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Lieblingslied-Tag: Garden Party

pEtEr With­out­field fordert unser aller All­Time-Lieblingslieder. Kann er haben. Und da es von der besten Band aller Zeit­en nur ein Stück (»Kayleigh«) in das Popgedächt­nis der Men­schheit geschafft hat, ist dieser Post sog­ar noch von aufk­lärerischem Charak­ter. Pop­bil­dung qua­si. Und jet­zt: Gar­den Party!

Ithaka reloaded oder: Brichst du auf gen Bernabéu

Brichst du auf gen Bernabéu,
wün­sch dir eine lange Partie,
voller Dop­pelpässe und schneller Angriffe.
Die Eto’os und Sneijders,
den zorni­gen Lucio fürchte nicht,
solcher­lei wirst du auf dein­er Fahrt nie finden,
wenn dein Denken hochges­pan­nt, wenn edle
Regung deinen Geist und Kör­p­er anrührt.
Den Eto’os und Sneijders,
dem wüten­den Lucio wirst du nicht begegnen,
falls du sie nicht in dein­er Seele mit dir trägst,
falls deine Seele sie nicht vor dir aufbaut.

Wün­sch dir eine lange Partie.
Der Som­mer­abende möcht­en viele sein,
da du, mit welch­er Freude und Zufriedenheit!
in nie zuvor gese­hene Sta­di­en einfährst;
halte ein bei den Are­nen der Franzosen
und erziel die schön­sten Tore,
Eck­en und Flanken, Abseits­fall­en, Hackentricks
und erre­gende Spielzüge aller Art,
so reich­lich du ver­magst, erre­gende Spielzüge;
besuche viele Sta­di­en in Italien,
damit du von den Eingewei­ht­en lernst und wieder lernst.

Immer halte Madrid im Sinn.
Dort anzukom­men, ist dir vorbestimmt.
Doch beeile nur nicht deine Reise.
Bess­er ist, sie dauere viele Minuten;
und alt gewor­den lege am Esta­dio San­ti­a­go Bern­abéu an,
reich an dem, was du auf dein­er Fahrt gewannst,
und hoffe nicht, dass das Finale dir Reich­tum gäbe.

Das Finale gab dir die schöne Reise.
Du wärest ohne es nicht auf die Fahrt gegangen.
Nun hat es dir nicht mehr zu geben.

Auch wenn es sich dir ärm­lich zeigt, das Spiel bet­rog dich nicht.
So weise, wie du wur­dest, und in solchem Maß erfahren,
wirst du ohnedies ver­standen haben, was die 90 Minuten bedeuten.

Kon­stan­ti­nos Kavafis: »Brichst du auf gen Ithaka … «

Im Schloss (11)

Igor!
Mylord?
Igor, holen Sie den Gärtner.
Den Gärt­ner, Sir? Wir haben keinen Gärtner.
Wie meinen? Und warum weiß ich davon nichts, Igor? Hä?!
Sir, Sie haben doch selb­st gesagt …
Ich weiß, was ich gesagt habe, Igor. Aber schauen Sie sich doch das Dilem­ma mal an. Ein Pflänzchen nach dem anderen, Igor. Ohne, dass man etwas dage­gen machen könnte.
Denen fehlt bes­timmt nur die gute transsil­vanis­che Luft, Sir. Genau wie Ihnen.
Ach Igor, mein Gutester.
Ach Sir … *seufz*

Digitales Trinkgeld

Alle Welt redet/twittert/bloggt über Flat­tr, die Ein­ladun­gen (derzeit befind­et sich Flat­tr noch im Beta-Sta­tus) kur­sieren ähn­lich wie bei Google Wave, diese Plat­tform schickt sich an, das näch­ste große Ding im Netz zu wer­den. Ergo gibt es Flat­tr ab heute auch hier, auf diesem Blog. Auf den ersten Blick scheint dieses Tool etwas ähn­lich­es zu bieten wie Pay­pal: einen Micro­pay­ment-Dienst. Doch das Prinzip funk­tion­iert anders. Denn das Geld, das bei Flat­tr hin- und her­wan­dert, wan­dert zwis­chen einzel­nen Pro­jek­ten hin und her. Und das geht so. Read More

Unterbeschaftigung?

Das, was Sie auf dem neben­ste­hen­den Foto sehen, meine Damen und Her­ren, ist aller­fe­in­stes Zwielicht. Und der Mann im Bild, das kön­nte Wik­tor Dro­gin sein (Ist er natür­lich nicht). Wik­tor kommt seinen Angaben zufolge aus der Ukraine, ist Direk­tor ein­er Fir­ma namens Infos­oft, und Wik­tor hat mir geschrieben. Eine sehr nette Mail mit einem reizvollen (und offe­nen) Jobange­bot (als Geld­wäsch­er) und tollen Sätzen wie «In der Regel kommt unge­faehr von 10 Tagen bis 2–3 Woche mit Woch­enende her­aus» und auch die dop­peldeutige Betr­e­f­fzeile zeugt von fast schon lit­er­arisch­er Begabung. Vor allem die lieben Grüße jedoch und den Hin­weis, nicht zu ver­legen, falls ich ver­schiedenar­tige Fra­gen haben sollte, fand ich gut. Also, Herr Dro­gin (ein schön­er Name), eine Frage hätte ich wirk­lich: Geht’s noch? Read More