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«Nein, das ist Lenin»

»Der Weg in die Selb­stzufrieden­heit ist genau­so weit wie der in die Kneipe um die Ecke.« // »Herr Zwe­gat, hat Sie eigentlich schon­mal die Bun­desregierung angerufen?« // »Zieh ‹ne Hose an, wenn Du aus dem Haus gehst, damit liegt man immer richtig. Ach ja, und: Gnampf.« // »Das wird Dich vielle­icht nicht freuen, aber ich werde näch­stes Jahr unge­fähr 700 Tage unter­wegs sein.« // »Real Life ist da, wo der Piz­z­abote herkommt.« // »Net­zhautim­plan­tate? Da hat die Kirche doch bes­timmt was dage­gen, oder? Sagen die nicht, der Job, Blinde sehend zu machen, ist schon vergeben?» // «Wer ist denn das da auf dem Bild an der Wand? Dein Opa?« — »Nein, das ist Lenin.« // »Guten Mor­gen, es ist eins nach dreivier­tel sieben.« // »Ich hab bei diesem Vanilleeis noch nie den Bour­bon raus­geschmeckt.« // »›Die Linke‹ ist recht­si­den­tisch mit der ›Linkspartei.PDS‹, die es seit 2005 gab, und der PDS, die es vorher gab, und der SED, die es vorher gab.« // »Die Schweine­grippe ist auch nicht kosch­er, oder?« // »Selt­sames Gefühl, wenn man im Super­markt Kon­dome kauft und an der Kasse gefragt wird, ob man Treuepunk­te sam­melt.« Das Orig­i­nal dieser Rubrik find­en Sie als »Dialogfet­zen« bei …

«Ich hab da extra auf den Marktplatz gespuckt»

»Hast Du Dein Dings­da? Wie heißt das denn nochmal? Dieses Fahrkar­ten­teil … Navi!« // »Reiben oder Tupfen? Sag mal schnell ein­er!« // »Wer ist denn eigentlich dieser Uwe Mojela?« — »Uns Uwe?« // »Was würde Kant wohl dazu sagen?« — »Er würde sagen: fickt euch.« // »Halt jet­zt mal meine Hand! Wir sind in der Innen­stadt, falls Du’s noch nicht gecheckt hast.« // »Das ist die reine Ver­nun­ft, dass ich für Bay­ern bin, der Pott muss ein­fach nach Deutsch­land.« — »Du meinst, heim ins Reich?« // »Die Zeit verge­ht. Wie schnell ist nichts getrunk­en.« // »Guten Mor­gen! Bei­ihneneinen­wun­schkaf­fee?« // »Ich bin ja eher ein san­ft­mütiger Men­sch. Bis ich eine Pack­ungs­beilage zusam­men­falte.« // »Luca Toni kommt aus Mod­e­na, da bin ich ganz sich­er. Ich hab da extra auf den Mark­t­platz gespuckt.« // »Guck mal, ein Tier­arzt für Zoo- und Wildtiere. Da kön­nte ich das Zebra abgeben, dass ich ger­ade gegessen hab. Ich glaub, dem geht’s nicht so gut.« Das Orig­i­nal dieser Rubrik find­en Sie als «Dialogfet­zen» bei der Gefühlskonserve.

Das große Los?

Erin­nern Sie sich noch? Einen Monat ist Sascha Lobos Fol­low­erver­losung her, damals schrieb er: «Natür­lich ist die Zahl der Fol­low­er nur bed­ingt ein Maßstab für irgen­det­was Anderes außer eben der Zahl der Fol­low­er. Ich glaube aber, dass man an dieser Aktion able­sen kön­nen wird, welche Mobil­isierungskraft Twit­ter im deutschsprachi­gen Raum innewohnt.» Das klang span­nend. Da habe ich mit­gemacht. Wer­fen wir nun, einen Monat später einen Blick auf die Fak­ten: abo­tis, der «Gewin­ner» von Lobos Aktion, hat­te am 30. Jan­u­ar kurz nach 15 Uhr 745 Fol­low­er, nach Lobos Angaben waren es vor Bekan­nt­gabe des Ergeb­niss­es 737. Schon kurz danach kam abo­tis mit dem Zurück­fol­gen nicht mehr hin­ter­her. Zwis­chen­stand um 16:30 Uhr: 969 Fol­low­er. An der Aktion teilgenom­men hat­ten zwis­chen 750 und 1100 Twit­ter­er, rein rech­ner­isch hätte abo­tis heute also in etwa zwis­chen 1500 und 1850 Fol­low­er haben sollen, ein wenig Schwund oder zusät­zliche Neuankömm­linge mal ausgenom­men. Kurz nachgezählt: Es sind knapp über 1300.

Sag zum Abschied leise … Ja, was denn?

«Es ist vor­bei: zoomer.de geht bald offline!» — so heißt seit heute, 16:05 Uhr, die Schlagzeile bei zoomer.de. Wirk­lich über­raschend kommt die Nachricht nicht. Das Pro­jekt wurde seit län­gerem schon immer weit­er geschröpft. Zunächst ver­hängte der Mut­terkonz­ern Holtzbrinck ein Werbestopp, worauf die Nutzerzahlen drastisch ein­brachen, dann wurde die Ver­legung der Redak­tio­nen von zoomer.de und tagesspiegel.de unter die Dachmarke Zeit Dig­i­tal verkün­det. Und jet­zt ist Finis. Und es stellen sich doch einige Fra­gen. Die, was mit den Mitar­beit­ern passiert, dürfte nicht die einzige sein. Chefredak­teur Frank Syré hat ja noch rechtzeit­ig das sink­ende Schiff ver­lassen und wird zum 1. März stel­lvertre­tender Chef bei Bild.de. Und der Rest? Nun, durch zoomer.de dürften nicht wenige der Redak­teure Erfahrun­gen gemacht haben, die ihnen zumin­d­est bessere Chan­cen auf dem Arbeits­markt sich­ern als dem Gros der Jour­nal­is­ten dort. Soweit so schlecht, denn auf diesem Markt wer­den Jobs auch nicht ger­ade im Dutzend verteilt.

Twitterhasser

Die Jungs von MegaWhatTV, bekan­nt dafür, wirk­lich alles zu testen, was es an neuen Gad­gets, Gim­micks und tech­nis­chem Schnickschnack gibt, haben ein Video gedreht, das etwas aus der Rei­he tanzt — inhaltlich: «We Hate: Twit­ter». Eine Abrech­nung en gros mit dem von mir so geliebten, von vie­len nicht ver­stande­nen und von manchen anscheinend sog­ar gehas­sten Microblog­ging-Dienst. Großar­tig, wie der Inhalt auch filmisch umge­set­zt wird — schnelle Schnitte, kom­plett ihn Schwarzweiß und mit einem gut aufgelegten Stu­art Miles. Tweet it!