All posts filed under: Leben

Westlichter

15 Minuten Gewit­terki­no — in völ­liger Stille. Kein Wind, kein Don­ner, nur West­lichter und einige wenige mutige Piloten, die ihre Maschi­nen in Rich­tung Köln/Bonn steuern. Zugegeben, auf dem Bild­schirm sieht so ein Ereig­nis nicht halb so ein­drucksvoll aus wie am Fen­ster. Trotz­dem. To pro­tect your per­son­al data, your con­nec­tion to Vimeo has been blocked.Click on Load video to unblock Vimeo.By load­ing the video you accept the pri­va­cy pol­i­cy of Vimeo.More infor­ma­tion about Vimeos’s pri­va­cy pol­i­cy can be found here Vimeo.com Pri­va­cy Pol­i­cy. Do not block Vimeo videos in the future any­more. Load video

Nur ein Spiel?

Ein Blatt Papi­er, einen Bleis­tift und eine Hand­voll Wür­fel, mehr braucht es eigentlich nicht, um aus einem Juris­ten einen Krieger, einen Buch­hal­ter zum Zwerg oder aus einem PR-Man­ag­er einen Waldelfen zu machen. Das funk­tion­iert bei mir nach etlichen Jahren Pause selb­st heute wieder, vielle­icht auch deshalb, weil Filmemach­er Michael Schil­hansl Recht hat, wenn er sagt, man solle nicht »den nos­tal­gisch verk­lären­den Blick auf die erste Liebe unter­schätzen«. Und diese Liebe hieß bei mir eben Aven­turien. Gut, inzwis­chen reichen Papi­er, Bleis­tift und Wür­fel nicht mehr ganz, um diese Welt zu betreten, aber ältere Spiel­er haben eben nicht nur deut­lich höhere Ansprüche an die Geschichte, wie Schil­hansl sagt, son­dern auch an die Rah­menbe­din­gun­gen. Wer jet­zt immer noch keine Ahnung hat, wovon ich rede, sollte sich seine Doku «Nur ein Spiel» anschauen, die er über Fan­­ta­sy-Rol­len­spiel­er gedreht und dazu eine LARP-Gruppe, eine Pen&Paper-Runde, Fans von Goth­ic 3 und eine World-of-War­craft-Gilde befragt hat. Ein wun­der­bar aufgeräumter Film, der zeigt, dass es sich bei Rol­len­spiel­ern wed­er um Außen­seit­er, noch um Spin­ner han­delt, und der eigentlich viel zu schade ist, um …

Anstelle eines Jahresrückblicks

Spruch für die Sil­vester­nacht Erich Käst­ner (1899–1974) Man soll das Jahr nicht mit Pro­gram­men beladen wie ein krankes Pferd. Wenn man es allzu sehr beschw­ert, bricht es zu guter Let­zt zusam­men. Je üppiger die Pläne blühen, um so verzwick­ter wird die Tat. Man nimmt sich vor, sich zu bemühen, und schließlich hat man den Salat! Es nützt nicht viel, sich rotzuschä­men. Es nützt nichts, und es schadet bloß, sich tausend Dinge vorzunehmen. Lasst das Pro­gramm! Und bessert euch drau­f­los! To pro­tect your per­son­al data, your con­nec­tion to Vimeo has been blocked.Click on Load video to unblock Vimeo.By load­ing the video you accept the pri­va­cy pol­i­cy of Vimeo.More infor­ma­tion about Vimeos’s pri­va­cy pol­i­cy can be found here Vimeo.com Pri­va­cy Pol­i­cy. Do not block Vimeo videos in the future any­more. Load video

Ahoi, Schwester!

Man­u­fac­tum, Verkäufer des Wahren, Guten und Schö­nen, ist immer wieder mal für eine Über­raschung gut. Erst kür­zlich berichtete man mir von ein­er Ordenss­chwest­er, die in der Köl­ner Depen­dance seit einiger Zeit Waren an Mann und Frau zu brin­gen ver­sucht, das allein aber ver­wun­dert noch nicht, gehört Klosterkul­tur doch für Mar­keter in eine Rei­he mit Han­dar­beit, echt­en Werten und Rückbesin­nung. Nun aber set­zt das Wal­trop­er Unternehmen (eine Tochter des Heine-Ver­sands und damit der Otto-Gruppe) mit seinem Monats­brief Dezem­ber noch einen drauf. Unter der Über­schrift »Mit kindlich­er Freude, aber ohne Naiv­ität« wird da auf den Seit­en 16 und 17 eben jene Schwest­er Anne-Claire aus der klöster­lichen Gemein­schaft von Jerusalem vorgestellt, die seit eini­gen Monat­en in Köln für Man­u­fac­tum arbeit­et. Ver­wun­dert hat mich dabei nicht, dass sie ein­mal Jura studiert hat, ver­wun­dert hat mich auch nicht, dass sie aus­gerech­net nach Köln wollte. Ver­wun­dert hat mich, was Man­u­fac­tum als »Die Liebling­spro­duk­te von Sr. Anne-Claire« angibt. Als da wären: ein Garten-Ses­sel aus Alu­mini­um (rot), für die Bestuh­lung des Paris­er »Jardin du Lux­em­bourg« konzip­iert, ein satiniertes Stahlmess­er mit Oliven­holz­griff, und, halten …

Fällt das Glas aus meiner Hand

Lieber Frank. Ein Jahr ist es heute her, dass Du gegan­gen bist. Ein Jahr ohne Dich, das viel zu wenig Zeit zum Nach­denken ließ. Hätte ich nicht gewusst, dass Du für so etwas nichts übrig hast, wäre ich heute in den Dom gegan­gen, um eine Kerze für Dich anzuzün­den. Stattdessen werde ich auf Dich trinken, den besten Whisky, den ich find­en kann. Ich habe bis heute nicht wirk­lich ver­standen, wie Du das gemacht hast, dass man sich bei Dir ein­fach wohl gefühlt hat. Immer. Wir haben uns nicht lange gekan­nt, und doch war jed­er Tag mit Dir, jed­er Abend, Zeit in Gesellschaft eines Freundes.