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Mein Ich von 1998 und ich

Es ist inter­es­sant, wie viele Men­schen sich noch an ihre erste Han­dynum­mer erin­nern. Nadine von Bre­men (lei­der offline) auch. Sie erin­nert sich aber nicht mehr genau an ihr erstes Handy, ein Nokia kön­nte es gewe­sen sein, schreibt sie, auf jeden Fall «so hoch […] wie ein Porte­mon­naie». Und das heißt bei Damen­porte­mon­naies eine ganze Menge. Mein erstes Handy war von Sony, ich habe jedoch einen hal­ben Tag gebraucht, um her­auszufind­en, was für ein Mod­ell ich mir damals gekauft habe. Sony selb­st pro­duziert inzwis­chen keine Handys mehr (Das Joint-Ven­­ture Sony­Er­ic­s­son hat diesen Zweig 2001 über­nom­men), und beson­ders stolz scheint man bei dem japanis­chen Konz­ern auf die His­to­rie mobil­er Tele­fone auch nicht zu sein. Im Netz find­en sich kaum Hin­weise, dass es da mal was gab, bei Sony selb­st gar keine. Selb­st Wikipedia ver­schweigt, dass Sony jemals Handy pro­duziert hat. Oder ich bin zu blöd, um Wikipedia zu bedi­enen. Umso dankbar­er bin ich, dass es bei Yet Anoth­er Blog zumin­d­est von der Ver­pack­ung ein Foto gibt, dass unter CC-Lizenz ste­ht. Knicks.

Erde an Canton

Lange Zeit hat­ten High-End-Puris­ten ein ziem­lich ärg­er­lich­es, weil nicht zu lösendes Prob­lem: Wie bekommt man aus einem Laut­sprech­er einen wohlk­lin­gen­den Hör­genuss her­aus­gek­itzelt, ohne dafür meter­weise und dazu noch teure Kabel ver­legen zu müssen? In den let­zten Jahren kamen schließlich ultra­flache Leit­er auf den Markt, die zwar nicht mehr an der Wand ent­lang, son­dern unter der Tapete ver­legt wer­den kon­nten — ver­legt wer­den aber mussten auch sie noch. Nun hat sich Deutsch­lands Vorzeige­pro­duzent für High-Fideli­­ty, die im hes­sis­chen Weil­rod ansäs­sige Fir­ma Can­ton dieses Prob­lems angenom­men und das Laut­sprech­er­set CD 3500 auf den Markt gewor­fen, das sich die nöti­gen Dat­en via Fun­kleitung von einem kleinen Sender schick­en lässt. Und was kann man heute, zur Freude aller Inter­essierten, in der FAZ lesen? Die bei­den schlanken Säulen spiel­ten in bester Can­­ton-Manier auf, »mit blitzblanken Höhen, einem angesichts der kleinen Chas­sis (…) über­raschend kräfti­gen und trock­e­nen Tief­baß, bester Räum­lichkeit und bestechen­der Dynamik«. Das klingt nach einem Ver­sprechen. Nur, dass neben dem kräfti­gen und trock­e­nen Tief­baß auch der entsprechend kräftige und trock­en kalkulierte Preis von 2400 Euro ste­ht. Aber wer stört sich …

iKuschelei™

Es wird hof­fentlich nicht mehr allzu lange dauern, dann bevölk­ert ein klein­er Fre­und namens iPod mein Leben. Aber auch dieser possier­liche Geselle soll natür­lich nicht nur Kon­takt mit Men­schen, geschweige denn Com­put­ern haben, son­dern sich ab und an auch mal so richtig ausleben dür­fen. Und so ent­decke ich heute die Lösung dieses ver­meintlichen Dilem­mas: iCop­u­late™. Ein klein­er Gum­mir­ing, der — ein­mal mit der mit­geliefer­ten iLube© eingeschmiert, für die Zweisamkeit eines iPod-Pärchens sorgt. Ob es dann auch zum Aus­tausch kommt, darf man get­rost den bei­den über­lassen. Ich starte also jet­zt schon ein­mal den Aufruf zum iPod-Verkup­peln, man kön­nte sich zum Kaf­fekränzchen oder auf der Minigolf­bahn tre­f­fen, während­dessen sich die jew­eili­gen iPods in ein nahegele­genes Gebüsch verziehen dür­fen. Klas­sis­ches Freizeitvergnü­gen für schlappe 69.69$. Frei­willige vor …!

Bitte zum Tango …

Lin­ux hat gegenüber anderen Betrieb­ssys­te­men wie MS Win­dows oder Mac OS einen entschei­den­den Nachteil: Es wirkt unein­heitlich und bekommt so immer wieder den Sta­tus des Indi­vid­u­al­is­ten-Sys­tems, an dem mehr geschraubt wird als damit gear­beit­et wer­den kann. Damit dieses Vorurteil nun wenig­stens optisch aus der Welt geschafft wer­den kann, haben sich Dave Camp, Ryan Col­lier, Rod­ney Dawes, Anna Dirks, Nat Fried­man, Steven Gar­ri­ty, Tuo­mas Kuos­ma­n­en, Gar­rett LeSage, Trae McCombs und Jakub Stein­er zum Tan­­go-Pro­­jekt zusam­mengeschlossen. Sie wollen neben ein­heitlichen Icons auch Richtlin­ien zum schö­nen und sin­nvollen Gestal­ten von Lin­ux- und Unix-Ober­flächen und Pro­gram­men schaf­fen und so dafür sor­gen, dass langsam zusam­men­wächst, was längst zusam­menge­hört. Eine schöne Ini­tia­tive, der sich hof­fentlich auch »Branchen­größen« wie KDE, Gnome oder vielle­icht sog­ar SUSE anschließen. Denn es ist längst an der Zeit, zum Tan­go zu bitten …

Linux2Go

Damn Small Lin­ux (DSL) ist nun in Ver­sion 1.5 erschienen, das Betrieb­ssys­tem, für jede noch so kleine Hand­tasche. Ger­ade ein­mal 50MB groß, passt es sog­ar auf kleine USB-Sticks und bietet, neben ein­er lauf­fähi­gen (auf Knop­pix basieren­den) Lin­ux-Dis­­tri­b­u­­tion alles, was das User-Herz begehrt. Auf FluxBox laufen unter anderem XMMS, ein FTP-Client, Fire­fox, der Sylpheed E‑Mail-Client, FLwriter, Xpaint, Xpdf, Naim (AIM, ICQ, IRC), ein SSH/SCP-Serv­er und ‑Client, ein DHCP-Client, ein Web-Serv­er, USB- und PCM­­CIA-Sup­­port und in eini­gen Fällen Wire­less-Sup­port. Beson­ders für Crossover-Nutzer dürfte DSL inter­es­sant sein, ist es doch in der Lage, aus Lin­ux uns sog­ar aus Win­dows her­aus zu booten. Einen Screen­shot von DSL gibt es hier, es kön­nen auch fer­tig kon­fig­uri­erte und boot­fähige Sys­teme auf CD oder USB-Stick bestellt werden.