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»Wir brauchen vor Facebook keine Angst zu haben«

Wollte Twit­ter noch wis­sen, was wir ger­ade machen, inter­essieren sich Loca­tion Based Ser­vices vor allem für das Wo. Und während sich Anbi­eter wie Foursquare oder Gowal­la schon etabliert haben, die Wer­bein­dus­trie bere­its mit den Hufen schar­rt und inzwis­chen auch Face­book mit seinem Places-Dienst auf dem Geo­dat­en-Markt mit­mis­cht, steckt loca.li noch in den Kinder­schuhen. Aufge­baut haben das in Wies­baden behei­matete Pro­jekt Son­ja Lud­schei­dt und Jesse Adler. Doch ist da noch Platz zwis­chen all den Anbi­etern? Lässt sich mit Loca­tion Based Ser­vices Geld ver­di­enen? Und wie hält es loca.li mit dem Daten­schutz? Das und mehr habe ich Son­ja gefragt. Über manch­es hat sie offen gesprochen, über manch­es aber schweigt sie auch — noch. Read More

Schaufensterbummel

»An einem heißen Tag im Juli schlen­derten die bei­den gemäch­lich durch den Berlin­er West­en und betra­chteten die Schaufen­ster. Eigentlich schlen­derte ja der Pro­fes­sor ganz allein. Mäx­chen schlen­derte nicht, son­dern stand in des Pro­fes­sors äußer­ster Brust­tasche. Er hat­te die Arme auf den Taschen­rand gelehnt, als sei die Tasche ein Balkon, und inter­essierte sich beson­ders für die Spielzeuglä­den, Delikates­sen­geschäfte und Buch­hand­lun­gen. Aber es ging nicht immer nach seinem Kopf. Dem Pro­fes­sor gefie­len auch Aus­la­gen mit Schuhen, Hem­den, Krawat­ten, Zigar­ren, Schir­men, Wein­flaschen und allem Möglichen.«* Immer wieder muss ich in let­zter Zeit an diese wun­der­bare Szene denken, an diesen Schaufen­ster­bum­mel, die Aus­la­gen, Mäx­chens Staunen. In bes­timmten Vierteln Kölns hät­ten er und der Pro­fes­sor keine Freude gehabt. Sich­er, Schaufen­ster gibt es auch hier, und nicht wenige inter­es­sante Geschäfte. Immer wieder jedoch stößt man auch auf solche, die man nicht ver­ste­ht. Schaufen­ster, hin­ter denen sich Laden­lokale ver­ber­gen, die beina­he so leer sind wie der White­cube ein­er 80er-Jahre-Galerie. Vielle­icht gibt es ein Bücher­re­gal an der Wand, vielle­icht eine Ablage für die Espres­so-Mas­chine. In manchen Räu­men lässt sich von mor­gens bis abends keine Men­schenseele blick­en, in anderen wiederum sitzen kreativ drein­blick­ende Men­schen, die jeden Roman­is­ten-Looka­like-Wet­tbe­werb spie­lend gewin­nen wür­den, stun­den­lang an Schreibtis­chen, auf denen nichts ste­ht, außer einem Mac­book — weiß. Sie hock­en hin­ter Fas­saden, an denen nichts hängt, keine Reklame, nicht ein­mal Öff­nungszeit­en, kein Hin­weis darauf, wer hier arbeit­et — und was. Was tun diese Men­schen in ihren Lokalen? Warum über­haupt beziehen sie solche Lokale, wenn sie doch offen­sichtlich keinen Wert auf Laufkund­schaft leg­en? Mäx­chen und der Pro­fes­sor zumin­d­est wären ent­täuscht an ihren Häusern vor­beige­laufen. Wie auf ein­er Bühne sitzen sie dort, und doch begreift man das Stück nicht, das sie spie­len. Früher, als meine Eltern son­ntags zum Schaufen­ster­bum­mel aufge­brochen sind, habe ich auch nicht begrif­f­en, warum sie das tun. An Aus­la­gen vor­beis­chlen­dern, wohl wis­send, dass sie nichts kaufen kön­nen. Doch zumin­d­est gab es etwas zu guck­en, im besten Fall kamen sie voller Vor­freude auf den näch­sten Einkauf zurück. Doch hier? Hier weiß man noch nicht ein­mal, was man kaufen soll, und ob es über­haupt etwas zu kaufen gibt. Ich ver­ste­he das nicht.

