Wort & Tat
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Hey, hattest Du nicht mal ein Blog?

Jeder, der mit Schreiben zu tun hat, kennt das Weißes-Papier-Phänomen, die leere Seite beziehungsweise — als Blogger — den leeren Post. Worüber bloß soll ich schreiben? Man will ja seine Leser auch nicht langweilen. Seit kurzem will Plinky genau dabei auf die Sprünge helfen, eine Webseite, die irgendwo zwischen Twitter und klassischen Blogs angesiedelt ist — kein richtiges Bloggen, aber doch mehr als 140 Zeichen. Das Prinzip: Plinky stellt Fragen, sogenannte Prompts, jeden Tag eine. Die erste am 23. November lautete: »Defend your vice«, verteidige dein Laster. Oder, am 24. Januar: »When did you realize you were an adult?« Dazwischen auch eher Schnarchiges: Welches wilde Tier würdest du gerne zu Hause halten, was würdest du mit 1000 Dollar machen, welches Buch hast Du nie zu Ende gelesen? Der Slogan »Hey, didn’t you use to have a blog« wird für mich sicher nicht wahr werden, ein Ersatz wird Plinky nicht. Doch das Konzept ist clever und könnte Spaß machen. Denn im besten Fall regt Plinky an, vielleicht in Zukunft mit noch mehr intelligenten Fragen. Und vor allem solchen, die man auch beantworten kann. Denn ganz ehrlich — wann ich das erste Mal das Internet benutzt habe, würde ich wirklich zu gerne selbst wissen.

5 Kommentare

  1. Schnitzelteller sagt

    Bei der Überschrift wurde ich hellhörig, da ich ja gerade auch überlege, mein altes Weblog wieder zu aktivieren. Trotzdem ist es ja etwas anderes, wenn man seine eigene Schöpfung vor sich sieht und über das schreibt, wozu man gerade Lust hat. Mit Blogs ist es wie damals mit Modellbahnanlagen – das aufbauen macht Spaß, doch schon nach wenigen Tagen Spielerei mit dem fertigen Objekt wird’s langweilig. :)

  2. Danke für den Tipp. Plinky werde ich mal ausprobieren.
    Überlege oft, was bzw. über was ich bloggen könnte ohne altes aufzuwärmen.

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