Das, was Sie auf dem nebenstehenden Foto sehen, meine Damen und Herren, ist allerfeinstes Zwielicht. Und der Mann im Bild, das könnte Wiktor Drogin sein (Ist er natürlich nicht). Wiktor kommt seinen Angaben zufolge aus der Ukraine, ist Direktor einer Firma namens Infosoft, und Wiktor hat mir geschrieben. Eine sehr nette Mail mit einem reizvollen (und offenen) Jobangebot (als Geldwäscher) und tollen Sätzen wie «In der Regel kommt ungefaehr von 10 Tagen bis 2–3 Woche mit Wochenende heraus» und auch die doppeldeutige Betreffzeile zeugt von fast schon literarischer Begabung. Vor allem die lieben Grüße jedoch und den Hinweis, nicht zu verlegen, falls ich verschiedenartige Fragen haben sollte, fand ich gut. Also, Herr Drogin (ein schöner Name), eine Frage hätte ich wirklich: Geht’s noch? Read More
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Endlich Fieber
Vor ungefähr einem Jahr habe ich mich verliebt — jetzt mache ich mir Vorwürfe. Warum nur habe ich solange gewartet? Ich wusste doch, das wird was, auf den ersten Blick schon. Gut, zugegeben, zwischendurch hab ich auch einfach nicht mehr dran gedacht, habe verdrängt und mich vermeintlich wichtigerem gewidmet. Seit heute aber läuft endlich Fever° auf meinem Server. Und was soll ich sagen? Es ist großartig, noch besser, als ich gedacht hätte. Jetzt endlich kann ich mich verabschieden von all den klassischen Feedreadern mit all ihren klassischen Unzulänglichkeiten.
Allerdings hatte ich ein wichtiges Detail nicht bedacht und so brauchte es auch einen kleinen Trick, um Fever° zu installieren. Wer sich jetzt fragt: «Wovon redet der eigentlich in seinem Wahn?», dem sei gesagt: Das haben andere schon beantwortet, sehr gut sogar. Und so verweise ich beispielsweise auf diesen Artikel. Er erklärt, was Fever° ist. Kommen wir also zum Problem. Read More
»Flick, flick, flick …«
Und bei uns die Straße runter üben sie jeden Samstag mit Plastikschwertern … Tss …
Als das Heute noch morgen war
Horst W. Opaschowski ist so etwas wie der Kurzzeit-Nostradamus unserer Tage. Man nennt ihn auch Mr. Zukunft, schlicht deshalb, weil er so gut wie alles voraussagt, was sich so voraussagen lässt. Natürlich nicht mehr anhand eines Blicks in die Sterne oder irgendwelcher Séancen, sondern aufgrund von soliden, wissenschaftlichen Berechnungen. 1997, vor 13 Jahren also, hat Opaschowski ein Buch geschrieben, das den Titel «Deutschland 2010: Wie wir morgen leben — Voraussagen der Wissenschaft zur Zukunft unserer Gesellschaft» trägt. Man darf sich nun nicht davon verunsichern lassen, dass dieses Buch seinerzeit die British American Tobacco herausgegeben hat, deren Stiftung unterhält das Freizeitforschungs-Institut, für das Opaschowski damals gearbeitet hat, so einfach ist das. Heute nun haben wir 2010, Zeit also, einmal nachzuschauen, was man 1997 alles gedacht hat über unser heutiges Heute.
Was man erwarten darf und was nicht, schreibt Opaschowski schon in der Einleitung: «Große gesellschaftliche Ereignisse sind nicht prognostizierbar, auch Kriege und Krisen nicht — voraussagbar aber sind die Lebensgewohnheiten der Menschen.» Nun gut, dann eben die. Und neben der Arbeitswelt, der Konsum‑, Sport‑, Urlaubs‑, Kultur- oder Sozialwelt hatte sich Opaschowski damals auch die Medienwelt vorgeknöpft. «Zwischen Quote und Qualität» heißt das Kapitel. Wollen doch mal sehen, was er damals sah. Read More
Auchentoshan »Three Wood«
Es gibt heute in den schottischen Lowlands nur noch drei Brennereien, die Single-Malt herstellen, alle anderen haben entweder dicht gemacht oder sich auf Grain-Whisky zurückgezogen, meist schlicht aus wirtschaftlichen Gründen. Zu den drei Übriggebliebenen gehören das erst 1995 wieder in Betrieb genommene Familienunternehmen Bladnoch mit der genügsamen Produktionsmenge von 250.000 Litern und zwei mittlere Produzenten, Glenkinchie (1,7 Millionen Liter) und Auchentoshan (1,65 Millionen Liter). Wobei das mit Auchentoshan (sprich: Och’n’tosh’n, gälisch für: Die Ecke des Feldes) und den Lowlands so eine Sache ist. Das Wasser nämlich, das das Unternehmen, das heute zur japanischen Santory-Gruppe gehört, für seine Whiskys nutzt, kommt aus dem Loch Katrine. Und der liegt in den Killpatrick Hills und damit eigentlich in den Highlands. Nun spielt das Wasser für den Geschmack eines Whiskys eine entscheidende Rolle und so könnte man lange darüber streiten, ob die Abfüllungen von Auchentoshan wirklich klassische Lowland-Whiskys sind. Doch Schwamm drüber. Kümmern wir uns lieber um das, was in der Flasche ist, genauer in einer mit dem Label «Three Wood». Read More