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Immer wieder unternehmen deutsche Regisseure den Versuch, in ihren Fernsehfilmen die Medien darzustellen — so realistisch wie möglich. Gelungen ist das kaum einmal. Doch was ist so schwierig daran?
Immer wieder unternehmen deutsche Regisseure den Versuch, in ihren Fernsehfilmen die Medien darzustellen — so realistisch wie möglich. Gelungen ist das kaum einmal. Doch was ist so schwierig daran?
Der Internet-Experte Tim O’Reilly hat mit der Einführung des Begriffs »Web 2.0« vor einigen Jahren ungewollt ein Versprechen abgegeben. Doch eingelöst hat es bis heute niemand. Eine Spurensuche.
Lange Zeit hatten High-End-Puristen ein ziemlich ärgerliches, weil nicht zu lösendes Problem: Wie bekommt man aus einem Lautsprecher einen wohlklingenden Hörgenuss herausgekitzelt, ohne dafür meterweise und dazu noch teure Kabel verlegen zu müssen? In den letzten Jahren kamen schließlich ultraflache Leiter auf den Markt, die zwar nicht mehr an der Wand entlang, sondern unter der Tapete verlegt werden konnten — verlegt werden aber mussten auch sie noch. Nun hat sich Deutschlands Vorzeigeproduzent für High-Fidelity, die im hessischen Weilrod ansässige Firma Canton dieses Problems angenommen und das Lautsprecherset CD 3500 auf den Markt geworfen, das sich die nötigen Daten via Funkleitung von einem kleinen Sender schicken lässt. Und was kann man heute, zur Freude aller Interessierten, in der FAZ lesen? Die beiden schlanken Säulen spielten in bester Canton-Manier auf, »mit blitzblanken Höhen, einem angesichts der kleinen Chassis (…) überraschend kräftigen und trockenen Tiefbaß, bester Räumlichkeit und bestechender Dynamik«. Das klingt nach einem Versprechen. Nur, dass neben dem kräftigen und trockenen Tiefbaß auch der entsprechend kräftige und trocken kalkulierte Preis von 2400 Euro steht. Aber wer stört sich …
Gleich zwei Mails mit gleichem Inhalt haben mich heute morgen erreicht, der Anlass ist eigentlich ein schöner: Am Wochenende findet in Sidney die Weltmeisterschaft der Fahrradkuriere statt. Im Sommer, bei den Deutschen Meisterschaften in Köln und der ECMC in Helsinki, war eine junge Kollegin vom Deutschlandradio vor Ort, um im Hinblick auf Sidney eine Reportage über die Kurierszene zu machen. Die ist jetzt fertig und auch im Internet zu hören und wen erlausche ich beim Durchhören auf diesem Band? Mich. Zwar hat mich Frau Bettina Ritter aus Versehen im O‑Ton halbnackt an den Strand von Helsinki verfrachtet, obwohl sie mich in Köln interviewt hat (und ich im Übrigen auch in diesem Sommer nicht in Helsinki war, noch nicht einmal bekleidet), das macht aber auch nicht viel, es ist ein toller Beitrag geworden. Reinhören lohnt sich für alle, die mal ein wenig mehr über die absonderliche Spezies Fahrradkuriere wissen wollen. Bei mir kommt eine Menge wieder hoch — der Drang, auf’s Rad zu steigen, Sehnsucht nach den guten alten Zeiten, nach Abgasen und verschwitzten Trikots, nach Gegenverkehr …
Der Herbst ist da, die Blätter fallen, und während Haribo Kastanien hortet, warten zu Hause gemütlich Abende und heißer Tee. Passend dazu hat die dänische Sängerin Tina Dico gerade ihr erstes Album herausgebracht. Und auch, wenn der Titel »In the red« (»Im roten Bereich«) ziemlich in die Irre führt, hat es die Platte in sich. Kuschelweiche Melancholie, unangestrengter Folkpop mit toller Stimme vorgetragen, was will man mehr? Keine hochgesteckten Ambitionen, keine großen Erwartungen, einfach eine Platte, um lange Tage mit noch längeren Abenden ausklingen zu lassen. Dabei hat die 23-Jährige durchaus einiges auf dem Kerbholz: In Dänemark kurzerhand U2 und Coldplay in den Charts entthront, Musikpreise als Best Songwriter (beim Dänischen Grammy) sowie Beste Komponistin (Danish Music Critics Award) abgestaubt und bereits ein eigenes Label gegründet. Das alles scheint sie gut zu verkraften, das zeigt das Album. Auch, wenn man es sich leisten könnte — es muss nicht immer Extravaganz sein…