Author: Trotzendorff

Nahaufnahme eines Schallplattenspielers

Hörst du drei oder vier Lieder mit mir?

»Musik ist wie ein alter Fre­und, der keine Fra­gen stellt«, hat Nel­ly Fur­ta­do mal in einem Inter­view mit der Süd­deutschen Zeitung gesagt. Ein wun­der­bar­er Satz. Und vier dieser alten Fre­unde will ich Euch heute vorstellen, so wie es auch Asal­lime getan hat. Und so, wie Ihr es vielle­icht auch noch tun werdet?

Ausblick aus einem Flugzeug auf eine vereiste Landschaft

Ganz weit weg

Es ist ruhig an diesem Mor­gen in Paris. Sehr ruhig. Als wäre die Welt in Wat­te gehüllt, als wollte sie sich ein­pack­en, sich schützen, sich etwas Gebor­gen­heit zurück­holen, etwas Sicher­heit. Ich weiß nicht, was ich erwartet habe, vielle­icht gar nichts, aber am Flughafen keine Armee, keine Polizei zu sehen, erstaunt mich. Und es beruhigt mich. Das Leben geht weit­er, der All­t­ag hat sich nicht ganz aus dem Konzept, nicht ganz aus dem Tritt brin­gen lassen. Der per­fide Plan, der aufge­gan­gen zu sein schien, ist gescheitert.

Aus einer Weinflasche wird eine Silvester-Rakete abgefeuert

Das ist nicht die ganze Wahrheit (2014)

Schon 2008 und 2011 habe ich mit einem kleinen Frage­bo­gen auf das ver­gan­gene Jahr zurück­ge­blickt, eigentlich eine schöne Gele­gen­heit, all die tollen, aber auch weniger tollen Dinge, die einem passiert sind, noch mal Revue passieren zu lassen. Und so gibt es auch für 2014 wieder 22 Fra­gen, die ich mir sein­erzeit hier, hier, hier und hier zusam­mengeklaut hat­te. Und für 2014 habe ich mir eine Frage auch noch bei Johannes geliehen. Danke dafür — und einen guten Jahreswechsel!

Auf einem Holzsteg bei Sonnenuntergang steht ein Mensch im Hasenkostüm

Ich danke der Academy

Machen wir uns nichts vor, wir haben ihn ver­passt, den Moment, in dem uns das Leben in dieses Jahr kat­a­pul­tiert hat, das gestern noch nach Sci­ence-Fic­­tion klang — nach Odis­sey im Wel­traum. Es ging alles ziem­lich schnell, nur wenige Augen­blicke liegen zwis­chen Reli-Unter­richt, Men­sa und Altersvor­sorge. Gestern noch waren das die Jahre, von denen wir dacht­en, dass wir sie mor­gen für die besten unseres Lebens hal­ten. Aber waren sie das? Die besten Jahre unseres Lebens?