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Ich kann Dich sehen …

Twit­ter lebt ja nicht wirk­lich nur davon, zu lesen, was oft fremde Men­schen den ganzen Tag tun, denken und eben twit­tern. Ein wenig lebt Twit­ter ja auch von etwas, das in Fachkreisen Kom­mu­nika­tion genan­nt wird. Wer aber nur lesen will, beobacht­en, ohne, dass das Gegenüber etwas davon mit­bekommt (in anderen Fachkreisen auch Stalk­ing oder Span­nen genan­nt), der kann das jet­zt tun. Mit Tweet­Stalk, einem kleinen Fire­­fox-Add-on (lei­der nicht mehr ver­füg­bar). Ein­mal instal­liert, taucht auf der Twit­ter-Seite neben dem Fol­low-But­­ton noch ein zweit­er, ein Stalk-But­­ton auf. Dafür will Tweet­Stalk natür­lich Twit­ter-ID und Pass­wort haben. Und der «Roadmap» zufolge wollen die Jungs von Siten­ing das Pro­jekt noch weit­er­en­twick­eln: «I won’t tell you exact­ly what we plan, but it does involve bet­ter inte­gra­tion with the Twit­ter UI and cre­at­ing oth­er ways to make Tweet­Stalk work (instead of hav­ing to use a Fire­fox addon).» Wer’s braucht.

Generation O

Dass Barack Oba­ma auch der jun­gen Wäh­ler wegen gewon­nen hat, ist längst kein Geheim­nis mehr. Warum aber ger­ade diese «Gen­er­a­tion O» so begeis­tert an die Urnen gestürmt ist, was soziale Net­zw­erke wie Twit­ter oder Face­book damit zu tun haben und warum es zwis­chen Oba­ma und John F. Kennedy vielle­icht doch einige Par­al­le­len gibt, das erzählt Damien Cave in einem inter­es­san­ten Artikel für die New York Times. Vor allem aber zeigt er auf, welche Ent­täuschun­gen es für diese «Gen­er­a­tion O» im Jan­u­ar geben kön­nte: «With two wars and a finan­cial cri­sis to face, this gen­er­a­tion may soon dis­cov­er the lim­its of their con­sen­­sus-ori­en­t­ed focus and unyield­ing faith in net­works and com­mu­ni­ca­tion.» Tat­säch­lich dürften Twit­ter, Face­book und andere tech­nis­che Hil­f­s­mit­tel für Oba­mas Sieg nicht ganz unwichtig gewe­sen sein. Doch: «Oba­ma sup­port­ers know, of course, that the text mes­sages from “Barack” are the work of a cam­paign aide, but that doesn’t mean that it’s not effec­tive.» Und Cave hat noch mehr zu erzählen. Etwa die kleine Anek­dote der alten Repub­likaner­in Hol­ly Hen­nessy, die im Chanelkostüm und auf goldenen …

Hey, Mr. Brightkite!

Zugegeben, bei vie­len der Net­zw­erke, Tools und Spiel­ereien, die das Inter­net so her­vorge­bracht hat, habe ich einen zweit­en, manch­mal sog­ar einen drit­ten Blick gebraucht, um den Reiz dahin­ter zu ent­deck­en. Bei twit­ter war das so, bei flickr auch, beim Bloggen sowieso. Vielle­icht habe ich mir nicht genug Zeit genom­men, vielle­icht erschließt sich vieles aber auch erst im Laufe der Zeit. Mal sehen, wir mir das mit Brightkite geht, einem sozialen Net­zw­erk, dass ähn­lich funk­tion­iert wie ein ortsab­hängiges twit­ter und das derzeit noch im Beta-Sta­­tus steckt. «The basic idea is sim­ple. When you’re out and about in the real world, you tell Brightkite where you are by check­ing in at places (you can do this on your phone). Brightkite can then tell you who else is there, who’s been there, what’s hap­pened there, who is near­by etc. Addi­tion­al­ly you can post notes and pho­tos at places that oth­ers near­by will see.» (Aus der FAQ) Derzeit ist die Anmel­dung zu Brightkite nur nach vorheriger Ein­ladung möglich, Patrick Kempf war allerd­ings so nett, mir eine von seinen zu überlassen. …

Ab heute

Es wird Herb­st und ich fange wieder an zu bloggen. Eigentlich kann da kein Zusam­men­hang beste­hen. Herr und Frau Langeweile ste­hen derzeit recht sel­ten vor mein­er Tür, und selb­st an kalten, trüben Tagen liegen meist noch genü­gend Dinge auf einem mein­er Tis­che, als dass ich unbe­d­ingt auch noch in mein­er Freizeit schreiben müsste. Und doch: Da ist es, dieses neue, so her­rlich leere, inzwis­chen dritte Weblog. Vielle­icht sollte ich gar nichts hinein­schreiben, vielle­icht ist sein Charme umso größer, desto mehr noch vor mir liegt. Doch das ist wohl die Her­aus­forderung, diesen Punkt hin­auszuzögern, an dem die Zeit, die Ideen und die Aus­dauer nicht mehr reichen, um diesem nim­m­er­sat­ten kleinen Viech den Wanst vol­lzuschla­gen. Vielle­icht sind aber auch an die Anderen Schuld, all diejeni­gen, die ihre und meine Zeit damit ver­schwen­den, ihre Blogs so lieb­los mit Zitat­en, Links und frem­den Geschicht­en zuzuk­leis­tern. Gute Weblogs, in denen Autoren eigene Geschicht­en, eigene Artikel schreiben und eigene Mei­n­un­gen verkün­den, finde ich jeden Tag sel­tener. Vielle­icht ist das der Zeit­geist? Dass Schnipsel alles sind? Hier ein Schnipsel aus meinem Bett, …