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Scharf geritten

Vorgestern habe ich an dieser Stelle über die ver­schiede­nen Möglichkeit­en geschrieben, Wein ein gutes Aro­ma zu ver­lei­hen. Hätte ich nur gewusst, was das alles für Aromen sein kön­nen! Wärend mein­er ein­er schon bei den Unter­schieden zwis­chen Heu und geschnit­ten­em Gras, Aromen wie Sauer­kraut, Artischocke oder Schweiß (siehe auch den Aro­makreis für Profi-Som­me­liers) aufhört, mitre­den zu wollen, machen andere noch viel aber­witzigere Ent­deck­un­gen. Denn wie ich heute lesen muss, hat doch tat­säch­lich die Autorin Bar­bara Supp im Spiegel von Tröpfchen geschrieben, die nach »scharf gerit­ten­em Damen­sat­tel« schmeck­en. Unab­hängig davon, dass ich nur zu gerne wüsste, woher die Tester, die dies geschmeckt haben, ihre reich­halti­gen Erfahrun­gen nehmen, würde mich doch auch inter­essieren, warum man solche Weine kauft. Mag aber auch sein, dass der »scharf gerit­tene Damen­sat­tel« ein­fach nur »Led­er« bedeutet, wom­it er, nach dem Aro­makreis zwis­chen geräuchertem Speck und Teer gele­gen, wohl kaum mehr etwas Beson­deres wäre.

Fass oder Schnipsel?

Ich bin, neben eini­gen anderen Lastern, fleißiger und begeis­tert­er Wein­trinker. Als Rhein­län­der ist das natür­lich auch ein­fach. Kaum 30 Kilo­me­ter sind es bis zum Gut Mey­er-Näkel, knapp drei Stun­den bis zum Kloster Eber­bach, das Rhein­tal ist voll von Adressen guter Tropfen. Doch nicht immer hat man die Zeit, die Lust und das Geld, weite Wege auf sich zu nehmen und so kommt die ein oder andere Flasche eben aus dem Super­markt. Das Prob­lem: Nie­mand weiß, wie der Wein, den er im Dis­counter ger­ade gekauft hat, wirk­lich hergestellt wird. Während einige Tra­di­tion­al­is­ten Arbeit und Zeit investieren und ihren Reb­saft in Bar­rique-Fässern reifen lassen, ist es ger­ade in Übersee Gang und Gäbe, schlicht Holzschnipsel zum Wein zu geben, um ihm den typ­is­chen Geschmack zu geben. Nun kann man sich zurecht fra­gen, warum diese Meth­ode auf so wenig Gegen­liebe beim Ver­brauch­er stößt. Doch, wie Plus­mi­nus heute berichtet hat — Holzchips sind nur der Anfang. Denn das neue Han­delsabkom­men der EU mit den USA lässt auch Tech­niken zu, die den Wein in seine einzel­nen Bestandteile zer­legen (Wass­er, Alko­hol, Aromen), um …

Apfelauflauf

Es gibt Rezepte, die sind mul­ti­funk­tion­al. Zu diesen gehört auch Apfe­lau­flauf, ein Gericht, dass sich prob­lem­los sowohl zum Früh­stück, als auch zum Kaf­fee, als Haupt­speise oder Nachtisch machen lässt. Da er im Win­ter am besten schmeckt, gibt es hier jet­zt meine Vari­ante (auf­bauend auf Mamas Ver­sion), aus­re­ichend für vier Personen:

Kostproben

In mein­er Küche wird so manch­es Mal gebruzzelt und gekocht, genascht und geschlemmt. Daher sollen an dieser Stelle ab heute Rezepte und Ideen aus­ge­tauscht wer­den, Neuerfind­un­gen und Altherge­bracht­es, von inter­na­tionalen Klas­sik­ern bis zur tra­di­tionellen rheinis­chen Küche. Den Anfang macht eine Kreation, die unter den Top 10 mein­er Lieblin­srezepte einen Platz ganz weit oben ver­di­ent hat: Risot­to. Es ist ein­fach gemacht, erfordert aber ein wenig Zeit und vor allem ständi­ge Aufmerk­samkeit, um zu gelin­gen. Heute gab es das ital­ienis­che Reis­gericht mit Man­gold und Man­delpilzen, es funk­tion­iert jedoch genau­so gut mit jed­er anderen Form frisch­er Pilze und Spinat als Man­­gold-Alter­­na­­tive. Man nehme für zwei Personen: