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Möge der Saft mit Euch sein (2)

Nach 26 Tagen schi­er end­losen Wartens haben sich die Chilipflanzen doch noch dazu durchgerun­gen, ans Tages­licht zu kom­men. Allen Pes­simis­ten zum Trotz, die schon davon überzeugt waren, da käme nichts mehr — vor allem, nach­dem ich alle fünf wegen akuten Ober­flächen­schim­mel­be­falls schon ein­mal kom­plett umtopfen musste. Doch jet­zt guckt zumin­d­est bei «Jalapeño» und «Ana­heim» jew­eils ein zartes Grün aus der Erde, die anderen drei Töpfe sind jedoch noch genau­so leer wie am ersten Tag. Das mit dem Umtopfen werde ich wohl auch nicht das let­zte Mal gemacht haben, ger­ade habe ich bei Wikipedia gele­sen, dass alleine die «Jalapeños», die dort als «kleine bis mit­tlere» Sorte aufge­führt sind, etwa 1,50 Meter groß wer­den. Gehe schon­mal auf Wohnungssuche.

Freies Hasch für Holocaust-Überlebende

Ein kurios­es Video zu einem ern­sten The­ma mit einem selt­samen Beigeschmack. Es stammt von der israelis­chen «Green Leaf Par­ty» («Ale Yarok»), derzeit nicht in der Knes­set vertreten. Die Partei scheint noch am ehesten dafür bekan­nt zu sein, Cannabis legal­isieren zu wollen, in diesem Video fordern sie auch noch, die Droge für Holo­­caust-Über­lebende zugänglich zu machen. Darin sagt ein junger Mann den Satz: «Es ist unsere moralis­che Pflicht, ihnen [den 250.000 Holo­­caust-Über­leben­­den in Israel] zu ermöglichen, den Rest ihres Lebens in Ehre zu leben.» Später fügt ein deut­lich älter­er Herr hinzu: «Für uns, die Holo­­caust-Über­leben­­den, ist es unsere moralis­che Pflicht, es [Cannabis] zu legal­isieren.» Um den Slo­gan unter dem Cannabis-Blatt am Ende des Videos oder die Zwis­chen­ti­tel zu entz­if­fern, reichen meine Hebräisch-Ken­n­t­nisse lei­der nicht aus. Ich bin aber auch so schon ver­wirrt genug.

Das wahre Sex and the City

Man kön­nte sagen, Made­lon Vriesendorp sei die Frau von Rem Kol­haas. Sach­lich falsch wäre das noch nicht ein­mal. Doch es würde ihr nicht gerecht wer­den. In meinen Augen geht sie so kreativ mit Architek­tur um, wie son­st kaum jemand. Auch nicht ihr Mann. Das Schweiz­erische Architek­tur­mu­se­um Basel zeigt derzeit und noch bis zum 22. März die Ausstel­lung «The World of Made­lon Vriesendorp». Auf dessen Home­page find­et man auch das Zitat aus dem Blue­print Mag­a­zine, dem ich nichts mehr hinzuzufü­gen hätte: «Die Sex­u­al­ität der Architek­tur wird auf unver­gle­ich­liche Art her­auf­beschworen, das wahre Sex and the City.» Wer einen Ein­blick in die Ausstel­lung bekom­men möchte, ohne gle­ich die Reise nach Basel anzutreten, kann den bei Vernissage.TV bekom­men, hier gibt es einen kleinen Ausstel­lungsrundgang und hier noch ein biss­chen Geplaud­er von der Ausstel­lungseröff­nung. Ein Online-Exem­­plar ihres großar­ti­gen Videos von 1980, in dem sich das Empire State und das Chrysler Build­ing ken­nen­ler­nen und miteinan­der in die Kiste sprin­gen, habe ich aber lei­der immer noch nicht gefunden.

Möge der Saft mit Euch sein (1)

Dank meinem Brud­er ste­ht hier seit Wei­h­nacht­en ein Kar­ton aus Großbri­tan­nien — ein Pflanzset für Chilis. Heute bin ich endlich dazu gekom­men, die kleinen winzi­gen Dinger in passende Töpfe zu set­zen. Ein Brock­en Nährbo­den ist pro Sorte dabei, den man mit Wass­er begießt und dann die Samen einpflanzt. Idioten­sich­er. Ob das die Aufzucht auch wird? Nun ste­hen hier also fünf Sorten Chilis herum, «Ana­heim», «Demon Red», «Tabas­co», «Hun­gar­i­an Hot Wax» und «Jalapeño». Wirk­lich harm­los klingt keine davon. Damit man nach­her noch weiß, wom­it man sich umge­bracht das Essen ver­saut hat, sind fünf aus­ge­di­ente Eis­stiele dabei, die nicht nur helfen, die Samen unter die Erde zu brin­gen, son­dern auch, die Sorten zu markieren. Nun haben unsere Schüt­zlinge einen schö­nen son­ni­gen Platz (Süden) und bekom­men immer genug Wass­er. Möge der Saft mit ihnen sein.

Das ist nicht die ganze Wahrheit (2008)

Mehr Fehler gemacht oder weniger? Mehr. Zum Glück. Keine endgülti­gen. Mehr bewegt oder weniger? In Metern weniger, in Minuten mehr. Die teuer­ste Anschaf­fung? Trotz sat­tem Rabatt: eine Espres­so­mas­chine. Die sinnlos­es­te Anschaf­fung? Alles, was ich an Geschirr gle­ich wieder run­tergeschmis­sen habe.