Author: Trotzendorff

Möge der Saft mit Euch sein (3)

«Brüder, zur Sonne, zur Frei­heit! Brüder, zum Lichte empor!» Manch­mal glaube ich, dieses Lied aus unser­er Küche zu hören. Doch wenn ich dann durch die Tür komme, ist alles mucksmäuschen­still. Offen­sichtlich ist zudem, dass nicht in allen Töpfen gesun­gen wird, guckt man sich an, was für unter­schiedliche Fortschritte die kleine Chili-Kom­­mune macht. Während die «Jalapeño»- und die «Anaheim»-Gruppe sich zum Beispiel Stück für Stück nach oben arbeit­en und inzwis­chen bei offiziell bestätigten 6,0 beziehungsweise 4,9 Zen­time­tern über Nor­mal­null sind, ist Kam­er­ad «Demon Red» erstens noch immer alleine und zweit­ens noch ziem­lich niedlich. Ich glaube ja, das ist eine Falle. Bes­timmt hat dieses kleine Biest seine «Brüder», noch unter der Erde, still und heim­lich abge­murkst, um in ein paar Monat­en pfeifend und harm­los drein­blick­end im Topf herumzuste­hen und zu warten, bis ich die — wahrschein­lich einzige — Frucht pflücke und ver­speise. Mit der aber kön­nte man, da bin ich jet­zt schon sich­er, ganz großes Unheil anricht­en. Der will mich fer­tig­machen. Die Inderin Anan­di­ta Dut­ta Tamu­ly hat übri­gens kür­zlich in zwei Minuten 51 Chilischoten ver­speist, um damit ins …

500 Tage Apple

Die gefühlt ersten 400 mein­er bish­er 500 Tage mit Apple habe ich damit ver­bracht, nach der richti­gen Soft­ware zu suchen. Wom­it sur­fen, mailen, Bilder bear­beit­en, twit­tern, lesen, schreiben? Wom­it all die Rou­ti­nen erledi­gen, an die man unter Win­dows gewöh­nt war? Inzwis­chen habe ich für die meis­ten Auf­gaben Favoriten gefun­den. Nicht immer sind diese das Non­plusul­tra, im Laufe der Zeit aber haben sie sich als beste Lösung her­aus­gestellt. Nicht alle Tools sind Free­ware, teuer aber ist keines. Und da zu erwarten ist, dass die Zahl der Umsteiger von Win­dows auf Apple in den kom­menden Jahren stark ansteigen wird (Der umgekehrte Fall jeden­falls … Ach, egal …), hier ein paar Tipps. Ohne Anspruch auf All­ge­me­ingültigeit, Voll­ständigkeit und ohne Gewähr. Meine Lieblinge nach 500 Tagen Apple:

Ein ♥ für Blogs

Es gibt Ideen, die steck­en sofort an. Diese (Artikel lei­der offline) ist eine davon: Ein ♥ für Blogs. Warum? Weil die deutsche Blo­gosphäre vor sich hinkreb­st, ohne recht­es Ziel, ohne große Neuigkeit­en. Ab und wann schläft mal ein größeres oder kleineres Blog ein, ab und zu erwacht ein neues, so recht aber ver­mag mich nur wenig zu begeis­tern. Da bin ich mit Ste­fan Nigge­meier ein­er Mei­n­ung: Deutsche Blogs pro­duzieren zu wenig eige­nen Con­tent. Beson­ders trau­rig: Spätestens nach dem drit­ten Link begin­nt man sich in der deutschen Blo­gosphäre im Kreis zu drehen. Num­mer 1 ver­linkt Num­mer 2 ver­linkt Num­mer 3 ver­linkt Num­mer 1. Der Kater leckt sich eben selb­st die Eier. Nun aber soll ich zehn Blogs empfehlen, die mir gefall­en. Was gar nicht so ein­fach ist, da ich ja schon eine Blogroll habe, und die hier noch ein­mal hinzurotzen, wäre ziem­lich faul. Doch von Ver­linkun­gen lebt das Inter­net. Nie­mand erfährt von Deinem Blog, wenn es nie­mand ver­linkt. Und ich weiß auch: Da draußen gibt es genug gute Blogs, es gibt tal­en­tierte Schreiber und unent­deck­te Nis­chen. Zehn …

Aufstehen für ein freies Internet

Der Chaos Com­put­er Club (CCC) stat­tet Ursu­la von der Leyen (»Zen­sur­su­la«) am Fre­itag einen Besuch ab. Der Grund: An diesem Tag wer­den sich fünf der größten deutschen Inter­ne­tan­bi­eter im Bei­sein der Fam­i­lien­min­is­terin verpflicht­en, Kinder­porno­seit­en auf aus­ländis­chen Servern zu block­ieren. Nach Ansicht des CCC aber han­delt es sich dabei um knall­harte Erpres­sung der Anbi­eter. Wie auch immer man das Vorge­hen der Min­is­terin nen­nt, es bleibt, was Hol­ger Ble­ich und Axel Kos­sel in der c’t geschrieben haben: «Nie­mand kann kon­trol­lieren, ob die ges­per­rten Seit­en nach Ent­fer­nung der bean­stande­ten Inhalte wieder freigeschal­tet wer­den. Ein der­art undurch­sichtiger, unkon­trol­lier­bar­er Mech­a­nis­mus ist beden­klich, weil die Sper­rmaß­nah­men Grun­drechte wie Infor­ma­tions­frei­heit und all­ge­meine Per­sön­lichkeit­srechte berühren.» Ihr Faz­it: «Es erstaunt, dass Min­is­terin von der Leyen kom­pro­miss­los an ihren Plä­nen fes­thält und Bedenken von Experten bei­seite wis­cht, ohne darauf sach­lich zu antworten. Ein Gutacht­en des wis­senschaftlichen Dien­sts des Bun­destags etwa bescheinigt dem Sper­rvorhaben, weit­ge­hend wirkungs­los und gle­ichzeit­ig grun­drechts­ge­fährdend zu sein.» Man wird sehen, wie groß der Auf­schrei wirk­lich wird, wie viele Inter­net­nutzer diesen Ver­trag als Zen­sur betra­cht­en — unab­hängig von den Inhal­ten, die da aus …