45.000 Fotos — aufgenommen über drei Jahre — hat es gebraucht, bis der Videographer Ramon dieses Video vom »Abbruch« und Wiederaufbau eines Pariser Hochhauses fertig hatte: Der »Tour Sequana« ist ein 23-stöckiges Bürogebäude, entworfen in Miami von Bernardo Fort-Brescia (»Arquitectonica«). Heute residieren dort die Angestellten des Telekommunikations-Untermehmens Bouygues Telecom. Interessant auch: Der Turm ist ein Ökohochhaus — 800 gläserne Photovoltaikmodule bilden das Dach und speisen Strom ins Netz des örtlichen Energieversorgers ein. Nachdem Ramons Kurzfilm über Monate nicht auf Vimeo zu sehen war (den Grund habe ich bis jetzt nicht herausgefunden), ist er seit einigen Tagen endlich wieder online. Ein großartiges Stück Videokunst, das zum Nachahmen anspornt. Irgendwann einmal. Versprochen.
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Von A wie AppFresh bis Z wie Zettelkasten
Vor ziemlich genau zwei Jahren habe ich in einem Artikel 19 Mac-Programme vorgestellt, die ich gerne und viel benutze — ein Text, der zu den meistgelesenen dieses Blogs gehört. Und: Immer wieder werde ich um eine Fortsetzung gebeten, um neue Tipps zu guten, empfehlenswerten Apps. Nach zwei Jahren nun stelle ich fest, wie viel sich auf meinem Rechner verändert hat. Einige Tools nutze ich immer noch, einige habe ich ersetzt, einige sind ganz neu dazugekommen. Vor allem aber gibt es inzwischen eine ganze Menge Programme, die ich sowohl auf dem Mac als auch auf dem iPhone nutze, Mobilität wurde und wird auch bei diesem Thema immer wichtiger. Hier also sind — mit besonderem Dank an Thomas Boley für den Hinweis auf Quiet Read — weitere 19 Mac-Apps, die ich — oft, aber nicht immer uneingeschränkt — empfehlen kann. Und fragen Sie mich bitte nicht, warum es schon wieder ausgerechnet 19 sind. Ich weiß es nicht. Read More
Bon week-end!
«Je veux d’l’amour, d’la joie, de la bonne humeur, ce n’est pas votre argent qui f’ra mon bonheur, moi j’veux crever la main sur le coeur. Allons ensemble, découvrir ma liberté, oubliez donc tous vos clichés, bienvenue dans ma réalité.» Unfassbar gut, diese Gruppe um Isabelle Geffroy aka Zaz, und eigentlich wollte ich schon länger mal ein kleines Loblied bloggen, auf Lebensfreude, Frühlingsgefühle und eine gehörige Portion Paris in meiner Playlist. Einzig: Zeit und Muße fehlen. Wer also mehr wissen will, der_die muss sich zur Zeit bequemen, wo Jan Freitag einen schönen Artikel über den neuen französischen Chanson geschrieben hat, oder er_sie muss Zaz direkt besuchen, auf zazofficial.com. Schönes Wochenende!
Steig aus!
»Ich bin 36 Jahre alt. Das ist jetzt die dritte Kernschmelze, die ich erlebe. Wie viele denn noch?«, twitterte Lars Reineke heute Nachmittag, doch zumindest von deutschen Politikern hört man derzeit fast ausschließlich hohle Phrasen. Vor dem Hintergrund der Ereignisse in Japan klingelt einem das Wort »Laufzeitverlängerung« noch lauter in den Ohren als sonst schon, und in der aktuell wieder aufflammenden Debatte um erneuerbare Energien wehen einem als Hauptargument für atomaren Strom immer wieder die Kosten um die Ohren. Und doch gibt es für jeden Einzelnen die Möglichkeit, etwas zu tun. Anja alias @3×3ist6 zum Beispiel hatte heute eine tolle Idee: Warum nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und die Prämie, die viele Ökostromanbieter für Neukunden auszahlen, als Spende nach Japan überweisen? Dieser Idee schließe ich mich an, gerne und aus Überzeugung. Immerhin 20 Euro schenkt mir die Firma Lichtblick für jeden geworbenen Kunden, und falls die Japaner tatsächlich keine Spenden brauchen (was man abwarten sollte) oder einer der vielleicht Geworbenen der Meinung sein, es gebe sinnvollere Wege, dieses Geld zu investieren: Projekte, die sich um erneuerbare Energien kümmern, finden sich zuhauf, und ich bin offen für jeden Vorschlag. Übrigens: Seinen Stromanlieferanten zu wechseln, ist alles andere als Hexenwerk. Nach erteiltem Auftrag kümmert sich der neue Anbieter in der Regel um alle Formalitäten, er übernimmt die Kündigung des alten Vertrages, höchstens der Zähler muss vom Kunden noch einmal abgelesen werden. Einfacher geht es kaum. Also: Wer sauberen, atom- und kohlefreien Strom nutzen möchte, schickt mir einfach eine Mail mit seinem Namen an trotzendorff [at] me.com oder hinterlässt Namen und E‑Mail-Adresse in den Kommentaren und ich leite diese an Lichtblick weiter. Einen Nachweis über die erfolgte Spende liefere ich auf Wunsch gerne nach.
»Trends sind nicht nachhaltig«
Mit dem Bekleidungs-Label »manomama« hat Sina Trinkwalder sich einen Namen gemacht — als nahbare Unternehmerin, Verfechterin der Nachhaltigkeit und Vorbild in Sachen Transparenz und Ehrlichkeit. Grund genug, Sie um ein Interview zu bitten.
Also haben wir uns verabredet, um über ihre Arbeit, die Großen der Branche und Produktnamen wie »Förtroende« oder »Keyakinan« zu sprechen. Als ich sie anrufe, liegt Sina gerade in der Badewanne. Eine Stunde später hat sie schrumpelige Finger und ich eine etwas besser Vorstellung davon, was sie antreibt. Ein Gespräch über die Schwierigkeit, ökologische Bekleidung trotz Reißverschlüssen zu produzieren, »budgetsensitive« Schwaben und den Unterschied zwischen sooooooohhhh!- und dahhhhhhhhh!-Tagen. Read More