Wir fahren ans Meer. Sie wird mir genau diese Frage stellen — «Can I buy you a root beer?» —, solange, bis wir kein Root Beer mehr sehen können. Wir werden den ganzen Tag «Talk Like A Pirate Day» haben und das Leben wird wundervoll sein. Wir werden mehr als nur drei Aufgaben lösen und vielleicht machen wir einen Ausflug nach Scab Island oder Plunder Island oder Mêlée Island. Wir werden fechten und uns beleidigen und vergrabene Schätze finden, was das Zeug hält und abends in der Scumm-Bar mit den schrecklich wichtigen Piraten und dem dreiköpfigen Affen tanzen und ordentlich einen heben. Alles, was man am Meer eben so macht. Morgen.
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Postbox — Konkurrenz für Apples Mail.app?
Lange Zeit stand Apples Mailprogramm mit dem sprechenden Namen «Mail» für mich nicht zur Debatte. Alleine schon aufgrund der unkomplizierten Synchronisierung mit MobileMe nicht. Nun aber gibt es Konkurrenz: Postbox, ein Programm, das auf Mozilla basiert und derzeit noch in einer Beta-Version zum Download bereitsteht. Es gibt so einige Details an Postbox, die mich — nach einem ersten kurzen Test — durchaus überzeugen könnten: Nicht nur, dass Postbox problemlos den MobileMe-Account einrichtet, die Adressen aus dem Adressbuch kennt und optisch mindestens ebenso schlicht und schick ist wie Mail (Mac-Nutzer sind da ja etwas verwöhnt und bekloppt), nein, es verspricht auch einen ganz neuen Umgang mit dem simplen Thema E‑Mails.
Aufbau: Das Programmfenster ist klassisch dreigeteilt, links die Accounts und Ordner, rechts oben die Mail-Header und darunter der Mail-Inhalt. Zumindest auf den ersten Blick. Denn links und rechts unten verstecken sich noch zwei Features, mit denen Postbox glänzen könnte: Links die «Favorite Topics», Schlagworte sozusagen, mit denen sich Mails katalogisieren und sortieren lassen. Rechts der «Inspector», der neben einer Suche (Zur Wahl stehen Google, Yahoo, Amazon, Wikipedia, LinkedIn und Mahalo) auch alle Links, Anhänge und Bilder aus der aktuellen Mail anzeigt. Read More
Im Schloss (2)
Gefallene Engel
Bei «Germany’s Next Topmodel» gehört das Fremdschämen ja irgendwie zum guten Ton. Wenn junge, oft recht ansehnliche Mädchen über den Laufsteg staksten und sich von Bruce «Handtasche» Darnell ob ihrer Grobmotorik zusammenfalten ließen, schmunzelten bis zu sechs Millionen Zuschauer daheim auf dem Sofa. Und dass ein Stolperer sogar zu Weltruhm führen kann, zeigte sich erst zum Jahreswechsel wieder bei «Dinner for One». Allerdings stolpert Freddie Frinton auch erstaunlich präzise, bei Models hingegen scheint die Formel zu gelten: Anmut plus Absatzhöhe geteilt durch Einschaltquote mal Heidifaktor gleich Bums. Oder: Je graziler ein Mädchen läuft, desto unbeholfener legt es sich lang. Ein klassischer Fall von Schadenfreude? «Es ist die Lust an fremdem Unglück — und viel mehr als nur eine kleine, gerade noch akzeptierte Bösartigkeit», schrieb Katrin Wilkens in der Zeit über dieses Gefühl. «Schadenfreude ist die kleine Schwester der Niedertracht, sie ist verwandt mit dem Neid und wird gespeist von dem Minderwertigkeitsgefühl.» Na was ein Glück, Neid und Minderwertigkeitsgefühl gegenüber Models kann ich bei mir ausschließen. Daher schmunzel ich jetzt noch ein wenig weiter — einige von den Damen nehmen es schließlich auch mit Humor — und freue mich auf Donnerstag, auf Staffel 4.
Sag zum Abschied leise … Ja, was denn?
«Es ist vorbei: zoomer.de geht bald offline!» — so heißt seit heute, 16:05 Uhr, die Schlagzeile bei zoomer.de. Wirklich überraschend kommt die Nachricht nicht. Das Projekt wurde seit längerem schon immer weiter geschröpft. Zunächst verhängte der Mutterkonzern Holtzbrinck ein Werbestopp, worauf die Nutzerzahlen drastisch einbrachen, dann wurde die Verlegung der Redaktionen von zoomer.de und tagesspiegel.de unter die Dachmarke Zeit Digital verkündet. Und jetzt ist Finis. Und es stellen sich doch einige Fragen. Die, was mit den Mitarbeitern passiert, dürfte nicht die einzige sein. Chefredakteur Frank Syré hat ja noch rechtzeitig das sinkende Schiff verlassen und wird zum 1. März stellvertretender Chef bei Bild.de. Und der Rest? Nun, durch zoomer.de dürften nicht wenige der Redakteure Erfahrungen gemacht haben, die ihnen zumindest bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt sichern als dem Gros der Journalisten dort. Soweit so schlecht, denn auf diesem Markt werden Jobs auch nicht gerade im Dutzend verteilt. Read More