Eigentlich gehört es sich ja nicht, das laut zu sagen, aber wenn ich von Mönchen wie den Zisterziensern eines gelernt habe, dann ist es das Bescheißen. Die Maulbronner Brüder waren es angeblich, die in der Fastenzeit irgendwann auf die Idee kamen, das Fleisch in einem Teigmantel vor den Blicken des Lieben Gottes zu verstecken. So haben sie die Maultaschen — auch »Herrgottsbscheißerle« genannt — erfunden. Klasse Trick. Und was die dürfen, dachte ich am vergangenen Wochenende beim Eurovision-Song-Contest-Grillen in einem dieser furchtbar gemütlichen Bonner Altstadt-Hinterhöfe, was die dürfen, darf ich schon lange. Also biss ich herzhaft in ein oder zwei gut getarnte Wontons oder Wan-Tans oder etwas Ähnliches. War eh kein Veganer anwesend und sollte es einen Veganer-Gott geben: Durch den Wonton- oder Wan-Tan-Teig konnte er bestimmt nicht durchgucken. Read More
Latest Posts
This Is How I Work
Ein Blog-Stöckchen? Ernsthaft? Zweitausenddreizehn?! Na gut, es kommt von der wundervollen Frau Serotonic — und es ist sogar mal eins der interessanteren Sorte. Geschnitzt hat es Isabella Donerhall nach dem Vorbild der »This-Is-How-I-Work«-Serie auf lifehacker.com — und die mag ich tatsächlich sehr. Also: This is how I work. Read More
Auf und ab oder: Warum auch Biber vegan sein können (Adé, Filet — Teil 2)
Ich bestelle das teuerste Gericht auf der Karte. Nicht, weil ich es gern dekadent habe, sondern weil es — neben einem gemischten Salat — das Einzige ist, das vegan sein könnte. 26 Franken und 50 Rappen stehen daneben, nach aktuellem Wechselkurs sind das etwa etwa 21,60 Euro. Für den Preis freue ich mich auf einen überwältigenden »Gemüseteller mit Bratkartoffeln«.
Ich werde nicht enttäuscht. Der Teller ist überwältigend — schlicht. Gedämpfter Brokkoli und Blumenkohl liegen neben ein paar Stücken Karotte, Zucchini und Kohlrabi, dazu ein Schüsselchen kleine Kartoffeln und ein Saucen-Töpfchen mit einer orangefarbenen Creme. Ob irgendetwas bei dem Gemüse dabei sei, habe ich die Kellnerin vorher gefragt und ich lerne an diesem Abend, dass ich ganz einfach präziser werden muss. Das Gemüse ist mit einer hauchdünnen Schicht Schweizer Käse überzogen, was in der Creme ist, lässt sich nicht erahnen.
Jede Packung drehe ich dreimal um
Zwei Tage in Basel werden mir zeigen, wie gut vorbereitet Veganer auf Reisen offenbar sein müssen. Der einzig vegane Snack, den ich in einem zentrumsnahen COOP finde, ist ein Bio-Biber, im Café des Vitra-Design-Museums ist die Ausbeute gleich Null. Und selbst in der Jugendherberge ist die Auswahl dürftig — dabei dachte ich bislang, die Schnittmenge zwischen Jugendherbgsgästen und Veganern sei zumindest so groß, dass der Mechanismus von Angebot und Nachfrage greift. Zum Frühstück aber gibt es ausschließlich Butter, keine Margarine. Es gibt ausschließlich Vollmilch, keine Sojamilch, und es gibt zwar tolles Brot, aber neben Nutella, Wurst, Käse und anderem — alles andere als veganem — Belag gerade mal zwei Sorten Marmelade. Zumindest unterzuckern werde ich an diesem Wochenende nicht. Read More
»Salva & Suc« oder: Wie ich mich mit der kalabrischen Mafia anlegte (Adé, Filet — Teil 1)
Der Kellner mit dem unübersehbaren Tattoo auf dem Unterarm wird mich heute Abend noch töten. »Salva & Suc« steht da — zumindest, wenn ich die schwarze Frakturschrift richtig entziffere. Bestimmt die Losung irgendeiner kalabrischen Mafia-Dynastie, und genau die habe ich gerade offenbar auf’s Blut beleidigt. Vermutlich ist es seine Mutter, die in der Küche steht und kocht, und die wird gar nicht erfreut sein, wenn sie hört, was ich ihren Lieblingssohn gerade gefragt habe. »Was ist das, vegan?«, knurrt er. »Kein Fleisch, kein Käse, keine Milchprodukte, keine Eier«, antworte ich leise und sehe, wie ein mitleidiges Lächeln über sein Gesicht huscht. »Sie werden was finden in der Karte«, gibt er kurz angebunden zu Protokoll — und ich weiß, die Diskussion ist beendet, bevor sie überhaupt begonnen hat. Vorsichtig frage ich noch nach, ob denn die Tomatensauce vegan sei oder ob da vielleicht Butter drin ist, damit aber habe ich endgültig mein Todesurteil unterschrieben. Butter in der Tomatensauce! Genauso gut hätte ich ihn fragen können, ob seine Mutter auch so hässlich ist wie er. Dabei sieht er eigentlich ganz nett aus. Gefährlich, aber nett. Read More
Durchgefavt: der April (anno 2013)
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Echte Männer brauchen keinen Freiraum, echte Männer ziehen sich in ihren Bart zurück.
