Author: Trotzendorff

Heute schon gescheitert?

Erfolg ist eine unglaublich lang­weilig Sache. Nicht nur für Außen­ste­hende, auch für den Erfol­gre­ichen selb­st. Auf­grund dieser Tat­sache und natür­lich auch wegen des großen Erfol­gs geht »Die Show des Scheit­erns« in zweite Runde. Ken­nen Sie nicht? Soll­ten Sie aber. Frei­willige bericht­en über Vorhaben und Pro­jek­te, die nicht zus­tande kamen: Ver­sandete Geschäft­sideen, ein unvol­len­de­ter Roman oder ein anfäl­liges Entwässerungssys­tem für den Garten. Die Botschaft lautet: Scheit­ern ist etwas Sym­pa­this­ches, für das man sich nicht zu schä­men braucht. Im Gegen­teil, nur wer etwas ver­sucht, kann auch scheit­ern. Belastet Sie ein unvol­len­detes Werk? Dann sprechen Sie darüber. Wägen Sie ab, ob an der Sache noch was dran ist, oder ob Sie sich während der Show in ein­er rit­uellen Ver­nich­tung endgültig davon ver­ab­schieden wollen. Das alles find­et Platz im Kamp­nagel in Ham­burg, willkom­men sind Pro­jek­te aller Art: Kün­st­lerische, tech­nis­che, wirtschaftliche, soziale oder Freizeit- und Bastel­pro­jek­te. Also denn, gehen Sie mal wieder vor die Tür, erleben Sie eine ver­nich­t­ende Nieder­lage und genießen Sie — später im Kamp­nagel — den Erfolg des Gescheitertseins.

Call for entries

Nur noch bis über­mor­gen (6. Okto­ber) lädt das Bon­ner Vide­ofes­ti­val Videonale 11 Kün­st­lerIn­nen ein, sich mit ein­er Videoar­beit aus den let­zten drei Jahren für den offe­nen Wet­tbe­werb zu bewer­ben. Die von ein­er inter­na­tionalen Fachjury aus­gewählten Arbeit­en wer­den vom 15. März bis zum 15. April 2007 im Kun­st­mu­se­um Bonn in ein­er vier­wöchi­gen Ausstel­lung präsen­tiert. Bei der Eröff­nung (14. März 2007) wird der Gewin­ner des Videonale-Preis­es bekan­nt­gegeben. Ziel des renom­mierten Videokun­st­fes­ti­vals ist es, aktuell­ste Posi­tio­nen von Videokun­st in ein­er vier­wöchi­gen Ausstel­lung zu zeigen. Das Rah­men­pro­gramm behan­delt in unter­schiedlichen Schw­er­punk­ten the­o­retis­che und prak­tis­che Fragestel­lun­gen zum The­ma Videokun­st. In Work­shops, Experten-Vorträ­­gen und aus kün­st­lerisch­er Sicht wer­den die Beson­der­heit­en von Video als kün­st­lerisches Medi­um in Bezug zu anderen Medi­en der bilden­den Kun­st the­ma­tisiert. Schw­er­punkt der Work­shops sind Fra­gen des Copy­rights und der Restau­rierung, sowie deren Auswirkun­gen auf Ausstel­lung­sorte und Samm­lun­gen. Anknüpfend an die let­zte Videonale wird die Frage der adäquat­en Präsen­ta­tion von Videokun­st in klas­sis­chen muse­alen Räu­men gestellt und eine mögliche Antwort in der aktuellen Präsen­ta­tion der Videonale 11 ver­wirk­licht. Die gut 20-jährige Geschichte der Videonale begann 1984 im Bonner …

