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Unterwegs

Das Leben ist immer woan­ders, einen Häuserblock, eine Hal­testelle, ein Land weit­er. Vielle­icht auch deshalb sind Men­schen so gerne unter­wegs, weil sie ständig suchen. Nach einem Leben. Und da Men­schen ihr Leben derzeit auch noch unheim­lich gerne anderen mit­teilen, ist — ganz pro­saisch gesprochen — das mobile Bloggen so beliebt. Denn so wird diese Suche zum Plot für das eigene Drehbuch, und an diesem Leben da draußen kön­nen plöt­zlich mehr oder weniger viele Fremde teil­haben. Da draußen lauert aber nicht nur das eigene Leben, son­dern auch das Leben von Mil­lio­nen anderen, es lauern Begeg­nun­gen, Geschicht­en, Beobach­tun­gen. Auch für das iPhone, sozusagen die Eier leg­ende Wollmilch­sau des mod­er­nen Men­schen auf Achse, gibt es eine kleine Anwen­dung, die das Bloggen mit­tels Word­Press erlaubt. Und obwohl ich das Platzieren selb­st geschossen­er Fotos in einem Artikel noch nicht hin­bekom­men habe (sie lan­den immer unter dem Artikel und zer­schießen mir mein ohne­hin noch frag­iles Lay­out), bin ich ganz hin und weg. Bis auf Weit­eres gibt es also ein Sym­bol­fo­to für Geschicht­en von unter­wegs, die Hoff­nung auf das näch­ste Update und …

Hahn auf!

Es gle­icht einem Erd­beben, zumin­d­est für kon­ser­v­a­tive Briten. Mor­gen wird die bish­er auf der Insel einge­hal­tene Sperrstunde offiziell aufge­hoben. Während einige Richter befürcht­en, dadurch werde die Zahl an Verge­wal­ti­gun­gen oder Raub sprung­haft ansteigen und der Lon­don­er Stad­trat kurz­er­hand beschlossen hat, Kun­st­ga­le­rien und Museen der Stadt eben­falls 24 Stun­den geöffnet zu lassen, um ein Konkur­ren­zpro­gramm zu ermöglichen, erweist sich die Neuerung für einige Pubbe­such­er als tat­säch­lich­es, weil logis­tis­ches Prob­lem. Ist doch mit einem fes­ten Zeit­punkt für das »tap toe« (Zapfhahn zu) auch die für rival­isierende Fuss­ball­fans damit ver­bun­dene, immer um 23:30 Uhr stat­tfind­ende Massenkeile in Gefahr. Nun wird man sich entwed­er trotz­dem tre­f­fen und hof­fen, danach trotz blauer Augen und blutiger Nasen wieder Ein­lass in die jew­eili­gen Etab­lisse­ments zu erhal­ten oder die Insel wird ein­fach ein wenig ruhiger. Wahrschein­lich­er ist aber, dass die Zahl der SMS in Großbri­tan­nien zukün­ftig hochschnellen wird.

Der-i-saadet

Das Mag­a­zin »du« hat in sein­er neuesten Aus­gabe Istan­bul unter die Lupe genom­men, die »Hippe Stadt am Horn«, wie der Titel etwas unpassend lautet. Denn was sich im Inneren auf 86 Seit­en aus­bre­it­et, ist mehr als nur hip. Es sind kleine, lebendi­ge Geschicht­en von Autoren wie dem Frieden­spreisträger Orhan Pamuk oder dem Ver­leger Egon Ammann, welche die Per­le am Bosporus lebendig wer­den lassen und die Sehn­sucht weck­en nach ein paar Tagen zwis­chen Ori­ent und Okzi­dent, zwis­chen Tak­sim und Üskü­dar. Eine wun­der­schöne Aus­gabe, bebildert von der nieder­ländis­chen Fotografien Ilse Frech, auch oder ger­ade für alle, die noch nie die »Der-i-saadet«, die Pforte der Glück­seel­igkeit besucht haben, aber vielle­icht mit dem Gedanken spie­len. Doch Vor­sicht, spätestens nach dieser Lek­türe lässt einen das Fer­n­weh nicht wieder los.

Helsinki 27°

Das zumin­d­est sagt wetter.com zurzeit. Und genau dahin, nach Helsin­ki werde ich mich nun für einige Tage zurückziehen. Danach geht es für zwei Wochen weit­er in die Ein­samkeit Kare­liens, in die Nähe von Joen­suu in den wohlver­di­en­ten Urlaub. Ich bring Euch auch was Schönes mit, schicke Fotos vom Kias­­ma-Muse­um und der Felsenkirche »Temp­peli­aukion kirkko«, Touris­ten­tips aus einem der schön­sten Län­der der Welt oder ein paar Seit­en mein­er Mag­is­ter­ar­beit. Einen schö­nen Som­mer Euch allen. Bis zum August, Kiitos ja Näkemiin!

Tìoraidh agus chi mi sibh!

Ich ver­ab­schiede mich nun für eine Woche nach Schot­t­land, ein wenig Hochzeit feiern, — wenn auch nicht die eigene — neue Whisky-Sorten pro­bieren, in den High­lands wan­dern und den ein oder anderen Kul­turbericht ein­sam­meln. So gibt es ab näch­sten Fre­itag vielle­icht Nachricht­en aus der Scot­tish Nation­al Gallery of Mod­ern Art in Edin­burgh, von Bal­moral Cas­tle — der Som­mer­res­i­denz der britis­chen Roy­als — oder der Glen­­tur­ret-Dis­­tillery. Bis dahin ein her­zlich­es Tìo­raidh agus chi mi sibh (Auf Wieder­se­hen und bis bald)!