Für die Liebe
An manchen Tagen ist das Laufen ein Kampf. Ein Kampf gegen mich selbst, gegen die müden Beine, das linke Knie, den Abend zuvor, die Hitze, die Kälte, den Regen, die Menschen, den Tag. Jeder Meter schmerzt, jeder Schritt ist bleischwer. Doch an anderen Tagen, an Tagen, an denen die Sonne gerade über dem See aufgeht, an denen Nebelschleier über den Feldern liegen, an denen die Luft klar ist und kühl und der Tag, der vor mir liegt, weit und frei — an solchen Tagen ist das Laufen wie ein Erwachen nach langem Schlaf.
