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50 zu 37 für das Böse

Vor knapp drei Monat­en habe ich einen Artikel zum nofol­low-Attrib­ut geschrieben, der sich seit­dem zu einem der meist­ge­le­se­nen dieses Blogs entwick­elt hat. Doch das Attrib­ut hat promi­nente Unter­stützer und dass der Kampf dage­gen kein­er der Sorte «Quick & Dirty» ist, war mir dur­chaus klar. Auf die Frage, für welche Links das Attrib­ut genutzt wer­den sollte, antwortet etwa das offizielle Google-Blog: Da darf man sich nicht wun­dern, dass nofol­low immer noch durch einen Großteil der Blo­gosphäre geis­tert. Ich habe mir ein­fach mal die Mühe gemacht, die laut Blogcharts 100 pop­ulärsten Blogs zu durch­suchen und eine Sta­tis­tik aufzustellen. Das Ergeb­nis ist zwar bess­er, als ich dachte, aber immer noch ernüchternd: Die übri­gen 13 Blogs lassen entwed­er gar keine Kom­mentare zu, ver­linken sie prinzip­iell nicht oder lassen sich aus anderen Grün­den nicht in ein­er solchen Sta­tis­tik führen. Obwohl sich inzwis­chen vielerorts die Ansicht durchge­set­zt hat, dass sich ins eigene Fleisch schnei­det, wer nicht ver­linkt, ist hier offen­sichtlich noch eine Menge Aufk­lärungsar­beit zu leisten.

Ein ♥ für Blogs

Es gibt Ideen, die steck­en sofort an. Diese (Artikel lei­der offline) ist eine davon: Ein ♥ für Blogs. Warum? Weil die deutsche Blo­gosphäre vor sich hinkreb­st, ohne recht­es Ziel, ohne große Neuigkeit­en. Ab und wann schläft mal ein größeres oder kleineres Blog ein, ab und zu erwacht ein neues, so recht aber ver­mag mich nur wenig zu begeis­tern. Da bin ich mit Ste­fan Nigge­meier ein­er Mei­n­ung: Deutsche Blogs pro­duzieren zu wenig eige­nen Con­tent. Beson­ders trau­rig: Spätestens nach dem drit­ten Link begin­nt man sich in der deutschen Blo­gosphäre im Kreis zu drehen. Num­mer 1 ver­linkt Num­mer 2 ver­linkt Num­mer 3 ver­linkt Num­mer 1. Der Kater leckt sich eben selb­st die Eier. Nun aber soll ich zehn Blogs empfehlen, die mir gefall­en. Was gar nicht so ein­fach ist, da ich ja schon eine Blogroll habe, und die hier noch ein­mal hinzurotzen, wäre ziem­lich faul. Doch von Ver­linkun­gen lebt das Inter­net. Nie­mand erfährt von Deinem Blog, wenn es nie­mand ver­linkt. Und ich weiß auch: Da draußen gibt es genug gute Blogs, es gibt tal­en­tierte Schreiber und unent­deck­te Nis­chen. Zehn …

Einmal die Treppe rauf

Ganz still und heim­lich habe ich gestern Abend alles in diesem Blog ein Stock­w­erk höher getra­gen. Statt wie bish­er im Unter­verze­ich­nis «blog» find­et sich der ganze Klad­der­a­datsch nun direkt unter www.trotzendorff.de, inklu­sive den RSS-Feeds. Und die, darauf wies mich ein net­ter Kol­lege hin, haben den Umzug anscheinend nicht so gut verkraftet. Zwar wer­den sie seit einiger Zeit von Feed­burn­er ver­wal­tet, und dort habe ich auch schon Laut gegeben, dass sich an der Adresse etwas geän­dert hat, den­noch musste besagter Kol­lege die Dinger von Hand neu laden. An was man nicht alles denken muss. Hier also noch ein­mal die Adressen: Der Umzug bet­rifft natür­lich auch alle Links von außen, wobei über­triebene Hek­tik vielle­icht fehl am Platze wäre. Von kleinen Änderun­gen in der ein oder anderen Blogroll ein­mal abge­se­hen. Die Unan­nehm­lichkeit­en tun mir wirk­lich leid. Aber auch kleine Schön­heit­sko­r­rek­turen fordern eben ihren Tribut.

Nofollow? Och nö …

Wenn ich in die Sta­tis­tik meines Blogs schaue, das ger­ade ein­mal seit gut fünf Monat­en online ist, ergibt sich ein klares Bild: Etwa ein Drit­tel der Kom­mentare sind Spam, als solch­er markiert und damit gelöscht. Zumin­d­est auf den ersten Blick klingt das ein­fach. Doch Wor­press — das CMS, mit dem dieses Blog läuft — lässt mich nicht in jedem Fall entschei­den, was ich für uner­wün­schte Wer­bung halte und was nicht. Die Ver­linkun­gen etwa, die Kom­men­ta­toren hin­ter­lassen, auf ihre oder fremde Web­seit­en, stuft Word­Press automa­tisch selb­st ein und ver­passt ihnen das Attrib­ut «nofol­low». Was das ist? Das zeigt ein kurz­er Auszug aus Wikipedia: Bish­er hat­te ich mich mit dem nofol­low-Attrib­ut noch nicht beschäftigt, ich wusste noch nicht ein­mal, dass es existiert. Und mit meinem Spam bin ich dank ander­er Mit­tel gut zurecht­gekom­men, dafür brauche ich es sich­er nicht. Da lautet eine nahe­liegende Frage doch: Wozu dient dieses Attrib­ut denn dann? Was kön­nte wirk­lich hin­ter nofol­low steck­en? Eine mögliche Antwort bietet no-nofollow.net: Ob das gle­ich schon die ganze Wahrheit ist oder nicht, die Antwort darauf, ob ich …

Hey, hattest Du nicht mal ein Blog?

Jed­er, der mit Schreiben zu tun hat, ken­nt das Weißes-Papi­er-Phänomen, die leere Seite beziehungsweise — als Blog­ger — den leeren Post. Worüber bloß soll ich schreiben? Man will ja seine Leser auch nicht lang­weilen. Seit kurzem will Plinky genau dabei auf die Sprünge helfen, eine Web­seite, die irgend­wo zwis­chen Twit­ter und klas­sis­chen Blogs ange­siedelt ist — kein richtiges Bloggen, aber doch mehr als 140 Zeichen. Das Prinzip: Plinky stellt Fra­gen, soge­nan­nte Prompts, jeden Tag eine. Die erste am 23. Novem­ber lautete: «Defend your vice», vertei­di­ge dein Laster. Oder, am 24. Jan­u­ar: «When did you real­ize you were an adult?» Dazwis­chen auch eher Schnar­chiges: Welch­es wilde Tier würdest du gerne zu Hause hal­ten, was würdest du mit 1000 Dol­lar machen, welch­es Buch hast Du nie zu Ende gele­sen? Der Slo­gan «Hey, did­n’t you use to have a blog» wird für mich sich­er nicht wahr wer­den, ein Ersatz wird Plinky nicht. Doch das Konzept ist clever und kön­nte Spaß machen. Denn im besten Fall regt Plinky an, vielle­icht in Zukun­ft mit noch mehr intel­li­gen­ten Fra­gen. Und vor …