— SILVESTAAAAAAAAAAH (@silvestah) April 30, 2013
Diese wehrlosen drei Minuten, wenn die Bodylotion einzieht.
— muserine (@muserine) April 28, 2013
Was der Lehrer sagt: «Auch du, mein Sohn Brutus?» Was der Schüler versteht. «Auch du, mein Sohn: Bluetooth?»
— Darth Lehrer (@Darth_Lehrer) April 28, 2013
https://twitter.com/_miel/status/327406017560342529
Engagierte Mütter, die auf die 2 klatschen.
— Markus Angermeier (@kosmar) April 23, 2013
Es ist ja nicht so, dass ich mir gerade ein drittes Mettbrötchen machen lasse, aber ich lasse mir gerade ein drittes Mettbrötchen machen.
— Die Mutti (@Die_Mutti) April 20, 2013
Diese Angst, den Fahrradschloss-Enteiser aus der Handtasche auszuräumen, weil es dann bestimmt sofort schneestürmt.
— Ipopi (@Ingapopinga) April 18, 2013
I awoke early to attack the day. It counter-attacked. We are now discussing our differences over coffee. Looks like I’ll be late for work.
— Tim Siedell (@badbanana) April 17, 2013
https://twitter.com/_unkaputtbar_/status/324445923382001664
Kaffee mit Käse überbacken?
— Bunny Riot (@Bunny_Riot) April 17, 2013
Frauen wie wir: Zu jung zum Sterben, zu alt für Lothar Matthäus.
— Kuhmuh (@kuhmuh) April 17, 2013
Eine Zigarette verkürzt das Leben um 7 Minuten, ein Hamburger um 9 Minuten. Laut meinen Berechnungen müßte ich bereits 1813 verstorben sein.
— Grantscherm (@Grantscheam) April 16, 2013
Rainer heißt jetzt Trixie.
— Jacques Brandenburg (@bretzelmann) April 16, 2013
Habe weder Badehose noch Schwesterlein. Irgendwas ist ja immer.
— Jannek (@Onkel_Jannek) April 15, 2013
Hallo, ich bin @muserine und von Montags bis Freitags bewohne ich tagsüber eine schnuckelige Zelle in einem Excel-Dokument.
— muserine (@muserine) April 12, 2013
Ich hasse Leute, die an ihrem Geburtstag ans Telefon gehen.
— der_handwerk (@der_handwerk) April 11, 2013
Mein Körper ist ein Tempel, der aktuell vier große Nussecken beherbergt.
— Dein Seelenpartner (@vassility) April 9, 2013
Ich arbeite an einer Zweitkarriere als Klettverschluss.
— Frau Meike (@frau_meike) April 9, 2013
Einfach mal mit dem Mund an der Glatze eines großen Menschen festsaugen, die Arme baumeln lassen und sich ein Stück mitnehmen lassen.
— Spatz Bencer (@felltomate) April 8, 2013
Wenn man in der Psychiatrie arbeitet, hat es den Vorteil, dass man es in öffentlichen Verkehrsmitteln aushalten kann fast ohne Weinen.
— Hilli Knixibix (@HilliKnixibix) April 8, 2013
So lange, wie der Frühling braucht um zu kommen, müsste es eigentlich die Frühling heißen.
— ⚓Krawallschachtel⚓ (@JeckesDing) April 8, 2013
https://twitter.com/_miel/status/320880493648281601
Ich glaube ich habe Hip-Hop Parties verstanden: Die Mädels tanzen ausgelassen und die Typen sind damit beschäftigt ihre Mütze aufzuhaben
— nutellagangbang (@nutellagangbang) April 7, 2013
Wo ist die Fussreflexzone für Fuß?
— bbaltz (@bebal) April 6, 2013
Das ist eine Biermädchenrechnung.
— MadameDatam (@MadameDatam) April 4, 2013
Wenn es keinen überflüssigen Apostrophen gibt, ist es kein richtiger Imbiss.
— triolenschaukler (@triolenschaukel) April 4, 2013
Dass diese Nordkorea Sache euch auch beunruhigt merkt man übrigens daran, dass niemand darüber twittert.
— Nachti (@Frau_Nachti) April 3, 2013
Als Fan von Sid Meier’s Civilization sage ich, das mit den USA und Nord-Korea könnte Punkte kosten. Kenner spielen in dem Szenario China.
— Deef Pirmasens (@Deef) April 3, 2013
Ich will ja nicht angeben, aber kein Kind und keine Karriere kriege ich inzwischen wirklich ganz phantastisch unter einen Hut.
— Ani Gaddadavida (@yacketayakking) April 3, 2013