Doch, ich hätte schon Lust gehabt, etwas zum Thema Leistungsschutzrecht zu bloggen, aber zu dem Thema ist in den vergangenen paar Tagen schon so viel Gutes geschrieben worden, dass ich mich lieber auf diese Videos konzentriere, die ich erst heute bei Ralf Schwartz entdeckt habe: »Everything is a Remix« von Kirby Ferguson. Read More
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Ich verstehe das nicht
Zwischen den Toten Hosen und Deichkind, irgendwann nach Mitternacht, schickte die ARD gestern einen Reporter für ihren Spartensender EinsPlus über das Gelände von Rock am Ring, der die Aufgabe hatte, zehn Frauen zu finden, die ihm ihre Brüste zeigen.
Absatz.
Ich habe keine rechte Lust, an dieser Stelle die Frage zu diskutieren, warum die Frauen freiwillig vor laufender Kamera blankgezogen haben und ob das einen Unterschied macht. Noch weniger will ich zu Gunsten des Senders und seines Reporters ins Feld führen, dass unter den zehn Frauen auch ein Mann gewesen ist — Sexismus wird nicht dadurch besser, dass er als Witz gemeint ist. Und überhaupt keine Lust habe ich, mir zu überlegen, ob es denkbar gewesen wäre, dass eine Reporterin auf die Suche nach Männern geht, die bei diesem Festival intime Körperteile in die Kamera halten — ganz zu schweigen von der Frage, ob ich verwundert gewesen wäre, einen solchen Einspieler nicht bei der ARD, sondern bei Sport 1 oder RTL 2 zu sehen — oder bei ARTE. All das nämlich führt nur zu billigen Ausreden. Die Atmosphäre eines solchen Festivals sei nunmal aufgeladen, auch sexuell, schließlich passierten dort vor und hinter den Kulissen ganz andere Sachen. Es sei doch sogar lobenswert, dass ein öffentlich-rechtlicher Sender wegkommt von der Prüderie früherer Jahre und — hey! Immerhin überträgt EinsPlus dieses Festival. Was für ein Gewinn! Ein Gewinn aber wäre für mich stattdessen eine Antwort auf die Frage, was für ein seltsamer Sport das ist, eine bestimmte Anzahl an Personen zu finden, die sich für das Fernsehen nackt machen. Ich hätte gerne eine Erklärung dafür, warum ich mir eine solche Berichterstattung gefallen lassen muss, die mich als Zuschauer vereinnahmt und mir Klischees und Geschlechterrollen als selbstverständlichen Teil dessen verkauft, was die Verantwortlichen bei EinsPlus offenbar über ihr Image und ihre Zielgruppe denken. Ich hätte gerne eine Antwort auf die Frage, was für ein_e Redakteur_in sich eine so plump sexistische Idee einfallen lässt, und ich will wissen, was für eine Redaktionskonferenz diese dann auch noch durchwinkt — und: wie die Reaktionen darauf waren. Die Frage, ob ich für so etwas wirklich Rundfunkgebühren bezahle(n muss), erübrigt sich ja leider von selbst.
Durchgefavt: der Mai (anno 2012)
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Neulich bei der @rheinzeitung «Wir investieren 42 Mio in neue Druckmaschinen.» «Wär digital nicht besser?» «Sie heißen Commander CT.» «Go.»
— professorbunsen (@professorbunsen) May 31, 2012
In space, no one can hear Justin Bieber
— HAL 9000 (@HAL9000_) May 31, 2012
https://twitter.com/ruhepuls/status/208135599738200064 Read More
Justin Bieber, die Bild und ich
Als ich das erste Mal von Klout hörte, war ich begeistert. Endlich würde mir mal jemand sagen, was das alles wert sei, dachte ich. Jemand, der mir klar macht, was mir Facebook, Twitter & Co. wirklich bringen — schwarz auf weiß in einer eindeutigen Zahl: dem Klout-Wert. Und dann musste ich mich noch nicht einmal anmelden für diesen großartigen Dienst. Klout kannte mich schon, hatte mich schon eine zeitlang beobachtet und längst begonnen, mich zu bewerten. Eine 35 stand da in meinem Profil, und ich wurde ehrgeizig. Bis 100 reicht das Klout-O-Meter. Read More
Ewan McGregor spielt Alfred Jones!
Ich habe schon das Buch geliebt — und jetzt spielt ausgerechnet Ewan McGregor die Hauptfigur Dr. Alfred Jones, der für Scheich Muhammad ibn Zaidi bani Tihama, einen passionierten Fliegenfischer aus dem Jemen, Lachse in den Wadis des Wüstenstaats ansiedeln soll? Und: Warum bitte erfahre ich erst heute davon?!