nung verse­hen: »Don’t Date Him Girl!« und der dazuge­höri­gen Geschichte der Ex und heuti­gen Anklägerin. Eine frag­würdi­ge, aber anscheinend erfol­gre­iche Proze­dur. Bere­its mehrere hun­dert Karteikarten find­en sich auf der Inter­net­seite, täglich kom­men neue hinzu. Immer­hin eine Stel­lung­nahme kön­nen die Beschuldigten per E‑Mail an die Betreiber schick­en. Die soll dann — gle­ich neben dem Pro­fil — mit in die Kartei aufgenom­men wer­den. Viele Män­ner scheinen davon aber noch keinen Gebrauch gemacht zu haben. Auch nach län­gerem Stöbern kon­nte die Redak­tion keine Gegen­darstel­lung aus­machen. Ob dafür nun Scham oder Gelassen­heit ver­ant­wortlich ist, über­lassen wir get­rost den Kol­le­gen von Psy­cholo­gie Heute.

Augen, Ohren, Herzen

Ab mor­gen find­et die vierte Bern­er Bien­nale statt, ihres Zeichens ein Fes­ti­val der Kün­ste. Bis zum 21. Okto­ber bekommt das wohlgesonnene Pub­likum Musik, The­ater, Kun­st und Beiträge aus den »trans­diszi­plinären Zwis­chen­bere­ichen« zu Augen, Ohren und Herzen. The­ma beziehungsweise Mot­to der diesjähri­gen Ver­anstal­tung ist die Zeitgenossen­schaft Ein­steins sowie Mod­ewel­ten in und zwis­chen Kun­st und Wis­senschaft. Es haben sich illus­tre Gäste wie Ulrike Grossarth, das Schön­berg-Ensem­ble oder die Kün­st­lerin Tyyne Clau­dia Poll­mann angekündigt. Gast­ge­ber ist die Bern­er Hochschule der Künste.

Entwicklungsschub 2

Noch vor eini­gen Tagen haben Jacques Schus­ter und Roger Köp­pel in der Welt geschrieben, die Türkei gehöre nicht zur EU und habe das noch nie getan, wed­er kul­turell, noch geografisch. »Das Erbe der Antike, die jüdisch-christliche Ethik, die Renais­sance und die Aufk­lärung sind an ihr genau­so vorüberge­gan­gen wie an uns die Kul­tur des Harems.« Was ist dran an dieser These, was würde ein Beitritt der Türkei kul­turell bedeuten? Zunächst zu oben­ste­hen­der — zugegeben­er­maßen mutig zu nen­nen­der Behaup­tung. Das Erbe der Antike — ein her­rlich weit gefasster und daher schw­er zu wider­legen­der Begriff — zeigt sich natür­lich nicht in Stät­ten wie Tro­ja und Eph­esos. Unbe­deu­tende Orte, kaum His­to­rie und schon gar keine Entwick­lung. Die jüdisch-christliche Ethik, fun­da­men­tal ver­schieden von der islamis­chen, kann nicht, wie manche ver­messene His­torik­er ver­muten, auch in der heuti­gen Türkei gefun­den wer­den. Außer Acht lassen muss man da wohl, dass das Byzan­ti­nis­che Reich zu den ersten christlichen Staat­en der Welt zählt. Renais­sance und Aufk­lärung, soweit kann man den bei­den Autoren ent­ge­gen kom­men, musste das »Land« lei­der ohne Dür­er und Michelan­ge­lo erleben. Die Entwick­lung der …

Entwicklungsschub

Nach Angaben von Bri­an Jones, Entwick­ler bei Microsoft, wird die näch­ste Office-Gen­er­a­­tion mit einge­bautem PDF-Export aus­geliefert. Was bei OpenOf­fice und anderen schoin lange Stan­dard ist, wird dann auch für MS-User ohne Macros und lästige Zusatzpro­gramme möglich. »The PDF sup­port will be built into Word, Excel, Pow­er­Point, Access, Pub­lish­er, OneNote, Visio, and InfoPath! I love how well this new func­tion­al­i­ty will work in com­bi­na­tion with the new Open XML for­mats in Word, Excel, and Pow­er­Point«, schreibt Jones in seinem Weblog. Anscheinend war der Kun­den­druck auf Microsoft doch ein wenig zu groß. Eigentlich plant der US-Konz­ern seit einiger Zeit, mit InfoPath ein eigenes Dateifor­mat in Konkur­renz zu Adobes PDF auf den Markt zu brin­gen. Office »12« soll in der zweit­en Jahreshälfte 2006 in den Verkauf kommen.