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Classic Clubbing

Die FAZ meldet Erstaunlich­es — Klas­sis­che Klänge im Neon­licht. Die Berlin­er Club­szene wan­delt sich, vom mod­er­nen Pop-Tem­pel geht der Trend zurück in die Ver­gan­gen­heit, zu Stre­ich­ern und Kuschel­couch. Unter der Über­schrift »Bier in der Hand, Harfe im Ohr« berichtet Hen­rike Roßbach über »Yel­low Lounge«, den neuen Par­ty­wahn der Haupt­stadt. Bach, Mozart oder Tschaikowsky zum Bier oder Cock­tail. Abso­lut lesenswert , ich freu mich über Tatsachenberichte!

Almabtrieb

Nun ist es soweit. Nach 25 Dien­st­jahren kommt das Aus für Karl Moik, Werkzeug­mach­er und Mis­ter Musikan­ten­stadl him­self. Nicht, dass er von sich aus keine Lust mehr hätte, in Leder­ho­sen und Karo­hemd über Spaghet­ti-Fress­er herzuziehen oder Mitar­beit­er zusam­men­zukeifen. Die bei­den Sendeanstal­ten ARD und ORF waren es, die entsch­iedenhaben, dass im Stadl frisches Blut her muss — Pseudotrompeter Ste­fan Mross ist bere­its im Gespräch. Dass damit für die Ver­ant­wortlichen eine Ära zu Ende geht, »die die volk­stüm­liche Musik­szene im deutschsprachi­gen Fernse­hen geprägt hat«, scheint den Abschied für Moik nicht ein­fach­er zu machen. Er spricht von ein­er »Entschei­dung von bess­er ver­di­enen­den Her­ren«. Ihm tue nur das Pub­likum leid und nach 25 Jahren hätte »der Stil der Abhalfterung ein ander­er« sein kön­nen. Stimmt, es hätte früher und schlim­mer kom­men kön­nen. Via Spiegel

Das kann ja jeder

Ein Affe sorgt dieser Tage für eine ver­mut­lich exis­ten­zial­is­tis­che Diskus­sion im Betrieb­ssys­tem Kun­st, passend zum 100. von Sartre. Der Affe mit den schö­nen Namen Con­go (1954–1964) hat näm­lich gemalt, und das so »gut«, dass drei sein­er Bilder nun auf ein­er Auk­tion in Lon­don schlappe 20.000 Euro einge­bracht haben. Das wäre noch gar kein Wun­der, mal­ende Ele­fan­ten, Bienen und son­stiges Geti­er sind beileibe keine Sel­tenheit mehr. Es erstaunt allerd­ings so manchen, dass auf der­sel­ben Auk­tion zwei Gemälde von Andy Warhol und Auguste Renoir ein­fach liegen blieben. Es ist zwar nur zu ver­ständlich, dass man sich heute nicht mehr unbe­d­ingt einen dieser PopArt-Schinken an die Wand hän­gen muss, beim Renoir jedoch wird man schon stutzig. Nun fra­gen sich bes­timmt wieder hun­derte von Kun­sthis­torik­ern, ob man mod­erne Kun­st denn über­haupt noch ernst nehmen könne, zu solcher­lei Schmier­ereien sei ja schließlich jed­er in der Lage und über­haupt… Um übri­gens Mis­ver­ständ­nis­sen gle­ich von vorn­here­in vorzubeu­gen: Bei dem net­ten Affen auf dem Bild han­delt es sich nicht um Con­go, der war ein Schim­panse… Via FAZ

Jazzopen 2005

Heute Abend eröffnet Lau­ryn Hill die LBBW Jaz­zopen in Stuttgart auf dem Paris­er Platz. Noch bis zum 16. Juli tre­f­fen sich in der Stadt am Neckar einige der erfol­gre­ich­sten inter­na­tionalen Jaz­zgrößen. Unter Ihnen Al Di Meo­la und James Brown. Ein ganz beson­der Abend dürfte dabei das Konz­ert am Fre­itag sein. Wiederum auf dem Paris­er Platz tre­f­fen sich mit Wolf­gang Haffn­er, Till Brön­ner, Al Di Meo­la und Leonid Agutin gle­ich vier Welt­stars zum OpenAir-Stelldichein.

Prix Ars Electronica 2005

Das Fes­ti­val Ars Elec­tron­i­ca Linz hat die diesjähri­gen Preisträger für den Prix Ars Elec­tron­i­cabekan­nt­gegeben. Das The­ma 2005 lautete »Hybrid: Liv­ing in the Para­dox«. Die ersten Preise (Gold­ene Nica) erhal­ten bei dem vom 1. bis zum 6. Sep­tem­ber stat­tfind­en­den Fes­ti­val: Tomek Baginski/Platige Image (Poland) für »Fall­en Art« (Sparte: Com­put­er Animation/Visual Effects) AKSHAYA (India) (Sparte: Dig­i­tal Com­mu­ni­ties) Esther Polak, Ieva Auz­i­na und RIXC — Riga Cen­ter for New Media Cul­ture (Latvia) für »*/MILKproject« (Sparte: Inter­ac­tive Art) Amach­er Maryanne (USA) für »TEO! A son­ic sculp­ture« (Sparte: Dig­i­tal Musics) Ben­jamin Fry, Casey Reas (USA) für »Pro­cess­ing« (Sparte: Net Vision) Markus Such­er (Aus­tria) für »Ren­nacs Stud­ies« (Sparte: u19 — freestyle computing)