*Aus: Erich Käst­ner: »Der kleine Mann«

FROH! macht Licht macht froh

Geschenke, sagt der Autor Thomas Kas­tu­ra, das zeige schon die Ver­pack­ung, dien­ten seit der Kind­heit der Beschäf­ti­gungs­ther­a­pie. Vielle­icht funk­tion­iert das FROH!-Magazin auch aus diesem Grund so gut, weil all die Autoren, Fotografen und Illus­tra­toren dem Non-Prof­it-Pro­jekt nicht nur ihre Texte und Bilder (und dem Leser »neue und über­raschende Blick­winkel«) schenken, son­dern sie mit ihrer Arbeit zugle­ich auch sich selb­st etwas gutes tun. Auch ich habe das schon zweimal erleben dür­fen, mit »Licht« jedoch ist am Fre­itag wieder eine Aus­gabe erschienen, an der ich nicht beteiligt war. Und so hätte ich den Mach­ern an diesem so ver­reg­neten Abend eigentlich nicht viel mehr schenken kön­nen, als meine Anwe­sen­heit bei der Release-Par­ty, vielle­icht ein biss­chen Mund-Pro­pa­gan­da und eine kleine Spende. Wäre mir nicht, kurz bevor ich aufge­brochen bin, doch noch eine Idee gekom­men, über die ich im Nach­hinein umso glück­lich­er bin, als Chefredak­teur Spu diesen Abend nicht miter­leben durfte, son­dern ihn mal­ad im Bett ver­bracht hat. Und so ist dieses Video, mein Geschenk an FROH!, neben scham­los­er Wer­bung vor allem ein Geschenk für ihn und all diejeni­gen, die nicht da sein kon­nten. Und es ist auch ein Geschenk an all diejeni­gen, die gezweifelt haben, ob sich der Weg lohnen würde. Und für das näch­ste Mal sei ihnen gesagt: Er lohnt sich. Für das Mag­a­zin, für die entspan­nte Ath­mo­sphäre und für die vie­len guten Gespräche, die sich im Moto­ki-Wohnz­im­mer jedes Mal wieder führen lassen. FROH! heißt nicht nur so. Und weil das so ist, eignet es sich auch so wun­der­bar als Geschenk, wom­it wir den Kreis wieder geschlossen hät­ten. Bald soll ja dieses Wei­h­nacht­en wieder vor der Tür stehen.

Es folgent auch noch einige Fotos und ein Inter­view zum aktuellen Heft. Bald, an dieser Stelle.

Lest, Leute! Lest Blogs!

MC Winkel und Mis­ter Honk (lei­der inzwis­chen offline) machen da weit­er, wo Kai einst aufge­hört hat. Und so geht die Aktion «Ein ♥ für Blogs», die für manchen schon zur lieben Gewohn­heit gewor­den ist, heute in die vierte Runde. Ein Pro­jekt gegen das Linkster­ben in der deutschen Blo­gosphäre, das dazu beitra­gen soll, «die Ver­net­zung untere­inan­der zu verbessern, neue Blogschätze zu teilen, alte in Erin­nerung zu rufen und die Stim­mung im Land wieder etwas anzuheben». Also seien Euch auch von mir wieder fünf Blogs ans Herz gelegt. Und nun geht. Geht lesen. Lest diese Blogs! Read More

A Life On Facebook

Zurecht hat John­ny von Spree­blick heute auf ein großar­tiges Video hingewiesen: »A Life On Face­book«. Darin erzählt Max­im Luère die fik­tive Lebens­geschichte des Alex Droner als Ansamm­lung von Sta­tus­meldun­gen, von Par­ty zu Par­ty, von Beziehung zu Beziehung, von Emma zu Diana, vom ersten Schritt bis zum finalen Logout. Eine wun­der­schöne Idee, clever umge­set­zt und klasse insze­niert — auch wenn Luère zwis­chen­durch ein wenig die Ideen fehlen und ihm am Ende lei­der die Luft ausgeht.