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Winzige Bitte für Ursula

Ursu­la. // Du blindes Etwas du! // Blog­ger, mein grün­er Egel. // Unter der Welt immerzu! // Protestiert — du mußt es schreien! // Seht! // Oh her­zlos­es Glück! // Ursu­la du. // Belegt in end­los­er Nacht. // Blog­ger zwis­chen Schreien und Sehen. // Blog­ger heute so böse. Sel­ten etwas mit so viel Freude bedi­ent wie das Poet­ron von Gün­ter Gehl. Grimme-Preis, aber dalli!

»Ich bin kein Vandale. Ich bin ein Pirat«*

Vier Tage vor der Europawahl wird langsam klar, dass es die Poli­tik vie­len Wäh­lern ziem­lich leicht gemacht hat in diesem Jahr. Zu viele Ohrfeigen wur­den aus­geteilt, zumin­d­est an die, die das Inter­net als ern­sthaftes Medi­um betra­cht­en. Zumin­d­est an die, die mit dem Inter­net, im Inter­net, für das Inter­net leben und arbeit­en. Eine Poli­tik, die mit Mit­teln aus analoger Zeit ver­sucht, sich in ein­er dig­i­tal­en Zeit zu behaupten und sie mit zu gestal­ten, mag dem einen die heimelige Sicher­heit bieten, die er von sein­er Sitzecke gewohnt ist, vie­len aber erscheint sie als Kriegserk­lärung. Die gute Nachricht: Es gibt Alter­na­tiv­en. Die schlechte Nachricht: Es scheint nicht so ein­fach zu sein, sie auch tat­säch­lich als solche zu erken­nen. Clemens Boms­dorf beispiel­sweise schrieb in der Zeit gestern über die Piraten­partei in einem Stück mit der Über­schrift «Wenig Ziele, viele Anhänger» etwas von einem «monothe­ma­tis­chen Pro­gramm». Mit Sicher­heit nicht ganz falsch, aber eben auch nicht ganz richtig. Oder zumin­d­est zu kurz gegrif­f­en. Ein Leserkom­men­tar zu diesem Text aber legt noch eine Schippe drauf: «Diese Partei kommt in Schwe­den an die …

Das FROH! Magazin sucht Autoren und Gestalter

Im ver­gan­genen Jahr hat das Mag­a­zin-Pro­­jekt FROH! für einiges Auf­se­hen gesorgt, Kai vom Styles­pi­on schrieb über die Aus­gabe, die sich mit dem The­ma Wei­h­nacht­en beschäftigt hat­te, zum Beispiel: «Das Mag­a­zin glänzt mit einem tollen Lay­out, mit wirk­lich tollen Illus­tra­tio­nen, mit Inter­views und Geschicht­en, ganz so, als hätte sich die Redak­tion der brand eins mal eben ein zweites Stand­bein aufge­baut.» Wohl auch auf­grund solch­er Kri­tiken haben die Mach­er sich entschlossen, es nicht bei diesem einen Heft zu belassen, im Herb­st kommt das zweite FROH! Mag­a­zin zum The­ma Wende. Und damit das mehr hergibt, als mein plumpes Sym­bol­fo­to, suchen Chefredak­teur Sebas­t­ian Pranz und Her­aus­ge­ber Michael Schmidt noch kluge Köpfe: Wer dieses «non­prof­it Konzept-Mag­a­zin» vorher noch ein wenig beschnup­pern möchte, kann das unter frohmagazin.de tun, lesens- und lohnenswert ist auch der kleine Text über die Wei­h­­nachts-Aus­­gabe auf jetzt.de. Und wer neugierig ist, aus welch­er Ecke dieses Mag­a­zin eigentlich kommt, sollte einen Blick auf das Köl­ner Moto­­ki-Kollek­­tiv werfen.

Termine, Termine, Termine

Keine 24 Stun­den nach der Wieder­wahl Horst Köh­lers zum Bun­de­spräsi­den­ten hat das Bun­de­sprä­sidi­alamt seine Ter­mine für die kom­mende Woche bekan­nt­gegeben. Der Mann stürzt sich eben gle­ich wieder in die Arbeit für dieses Land. Getreu sein­er gestri­gen Ansprache: «Ich freue mich auf die kom­menden fünf Jahre, und ich ver­spreche Ihnen, liebe Land­sleute: Ich werde weit­er mein Bestes geben.» Die Amt­süber­gabe hätte zwar eh erst am 1. Juli stattge­fun­den, vielle­icht aber sind Gesine Schwan, Peter Sodann und der Dings ja nun doch ganz froh, dass das gestern nicht geklappt hat mit dem höch­sten Staatsamt.