Author: Trotzendorff

Ein Glas dunkles Bier steht auf einem Holztisch

Über was man nach zwei Bier alles nicht mehr bloggen mag

Eigentlich wollte ich gestern Abend bloggen. Ich hat­te schon zwei Bier getrunk­en — von dem leck­eren bayrischen (nicht im Bild) — und von Duck­Duck­Go ger­ade eine sym­­pa­thisch-schnelle Reak­tion auf eine Beschw­erde bekom­men. Da fiel mir auf, dass Duck­Duck­Go mich keinen Cent kostet. Nicht die Such­mas­chine, nicht die (wirk­lich sen­sa­tionell nüt­zliche) App, nicht der Sup­port. Und deshalb wollte ich bloggen — darüber, dass mir dieser Ser­vice und diese App und dieser Sup­port dur­chaus ein paar Euro im Monat wert wären. Andere Dien­ste aber nicht.

Schwarz-Weiß-Foto von Menschen, die an einem Strand ein Trinkgelage feiern

Die Revolution als Party-Desaster

Es gibt Bands, die kön­nen keine Bal­laden. So wie Köch*innen, die keinen Nachtisch kön­nen oder Fußballer*innen, die ein­fach keinen Kopf­ball hinkriegen. Kraftk­lub sind so eine Band. Was sie anpack­en, wird laut und rauh und knochen­trock­en, selb­st wenn es von Liebe und Schmerz und Melan­cholie han­delt. Zum Glück. Jet­zt haben die Chem­nitzer mit »In Schwarz« ihr zweites Stu­­dio-Album veröf­fentlicht, das um Län­gen bess­er gewor­den ist als der Erstling. Und der war schon richtig gut.

Nahaufnahme von Fans des 1. FC Köln aus dem Video »Der Tag wird kommen«

Der Tag wird kommen

Ich glaube, sel­ten ist ein neues Musikvideo so oft in mein­er Time­line aufge­taucht wie Markus Wiebuschs »Der Tag wird kom­men«. So viele haben schon darüber geschrieben — von kle­in­sten Blogs bis hin zum Stern. Es ist ein Song über den Fußball und all die »homo­phoben Vol­lid­ioten« in den Sta­di­en, ein Song über feige Funktionär*innen und gescheit­erte Kar­ri­eren. Ein Song, dessen Video per Crowd­fund­ing enstanden ist, das in weni­gen Tagen mehr als 50.000 Euro sam­meln kon­nte. Es ist ein Song, der den Mund auf­macht und der unter die Haut geht, der an jedem Spielt­ag in jedem Sta­dion laufen sollte, den man auf­drehen muss und bei dem man die Laut­sprech­er auf die Fen­ster­bank stellen und all den Men­schen da unten auf der Straße zurufen will: »Hört hin! Das geht auch an Euch!«

Drei Jugendliche auf BMX-Rädern fahren bei Sonnenuntergang eine Straße hinunter

Maabrändi: Wie Finnland an seinem Image schraubt

Finn­lands Touris­mu­sor­gan­i­sa­tio­nen begeis­tern mich immer wieder aufs Neue. Wieviel Liebe, Zeit, Geld und pos­i­tive Energie dieses Land in seine Kam­pag­nen steckt, ist beein­druck­end. Das Ergeb­nis: Wun­der­bare Broschüren, Filme und Ver­anstal­tun­gen, deren erstk­las­sigem Design und Hochglanz­in­halt es neben vielem anderen zu ver­danken ist, dass Jahr für Jahr mehr Men­schen nach Finn­land kom­men. Doch eins fällt auf: Das Meiste davon ist ziem­lich weit ent­fer­nt von der Wirklichkeit.

Ein Topf mit Sauce Bolognese steht auf einem Balkontisch

Die beste Bolognese der Welt? Hier ist das Rezept

Vor­ab muss ich mir die Zeit nehmen für eine Entschuldigung und eine War­nung. Die Entschuldigung zuerst: Die Über­schrift ist nicht kor­rekt. Eigentlich müsste es »Das beste bolog­nese« heißen, denn das, was wir in Deutsch­land als Sauce Bolog­nese ken­nen, ist eigentlich ein »Ragù alla bolog­nese«. Und nun die War­nung: Das, was ich aus diesem Gericht gemacht habe, ist sen­sa­tionell leck­er (Son­st wäre es ja auch nicht die oder das beste Bolog­nese der Welt), aber soll­ten Sie Italiener*in sein, kön­nten es passieren, dass Sie die Hände über dem Kopf zusam­men­schla­gen ob einiger Zutat­en. Aber lassen wir es drauf ankommen.