Einheitstagsbrei

Die Adolf-Hitler-Straße, die früher durch die Leipziger Süd­vorstadt führte, heißt heute Karl-Liebknecht-Straße. Darüber kann man sich freuen, wenn man ein demokratisch gesin­nter Men­sch ist. Trifft das nicht zu, kann man sich daraus ein poli­tis­ches Welt‑, respek­tive Stadt­bild zusam­men­z­im­mern und aus­gerech­net am 3. Okto­ber quer durch die Stadt und eben auch diese Meile herunter in Rich­tung Con­newitz marschieren. So geschehen des öfteren in den let­zten Jahren, wenn sich das rechte Spek­trum in Leipzig getrof­fen hat. Dazu gesell­ten sich dann auch immer einige Gegen­demon­stran­ten, die nicht nur zeigen woll­ten, dass ihnen Faschis­mus stinkt, son­dern auch, dass es unglaublich viel Spaß macht, Autos und Müll­con­tain­er anzuzün­den und die Polizei als ver­has­sten Vertreter der Staats­macht mit Steinen zu beschmeißen. Auch heute war eine Demon­stra­tion angemeldet, von 12 bis 20 Uhr durfte der braune Pöbel marschieren, krake­len und sich pro­duzieren, Gegen­ver­anstal­tun­gen gab es auch. Doch die Karl-Liebknecht-Straße, gle­ich hier um die Ecke und somit auch die Süd­vorstadt, soweit sie sich aus den Fen­stern dieser Woh­nung überblick­en lässt, blieb ruhig. Chris­t­ian Worch und seine »Man­nen«, wie es das Ein­satzteam der Polizei …

Back auf Mac

War klar, allzu lange hält es auch das Schnitzel nicht ohne selb­stver­mark­ter­isches Bloggen aus. Und so hat sich der Kol­lege aus dem Bett geschält, sich in sein schön­stes Son­ntagshemd gewor­fen und ist zum näch­sten Gravis-Store gelaufen. Ver­dammt, warum haben alle schon einen Mac, nur ich nicht?! Wo bleibt mein Wei­h­nachts­geld? Na gut, soll mir recht sein, wenig­stens ist so der Schnitzel­teller wieder aufer­standen. Bess­er, schneller, schön­er, infor­ma­tiv­er, leck­er­er und vor allem: In Ver­sion 2! So kriege ich hof­fentlich bald schicke Nachricht­en aus der Heimat (Bes­timmt waren das Schnitzel und Bal­tasar mit Videokriegs­gerät auf Pützchens Markt). In ein­er Woche geht es auch hier wieder ein wenig belebter zu, ist ver­sprochen, denn dann wird das neue Heim in Leipzig bezo­gen, wo es auch die ele­mentaren Zivil­i­sa­tion­skrankheit­en wie Tele­fon, Inter­net und fließen­des Wass­er gibt. Bis dahin Geduld, liebe Leser, sucht Euch einen der ver­gan­genen 245 Beiträge aus, lernt ihn auswendig und macht Euch eine schöne Woche. P.S.: Liebes Schnitzel. Solche hämis­chen Bemerkun­gen wie das mit dem Eingabefeld unter Fire­fox auf Mac… Tsstsstss… Auch noch Salz in die Wun­den streuen …

Neues aus Nord

Ja, ich weiß, es ist elends lange her, und ich schäme mich ja auch. Aber man möge verzei­hen, dass ein Ortswech­sel, ein neuer Job und die Dinge drum herum ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Nun aber gibt es endlich Neues aus Nord, dem schö­nen Plat­ten­baus­tadt­teil in Altenburg, der seit knapp vier Wochen meine Zwis­chen­lö­sung­sheimat ist. Denn erstens wurde mir aus dem erwan­dern­swerten Öster­re­ich in Per­son desKon­sumkind­chens ein Stöckchen zuge­wor­fen, dass ich nach etlichen Tagen endlich zurückschmeißen will und zweit­ens hat sich das Blogstipendi­um der Süd­deutschen bei mir gemeldet und ver­langt nach Aufmerk­samkeit. Nun denn, sollen sie haben. Der liebe Herr von Gehlen, seines Zeichens Redak­tion­sleit­er von jetzt.de schick­te mir kür­zlich nicht nur beste Grüße, son­dern auch noch das Fol­gende: Na, das geht natür­lich runter wie Gose, weckt aber auch böse Erin­nerun­gen an das hundsmis­er­able Ver­sagen beim Blog­wet­tb­werb der Zeit. Zudem kommt die Jet­zt-Redak­­tion mit solchen Sachen natür­lich aus­gerech­net in ein­er Zeit, in der hier Ebbe herrscht und die Flut im Urlaub ist. Na danke auch! Aber gut, machen wir das Beste draus. Eine Blogskizze ist …